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Beer like star Residenz Bio Pils

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 4.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 57% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

Das Bier Residenz Bio Pils wird hier als Produktbild gezeigt.
#1503

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
57% Avatar von Felix

57% Rezension zum Residenz Bio Pils

Avatar von Felix

Goldgelbes Biere mit mittlerer Schaumkrone, relativ grobporig. Ausgeprägte Kohlensäure.

Der Duft des Bieres ist wirklich schön. Der Sud riecht sehr frisch und zugleich voll und süßfruchtig mit kernig-getreidigen Ideen dazwischen. Ein aromatischer, blumiger Geruch mit hintergründiger Würze, der schon hier Körper zeigt. Die Süße ist sehr eingebunden und doch erscheint sie füllig und satt wie Nektar. Trotzdem ein eher zurückhaltendes, gemäßigtes Pils.

Im Mund eine sofortige Vermengung von herben sowie bitteren Hopfenklängen und getreidig-süßen Malznoten. In letzterem schmeckt man das reine Korn durch, das Bier entwickelt dadurch schon so etwas wie eine Cornflakes-Aromatik. Die Aromatik des Hopfens dagegen kommt leider kaum durch. Trotz des betörenden Duftes zeigt das Bier hier eigentlich vordergründig Malznote und Bittere, die sich sofort aufspaltet und zerstreut.

Der Körper hat unerwartete Formen. Das Bier ist kaum so pricklig wie erwartet. Die Kohlensäure lässt sich zwar spüren, hat aber kaum Eigenwert. Dafür ist das Bier im Mundgefühl bauschig und weich wie Watte, aber leider ohne die so nötige Dichte. Das Gefühl von einem satten, fülligen Bier wird damit gänzlich zerstört und leider ebenso die Hoffnung auf ein schlankes, prickelndes Pils-Vergnügen. Das Bier hängt so in der Mitte zwischen beiden Möglichkeiten und ist nichts davon. Einfach nur ein bisschen dünn.

Die Bitterkeit ist zum Ende hin fruchtiger und weniger trocken, was mich persönlich deutlich mehr an ein Ale erinnert. Grundsätzlich hat dieses Pils eher die Kontur und Eigenschaften eines Kölsch oder Pale Ales. Also, fruchtige, bauschige Hopfennoten dominieren den Abgang, die Bitterkeit ist stets dominant, das helle Korn bringt leider schon einen Hauch von Alkohol mit sich. Das finde ich in dieser Stilistik ungeeignet. Grundsätzlich zieht der Abgang stark den Gaumen nach unten weg.
Ganz hinten ist eine Idee von gegorener Säure zu erkennen, wie sie durch Nachgärung entsteht, kaum zu bemerken. Mein Exemplar ist zwar noch bis zum nächsten Jahr haltbar, doch die Hefe ist hier schon klar zu erkennen.

Das Liebharts Bio Pils ist damit ein Bier, das durch sehr Gutes, aber auch durch Schlechtes wieder einmal irgendwo in der Mitte landet und gehört damit nicht zu den spannenden Bieren, die man mal getrunken haben muss. Für Pils-Kenner ist dieses Bier aber vielleicht doch interessant, weil es Besonderheiten bietet, die den Blick für eine ganz andere Art von Pilsener öffnen könnten.
Der Körper des Bieres beispielsweise ist ungewöhnlich und passt eigentlich nirgendwo so richtig hinein. Gerade hier und bis in den weiten Abgang hinein verhält sich das Pils sehr Ale-artig und bei einer Blindverkostung wäre ich vielleicht nicht darauf gekommen, dass es untergärig sein muss.
Es dominieren durchweg fruchtige Hopfennote ohne Kern, sondern zerstreut und frei, die wie Seifenblasen über den Gaumen schweben. Die Hopfenbittere ist sehr kräftig und bewegt sich irgendwo zwischen grasig-seifig und fruchtigschalig (Maracuja).
Die Malze sind trotzdem überall präsent und tragen kernige, würzige Noten in den Sud hinein. Ständig schwebt über dem Hopfen ein Hauch von Müsli (vor allem an Dinkel oder Pinienkerne muss ich bei dieser schärflichen Würze denken).
Was mir besonders gut gefällt ist der Duft, der ausgewogen einen sanften Aromahopfen präsentiert und zwischen tiefer, nektarhafter Süße und zarter Herbe balanciert. Beides kommt hier hervorragend durch, dass man endlos an dem Bier riechen mag. Und auch die Optik verdient ein besonderes Lob. Das Bier sieht in seinem eher dunklen Gewand aus Gold bravourös edel aus - nur die Schaumkrone schwächelt leicht. Optisch wie ein Böhmisches, und auch im Geschmack zeigt sich, dass dieses wohl als Vorbild gedient haben muss.
Nichtsdestotrotz hat dieses Bier einen kräftigen, bewussten Antritt zu bieten und bemüht sich sichtlich um Besonderheit. Das eine oder andere läuft hier noch nicht ganz stimmig, das muss leider auch betrachtet werden.

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