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Beer like star Ratsherrn Rotbier

Ratsherrn Brauerei, Hamburg, Deutschland

  • Typ Rotbier
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze 11.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 10-13°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagen 7 Benutzer
Das Bier Ratsherrn Rotbier wird hier als Produktbild gezeigt.

Dieses Bier wurde mit folgenden Tags versehen:

  • Herkules-Hopfen
  • Saphir-Hopfen
  • Tradition-Hopfen
    #6653

    Probier mal

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    Redaktionsbewertungen für das Bier Ratsherrn Rotbier

    Mit dem Rotbier lassen die Braumeister der Hamburger „Ratsherrn Brauerei“ einen bisher wenig beachteten Bierstil wieder aufleben. Dabei haben sie nicht nur geschmacklich recherchiert, sondern sind auch zu den historischen Wurzeln dieses Bieres vorgedrungen, das mit seinen herrlichen Rot- und Braunreflexen an die Farbe von glasklarem Süßkirschmost erinnert.

    Die Recherchen haben ergeben, dass in Hamburg bereits im 13. Jahrhundert Rotbier gebraut wurde. Als der Braumeister Joachim von Lohe dann 1536 mit dem dem Ausschank begann, wurde ihm sein „fewrrothes“ Bier praktisch aus der Hand gerissen. Wenn er sein Bier damals ähnlich lecker eingebraut hat, wie die Ratsherrn es heute in den Schanzenhöfen tun, wundert uns das ehrlichgesagt kein Bisschen.

    Schon der Geruch dürfte die Hamburger damals zu Scharen in den „Krug“ am Pepermölenbek getrieben haben, wo der gute Herr von Lohe sein Bier ausschenkte.
    Die betonten, dunklen Malznoten erinnern an geröstetes Getreide und frisch gebackenes Steinofenbrot, das noch mit einem Hauch Mehl bestäubt ist und werden von einer sanften, breiten Nussigkeit unterstützt.
    Eine dezente Säure spielt mit leichter Karamell- und Honigsüße zusammen, wird von einem Hauch bitterer, knospiger Trockenheit untermalt und lässt in dieser Kombination die Gedanken ganz kurz in die Kindheit schweifen. Zu Pflaumenbäumen, die man in freudiger Erwartung gegen die Sommersonne anblinzelt.

    Aber auch wirklich nur ganz kurz, denn die durstige Kehle ruft einfach zu sehr nach dieser puren Appetitlichkeit im Glas.
    Der erste Schluck trägt die süßen Aromen aus dem Geruch schön, in Form von Karamell und Kandis, in den Mund. Dabei schäumt das Bier breit auf und verteilt leichten Fußes dezente Sauernoten als frischen Kontrast. Schon jetzt stellt sich eine leicht trockene Bitterkeit ein.

    Rinnt das Rotbier den Gaumen entlang, breiten sich die Röstnoten erst dezent aus und steigern sich langsam zu mittlerer Intensität. Es mutet an, als würde das Steinofenbrot aus dem Geruch jetzt mit einer krachenden Kruste im Mund zu Ende gebacken.
    Die Kandissüße verstärkt sich zusammen mit der nun deutlichen Säure, die dem Bier die ganze Zeit über seine Frische bewahrt. Auch dann noch, wenn es schön trocken in einer leicht scharfen aber breiten Pfefferbittere endet.

    Alles in Allem eine absolut gelungene Kombination. Der leichte, schlanke und dennoch runde Körper lässt den Aromen, und vor allem der dezent pfeffrigen Bitterkeit, genug Raum zu wirken, ohne dass die Noten übertrieben intensiv werden müssen.

    Lediglich ein My mehr Aromenkraft und ein Tick mehr Dichte würde uns hier noch gefallen. Aber das wäre dann doch ein eigenes Bier. Das „Ratsherren Rotbier“ möchten wir ob seiner frischen und dennoch geschmacklich tiefen Art nicht in der deutschen Bierlandschaft missen.
    Also liebe Ratsherrn, wie wäre es mit einem „Doppelrot“? Wäre das eine Idee für die nächste Kreation aus eurem Hause?Verfasst von der Redaktion
    Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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    Bewertungsdetails
    Bewertet von Florian, Robert, Dirk

