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Beer like star Reutberger Weihnachtsbock

  • Typ Untergärig, Heller Bock
  • Alkohol 6.7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 74% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#24567

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
74% Avatar von Felix

74% Rezension zum Reutberger Weihnachtsbock

Avatar von Felix

Sehr goldgelbes, glasklares und deutlich karbonisiertes Bier mit wunderschöner, cremiger Schaumkrone.

Der Geruch ist hellhopfig, blumig und malzigsüß. Leichte Alkoholträgeraromen erheben sich und bringen spelzige und hopfige Töne mit. Der Geruch des Bieres ist weniger außergewöhnlich für einen hellen Bock, doch beim Aufschütteln werden hefige Aromen freigesetzt, die mich eher an Abteibiere aus Belgien erinnern.

Im Mund ist das Bier sehr süß und vollmundig mit deutlichem Alkohol. Tatsächlich empfinde ich es - obwohl es klar ein deutscher Bock ist - doch als einem Belgier irgendwie ähnlich. Es hat die alkoholisch-hefige Süße, die man von den Belgiern kennt, welche eine deutliche Menge an Zucker auf ihrer Zutatenliste haben. Diese Zuckerrohrnote ist hier ganz stark vertreten, sodass das Bier schmeckt wie eine untergärige Version eines Tripels.

Der Körper ist weich und robust mit cremiger Textur. Die Kohlensäure ist wunderbar ausgewogen und lässt sich hervorheben. Gute Spritzigkeit, die nie zu prickelnd wird. Nur der Alkohol ist ganz schön kräftig. Für mich ist das ein Hauch zu viel, doch ist er nicht schlecht aufbereitet.

Der Abgang ist duftig und malzig im Geschmack. Honig auf Weißbrot ist meine Assoziation. Der Bock hat nicht viel Bitterkeit, aber sehr viel Süße und Kraft, die auch im Abgang nachwirkt.

Der Weihnachtsbock (eig. Weihnachts Bock - aber das konnte ich mit meiner literarischen Seele nicht vereinbaren - warum haben so viele Brauer aus Bayern eigentlich nie Grammatik gelernt?) ist ein ungewöhnlicher Bock für die besinnlichen Festtage. Erstmal ist es faszinierend, dass Reutberger hierfür einen hellen Bock auf den Markt bringt, wo doch die dunklen Böcke in Herbst und Winter deutlich überwiegen. Mich persönlich freut das sehr. Und ansonsten haben Reutberger ja auch noch zwei andere helle Böcke im Programm, was wohl dafür spricht, dass dies ein für sie besonderer Stil ist. Von einem dunklen Bock bei Reutberger weiß ich nichts.
Außerdem ist die Aromatik für einen Bock dann doch irgendwie ungewöhnlich. Im Geruch ist der Sud noch etwas zurückhaltend, denn es dominieren eindeutig malzige, leicht hopfige, blumige und süße Töne, das alles ist nicht besonders kräftig, aber auch nicht blass. Der Bock erscheint weich und angenehm, aber auch nicht besonders. Im Mund beschwört das Bier plötzlich eine monströse Aromawelle herauf. Voluminöse Zuckersüße, Honigideen und Brotigkeit kommen auf. Das ganze wird sirupig und klebrig mit kräftigem Alkohol. Beim Aufschütteln zeigen sich Hefenoten wie sie eher zu belgischen Tripelbieren gehören. Mir persönlich ist das insgesamt irgendwie zu viel Ballast. Trotzdem sind die Aromen hell und duftig gehalten.
Der Weihnachtsbock aus der Klosterbrauerei Reutberg ist damit ein nicht zu unterschätzender Kandidat, der als Heller Bock die Aufgaben eines Dunklen Bockes gut zu erfüllen weiß. Ich finde ihn also, auch wenn er vielleicht meinen persönlichen Geschmack nicht so trifft, für seine eigenen Ziele ganz gut gemacht.
Sicherlich, ich hätte mir etwas mehr Finesse gewünscht, ein bisschen mehr Balance, aber insgesamt ist das noch ein richtig gutes Bier. Und ich bin mir sicher, dass es viele geben wird, die gerade wegen meiner Kritikpunkte den Sud besonders toll finden.

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