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Beer like star Ratsherrn Kaventsmann

  • Typ Baltic Porter
  • Alkohol 6.6% vol.
  • Stammwürze 15.8%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 8 Bewertungen und 3 Rezensionen

#26975

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 8 Bewertungen
90% Avatar von HansJ.
86% Avatar von LordAltbier
86% Avatar von JimiDo
77% Avatar von madscientist79
76% Avatar von Bier-Sven
75% Avatar von gerdez
70% Avatar von Bierkules
70% Avatar von Felix

86% Rezension zum Ratsherrn Kaventsmann

Avatar von JimiDo

Der Ratsherrn Kaventsmann bezeichnet sich als Baltic Porter mit 6,6 % Alkohol bei unbekannter Stammwürze. Auf der gut ausgestatteten 33 cl. Longneck Flasche sind alle wichtigen Infos über dieses Starkbier zu finden.

Im Glas eingeschenkt erhalte ich ein tiefschwarzes Bier mit rötlichen Reflexen. Darüber steht eine feste, gut haltbare Schaumhaube von hellbeiger Farbe. Der Geruch ist leicht röstig. Der Antrunk ist noch süßlich mild. Später wird es röstig herb mit Aromen von Kaffee, Kakao und Bitterschokolade. Nach hinten raus wird es dann gut und anhaltend herb. Die Fruchtaromen sind sehr zurückhaltend. Der Alkohol ist in keinster Weise zu schmecken. Es ist ein sehr leckeres und süffiges Bier, was ich bestimmt noch öfter trinken werde.

Bewertet am

70% Rezension zum Ratsherrn Kaventsmann

Avatar von Felix

Bemerkenswert ausgeprägte Perlage, die sich in Form von wirklich cremigem, hellbraunem Schaum zeigt. Die Farbe des Sudes bewegt sich von röstfarben (während des Eingießens) bis zu undurchdringlich schwarz (im Glas). Ein attraktives Äußeres.

Im Geruch gibt das Baltic Porter sowohl äußerst malzige Noten wie auch eine norddeutsche Hopfennote, die in dieser Form wunderbar den Herstellungsort repräsentiert, in einer authentischen Weise, wie es für diesen Stil sonst nicht derartig offenbar wird. Hopfige Herbe und etwas Kühle bewirken eine Vertiefung der röstmalzigen, verhältnismäßig leicht ins Kakaoige gehenden Aromatik, die von Kaffee dagegen kaum etwas vorweist. Schön, wie hier der Porterstil sowohl authentisch und getroffen ist, zugleich aber auch norddeutsche Charakteristika unbezweifelbar integriert.
Der Gesamteindruck erscheint rund und angemessen.

Im Mund geht dieser Eindruck zielgenau weiter. Für 6,6%ABV ist das Bier schlanker als erwartet, aber sein norddeutsches Flair vermittelt eine offensive Herbe, knisterige Schubkraft, einen unweigerlichen Zug, der den für gewöhnlich doch eher schokoladigen, warmen, runden Porterbieren sonst fern liegt. Das ist aber kein Mangel, sondern eine Bereicherung dahingehend, dass hier etwas Neues adäquat umgesetzt wird. Eine schöne, nicht aufdringliche, aber eindrückliche Interpretation, die zur Brauerei passt. Aromatisch ziehen sich Kakao, Hopfen und Meerluft fort, sodass ich eher an klassische (untergärige!) Schwarzbiere erinnert bin.

Der Körper des Bieres ist voluminös und spart auch an Kraft nicht. Die herbe und etwas salzige Aromatik lenkt zwar charakterlich ein, doch das reine Gewicht des Bieres ist so, wie man es von 6,6%ABV erwartet und auch erhofft. Ein bisschen erscheint es nach hinten hin an Konsistenz zu verlieren, wofür aber der Hopfen aufgeht. Eine leichte Lückenhaftigket lässt sich erahnen und nimmt dem Bier die absolute Dichte. Erst nach einigen Schlucken fällt einem diese Löchrigkeit auf, und leider verschwindet sie nicht mehr. Hier muss gedanklich der Trinker mitarbeiten, indem er sich von den Erwartungen eines Porters abwendet und sich auf die norddeutschen Aspekte des Bieres konzentriert und an ihnen erfreut. Der Alkohol ist leider ein kleines bisschen zu bemerkbar.
Ausgeprägte Kohlensäure gibt es außerdem, die zusätzlich für Kernigkeit sorgt; ein bisschen zu viel vielleicht.

Der Abgang ist von röstiger und hopfiger Herbe zugleich, etwas alkoholisch und salzig, wodurch Kühle und Wärme zusammenfallen. Manch einer mag dies als Asymmetrie empfinden, ein anderer wird ein unerwartete Komplexität entdecken.

Charakter: Der Kaventsmann ist rustikal und rau. Er hat liebliche Züge und erscheint als freundlicher Gesprächpartner und Geschichtenerzähler, der einem am Kai Seemannsgarn spinnt. Er hat sein Leben auf dem Wasser verbracht und viel von der Welt gesehen. Man merkt, dass er nicht zur Schule gegangen ist und noch nie ein Buch in der Hand hatte, aber für die Geschichten ist das wenig relevant.

Das Baltic Porter kann den Porterstil in schöner Weise vertreten. Ein bisschen aufregend sogar und durchaus kantig. Nicht zu weichgespült, aber auch nicht spitz. Manchmal fehlen ihm etwas Tiefe, Intellekt, ausgeklügelte Züge. Die vermisst man doch zuweilen, weil ein wenig einseitig bleibt. Aber sein norddeutscher Charakter, herb und kühl, etwas schweigsam und vernarbt, macht ihn sympathisch.
Ich finde, dass es zum besten gehört, was Ratsherrn bislang produziert hat. Natürlich merkt man auch, dass sie es sich nicht gerade schwer gemacht haben, weil die Wucht des Porterstils die Kreativität schon von sich aus in gewisse Bahnen lenkt. An diesen wurde auch wenig herumgeschraubt. Doch das soll ja nicht zu Lasten des Produktes sein. Definitiv eines der besseren Ratsherrn-Biere.
Er ist durchaus eine Empfehlung wert, wenn man den Porterstil mal in ein bisschen anderer Weise interpretiert sehen will, denn eines hat dieses Bier geschafft: Es kann ganz zweifellos mit seinem Geburtsort in Verbindung gebracht werden.

Bewertet am

86% Gefällt mir!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist hopfig-spritzig, leicht säuerlich und auch etwas malzig-süßlich mit sehr feinen Röst-Noten, erinnert leicht an Pumpernickel. Der Mittelteil ist etwas hopfig-spritzig, ganz fein säuerlich und sehr malzig, somit etwas süßlich, im Hintergrund erkennt man sehr feine Röstnoten, es erinnert hier an Kakao und Cappuccino. Der Abgang ist sehr stark röstmalzig und dadurch kräftig aber angenehm bitter, es erinnert hier sehr stark an Kaffee aber auch an Pumpernickel. Fazit: Ein gelungenes Bier, kann man gut trinken. Gerne Wieder!

Bewertet am