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    # 3106
    ersma: nach langer bauzeit wird nun seit knapp zwei monaten im hamburger schanzenviertel wieder gebraut. und auch wenn die 500-l-versuchsanlage noch nicht fertig ist, so haben die leutchen von der ratsherrn-brauerei gleich zwei neue biere auf dem markt gebracht. neben dem pils, das es ja schon länger gibt, das aber bisher aus schwerin kam, gibt es dieses rotbier und ein pale ale.
    dunkel rötlich-braun mit mittelviel schaum.
    der geruch ist malzig-getreidig und süßlich.
    der antrunk ist süßlich mit aromen von honig und etwas karamell, im hintergrund eine spur hopfen. dieser wird zur mitte ausgeprägter, auch die karamellnote wird deutlicher. der abgang ist primär süßlich, die hopfen (herkules, tradition und saphir) halten sich vornehm zurück. langer nachhall.
    die flasche ist modern und ansehnlich bie aller schlichtheit.
    fazit: eigentlich gar nicht so aromaintensiv, aber ein echter gaumenschmeichler. etwas mehr schmeckbarer hopfen hätte zwar nicht geschadet, aber auch so probierenswert.
    11,11,11,10,12,11 - 10,90 - 11/7/12Verfasst von JeversZeuge
    Hier strahlt mich eine Wahnsinnsfarbe an! Ganz klar und leuchtend rot scheint es durch das Glas.
    Es duftet intensiv süß nach Karamell und ist dann beim Antrinken erstmal überraschend säuerlich. Schnell gesellt sich eine dominante, röstige Bitterkeit dazu. Bitterkeit und Säure geben sich immer mal wieder den Vortritt bis am Ende milde Malznoten hinzukommen und das ganze vollends abrunden.
    Für mich besonders erwähnenswert: Sehr angenehme 5,2% bei dieser Geschmackstiefe. Vergleichbare Biere (die ich kenne), haben sonst meist mehr als 6.
    Wirklich empfehlenswert!Verfasst von Kaddy
    Da rötliche Biere generell mein Ding sind, war ich auf das lang angekündigte Ratsherrn Rotbier natürlich sehr gespannt. Schauen wir mal,ob meine Erwartungen erfüllt werden.

    Im Glas habe ich ein kastanienbraunes Bier mit Reflexen von Kupfer. Sehr schön. Es duftet fruchtig und malzig und so kommt es auch im Antrunk rüber. Mit der Zeit macht sich eine Hopfennote bemerkbar, die dann auch im Abgang, zusammen mit Malz und Kakao dominiert.

