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Beer like star Reutberger Kloster Pils

  • Typ Pils
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#22510

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
74% Avatar von Felix
63% Avatar von LordAltbier

74% Rezension zum Reutberger Kloster Pils

Avatar von Felix

Leicht trüb, nicht ganz hell, dafür aber etwas blass. Schaumbildung ist eher mittelmäßig.

In der Nase zeigt das Bier sowohl Süße, wie sie weit eher bei bayerischen Hellen zu finden ist, als auch eine blumige Hopfennote. Dieses Aroma könnte in Hersbrucker oder Hallertauer sein. Leicht fliederig kommt der Geruch daher, durch die reiche Süße erinnert er an Blumenwiesen, an Veilchen vielleicht und auch ein bisschen an Maiglöckchen. Gelegentlich kommt ein esteriger, kühler Hauch hervor.
Insgesamt ein eher frühlinghafter Geruch, der mir gefällt.

Im Mund ist das Bier weniger schüchtern, aber auch nicht gekünstelt oder provokant. Die blumige Süße entwickelt eine spontan erscheinde Frucht mit zarter Säuerlichkeit. Apfelig wird das Bier, sowohl süß wie auch sauer, insgesamt frisch und saftig. Trotzdem verbleibt diese warme Süße durchweg am Gaumen und unterlegt die Aromatik mit einem weichen Fundament. Etwas Getreidewürze spürt nach.

Der Körper des Pilseners ist schlank und pointiert. Eine sehr präzise Kohlensäure fällt daran auf, die sich rasch entwickelt und dann organisch entgleitet. Sehr bewegt und lebendig erscheint das Mundgefühl.

Der Abgang ist eher mittelmäßig herb, wobei auf Dauer eine leichte Bitterkeit manifestiert wird. Diese kommt aber weniger vom Hopfen als vielmehr von der Würze des Malzes. Ohnehin überwiegen im Abgang die würzigen Noten gegenüber der Fruchtigkeit des Einstiegs. Ein dezentralisierter Nachtrunk, den man als entrückt bezeichnen könnte, meinte man es besonders böse. Ich empfinde ihn als abwechslungsreich, aber leicht drückend. Auch wäre etwas mehr Hopfenherbe als Pilskriterium hübsch, aber nicht notwendig gewesen.

Das Kloster Pils der Reutberger Brauerei kann wie auch seine Kollegen aus selbem Hause überzeugen. Dies ist ein sehr bayerischer Vertreter dieser Brauart, der auch mit wenig Bitterkeit auskommt und eher nach den Kriterien eines hellen Lagers arbeitet, diese aber auf den Feinsinn und die Schlankheit des Pilsener abgleicht.
Das Reutberger Pils ist von einer sehr stimmigen und abgeschmeckten Aromatik, die insbesondere in blumigen Noten aufgeht. Ganz so wie es die deutschen Aromahopfen aus dem Süden häufiger Mal hergeben finden sich hier ganze Beete und Sträucher wieder. Was genau, das mag sicherlich der Phantasie eines jeden einzelnen überlassen sein.
So mild und filigran der Duft ist, so beweglich ist dann der Einstieg, der eine organische Wandlung mit sich bringt. Fruchtige Apfelnoten reichern das süße Bouquet mit zarter Fruchtsäure an. Dieser Einstieg ist regelrecht anregend und wird auch wunderbar vom Körper getragen. Dieser nämlich weiß mit einer balancierter Schlankheit zu überzeugen und bringt vor allem eine sehr stimmige Kohlensäure hervor. Deutlich prickelnd und wie die Welle am Strand aufschäumend und dann zurücksinkend. Dieses Bier kann wirklich damit überzeugen, dass es in sich beweglich, aber vollkommen klar und einfach ist.
Nur der Abgang lässt mich ein bisschen enttäuscht zurück. Ich hätte mir ein wenig mehr feine Hopfenherbe gewünscht. Anstelledessen erwartet einen eher eine drückende Getreidebitterkeit, die aus der würzigen Malznote extrahiert ist. Bis dahin war das Malz durchaus bereichernd gewesen. Ich kann den Abgang nicht so wirklich als fehlerhaft bezeichnen, doch an ihm merkt man schnell, wie exakt der gesamte Trinkverlauf abgestimmt sein muss. Denn wenn ein Sud von solcher Filigranität gebraut wird, so ist der kleinste Schnitzer eine gefühlte Fleischwunde.
Insgesamt aber kann mich das Reutberger Pils überzeugen. Ich finde es toll, in einem Land zu leben, in dem solch feinsinnige Sude seit langem traditionell hergestellt werden und freue mich über jedes Bier, dass über solch eine Finesse verfügt oder zumindest den Weg einer solchen Machart zu beschreiten bereit ist. Reutberger liefern da absolute Qualitätsware.
Trotzdem will ich klarmachen: Dieses Bier durchbricht kein Tor zur Transzendenz. Es ist schlichtweg ein stimmiges Bier von handwerklicher Arbeit.

Bewertet am

63% Ganz okay...

Avatar von LordAltbier

Riecht leicht fruchtig und so gestsalltet sich auch der Antrunk, auf der Zunge entfalltet sich der Hopfen, im Abgang dann leichte Süße. Kann man trinken ist aber nix besonderes.

Bewertet am