    Ein sehr schmackhaftes Bier, aber es hebt sich nicht deutlich von anderen roten Bieren ab.Verfasst von madscientist79
    Im Glas erscheint das Ratsherrn Rotbier noch dunkel bräunlich bis rot, gegen das Licht gehalten wird daraus ein wunderschönes Kirschrot, wie man es eigentlich nie bei einem Bier betrachtet. Es sieht fast ein wenig wie Kirschsirup aus. Optisch wird es seinem Namen gerecht. Ein schöner Nebeneffekt ist darüberhinaus die flache, aber cremige Krone. Hübscher Anblick schon einmal.
    In der Nase scheint es erst relativ verhalten. Ein frischer, aber dezenter Hopfen kündigt von Herbe, eine weiche Malzigkeit bringt einen Hauch Süße mit. Ganz fein lässt sich noch ein weiteres Aroma erkennen, dass einerseits die Süße von Honig und Karamell besitzt, andererseits auch eine süßliche Säure wie man sie von Johannesbeeren bzw. sonstigen Waldbeeren kennt. Gibt es Honigbeeren? Gäbe es sie, würden sie so riechen. Es birgt auf jeden Fall eine (über)reife, doch säuerliche Süße in sich.
    Im ersten Moment des Antrunks kommt die erahnte Säure hervor, die nun eher wie von noch nicht ganz reifen Kirschen wirkt, etwas grün und kernig. Mit ihr kommt direkt ein Schwall von Bitterkeit, vorerst allerdings nicht wirklich viel. Ein leichter Hopfen, der bitter, aber nicht sehr feinherb wirkt, es gibt auch keine hopfige Grasigkeit und ein wenig röstig ist zwar der Geschmack, nicht aber die Bitterkeit. Weit dahinter hält sich die Honignote, sie rundet jedoch das gesamte Geschmackserlebnis eher ab und tritt nicht weiter hervor.
    Für mein Empfinden ist die weite Bahn, die zwischen Bitterkeit und Süße liegt mit nichts ausgefüllt, ich habe das Gefühl, dazwischen müsse es noch irgendwelche Aromen geben, sie sind aber leider nicht da. Gähnende (Aromen)Leere. Für mich ist der Antrunk unlogisch und regelrecht flach, die Bitterkeit ist schlank, aber aromatisch plump, sie ist nicht wirklich trocken, sondern blechern und stechend, ich finde sie sehr unangenehm. Die Süße hätte hier viel mehr Potenzial entfalten müssen und da ist auch nicht viel Malz, das die Aromalücke schließt. Wenn wenigstens eine stärkere Röstigkeit danach kommen würde, aber auch auf diese lässt sich warten.
    Der Körper des Bieres ist verdammt leicht. Durch die mangelnden Aromen im Antrunk ist das nicht weiter schlimm, es lässt das Bier süffig werden, ist aber durch die noch mittelstarke Rezenz fast schon wässrig. Für mich ist auch das etwas dünn geworden, wobei das Mundgefühl doch irgendwie eine gewisse Fülle verspricht, es hat etwas Glattes oder Öliges von der Textur her, führt dadurch aber nur noch mehr in die Irre, da dieser Körper - so kräftig er scheint - einfach nichts trägt.
    Der Nachtrunk ist dann nur noch metallisch-bitter. Eine leichte beerig-säuerliche Frische versucht irgendwie noch zu kaschieren, dass es hier einfach gar kein Aroma gibt, weil auch die Röstmalzigkeit an dieser Stelle komplett versagt. Und dann, ganz plötzlich, ist das Bier einfach weg und lässt nur einen Hauch Bitterkeit zurück.
    Also irgendwie fällt mir zu diesem Bier nichts weiter ein. Ich verstehe nicht recht, warum alle es so gut fanden, ich muss sagen, es ist nicht nur für Craft-Beer-Verhältnisse schlecht, sondern auch im Vergleich zu einigem Industriebier finde ich es nicht besonders hervorhebenswert. Die Bitterkeit ist absolut unstimmig, die Aromen viel zu zurückhaltend und insgesamt ist es dann auch noch viel zu leicht. Wenn man es trinkt, hat man das Gefühl, man trinke bitteres Wasser mit einem Spritzer Zitronenkonzentrat, das einen halben Tag in einem Metalleimer verbracht hat. Warum der Hype um dieses Bier? Ich kann nicht recht glauben, dass Rotbiere wirklich alle so schmecken, denn der Stil schien mir sehr interessant und traditionelle Stile sind meist aufregend und besonders. Kann es sein, dass dieses Bier einfach so wenig meinem persönlich Geschmack entspricht? Aber dann wird nicht erklärt, warum ich es als so aromaarm empfinde, wohingegen alle anderen Bewertungen von sehr ausgeprägter Intensität sprechen. Ich werde nicht schlau daraus, bestimmt kann ich jedoch sagen; es ist von Ratsherrn sicherlich das schlechteste Bier, denn das Pale Ale ist schön gebraut und das Pilsener ist sowieso einfach nur der Hammer. Was ist denn hier passiert, Ratsherrn?Verfasst von Felix
    Das Ratsherrn ist mein erstes Rotbier einer deutschen Brauerei. Es schmeckt sehr ungewohnt. Es sind saure Aromen, Beerenaromen und Karamellnoten vorhanden.
    Ein sehr interessantes Bier mit vielen neuen Geschmacksnuancen.Verfasst von Johannes
    Mein erstes Rotbier: schöne Optik, ausgewogener Geschmack... einfach ein Traum - hier stimmt (fast) alles ;)Verfasst von nrossi
    Mein erstes Bier von Ratsherrn. Auf die 2010 in Hamburg gegründete Brauerei habe ich schon ein Jahr neugierig geblickt, denn die gebrauten Biere werden mit einem geschichtsträchtigen Hintergrund gebraut. Ungemein faszinierend klare, rötliche Farbe, die mir da aus dem Glas entgegenleuchtet. Der Geruch ist malzig, süßlich, getreidig und passt in meinen Augen hervorragend zur Optik. So habe ich mir den ersten Eindruck eines Rotbiers vorgestellt.

    Im Einstieg zunächst Malzsüße und Karamell, nach und nach wird es erstaunlich sauer, was mich aber überhaupt nicht stört, da die sauren Noten gut eingebunden sind. Von den verwendeten Hopfensorten bemerke ich nur am Rande etwas, diese sind etwas zurückhaltend. Eine spannende Frage war, wie der Saphir, den ich vom Zwettler Saphir in einem Pils kenne, bei einem süßlicheren, malzigeren Bier wirken würde. Eine für den Hopfen typische Grasigkeit wirkt im Hintergrund, die mir jedoch nicht allzu gut mit der Malzsüße abgestimmt zu sein scheint. Der Abgang schließt mit einem lang anhaltenden Mix aus Süße und Bitterkeit, der mich etwas ratlos zurücklässt. Ich hätte mir einen bleibenderen, kräftigeren Schlussteil erwartet.

    In Euphorie versetzt hat es mich nicht. Schlecht ist es auch nicht. Ich bewege mich mit meiner Meinung zwischen der Redaktion und der Rezension von Felix. Nach oben hin gibt es noch deutlich Spielraum an Charakterstärke, gut trinken lässt es sich aber allemal.Verfasst von MichaelF
    Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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    Bewertungsdetails
    Bewertet von 11 Benutzern