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Beer like star Prykmestar Double IPA

  • Typ Obergärig, Double IPA
  • Alkohol 8.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 63% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#24389

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
63% Avatar von Felix

63% Rezension zum Prykmestar Double IPA

Avatar von Felix

Kupferfarbenes, satttrübes Ale mit guter Schaumbildung, eierschalenfarbe, gelblich.

Der Geruch ist sehr gewaltig und attackiert einen geradezu. Enormer Hopfen in Kombination mit Hefe. Das Bier wirkt dadurch etwas aufgebauscht, doch irgendwie will das nicht ganz passen. Auch verbirgt sich schon hier der Weizenmalzanteil. Die Noten sind fruchtig und bitter. Dunkle Bitterorangenfrucht, alkoholische Hefigkeit, Maracuja und so etwas wie Multivitaminsaft, eine Mischung aus Johannesbeere und Apfel. Ein trotzdem spannender Duft.

Im Mund schlägt das Bier zu. Mit dem Geschmack von Bitterorangenschale und süßer, würziger Hefe greift es an den Gaumen. Hier gibt es leider weniger eine Vermählung der Aromen, vielmehr drücken verschiedene Aspekte des Bieres nebeneinander in die Zunge. Staubige Bitterkeit und zitronatartige Säure. Die Hefe schmeckt leider zu stark durch, wodurch das Bier eher breit wird.
Das ist schade, denn eigentlich erscheint die Idee des Bieres ziemlich gut und es startet mit einer ordentlichen Wucht durch.

Der Körper ist ähnlich. Die innere Textur ist saftartig und schlank, das äußere Gewandt dessen ruft allerdings ein breites, rustikales und schweres Mundgefühl hervor. Da gibt es eine Unstimmigkeit, die auf höherem Niveau nur problematisch ist. Die Kohlensäure ist in Ordnung, vielleicht ein bisschen zu spürbar, aber nicht der Rede wert. Trotzdem ist der Körper gut.

Der Abgang zeigt eine ordentliche Bitterkeit. Das Bier ist nachdrücklich und schwer. Neben den Fruchtschalenbitternoten kommen vor allem auch getreidige Aromen zur Geltung. Sowohl die Verbindung von Hefe und Weizen zeigt sich erneut, wie auch die trockene, etwas strohige Bittere der Gerste wird spürbar. Das nimmt dem Bier in gewisser Weise seine Freiheit und Frisch, seinen Alecharakter. Auch der dominierende Eindruck der Staubigkeit manifestiert sich besonders. Oder ist das so eine Art getarnter Rauch?

Bei diesem DIPA fällt es schwer zu sagen, ob die angemerkten "Makel" tatsächlich auch problematisch sind, oder ob es sich hierbei lediglich um Geschmacksfragen handelt. Unabhängig davon, ob man nun Hefenoten im Double IPA als Fehlnoten oder als kreative Abwechslung charakterisiert, empfinde ich das dadurch entstehende Gerüst grundsätzlich als wacklig. Das ganze Bier erscheint noch ein bisschen in der Testphase und könnte definitiv überlegter ausfallen. Es macht eher den Eindruck so ein erster Versuch gen "amerikanisches Strongale" darzustellen. Die Ausmaße, welche Hefe, Gerstenmalz und Weizen annehmen wirken unverhältnismäßig, unkontrolliert und ungewollt. Das Bier tendiert auch grundsätzlich in eine staubige Richtung, staubig und säuerlich mit sehr starker Bitterkeit. Die Aromen sind so zum einen gewollt, zum anderen schießen sie übers Ziel hinaus, zum dritten erscheinen sie nach dem Motto: "Wie geht amerikanisch nochmal? Da muss man bestimmt viel Hopfen reinhauen".
Ich will das Bier nicht schlechtreden, denn es schmeckt ja schon, wirkt aber völlig unüberlegt und prägt durch die extremen Hopfen und die zugleich irgendwie unbalancierten Einflüsse von Malz und Hefe eine gewisse Unkoordiniertheit aus. Die Säure ist dabei noch faszinierend, denn sie erscheint außergewöhnlich fruchtig und gibt so eine sehr saftige Stimmung hinzu, welche aber durch den hohen Alkoholgehalt und die ganze Bittere und Würze gar nicht ausgelebt werden kann.
Insgesamt irgendwie staubig und sauer-saftig, extrem bitter und schwer hefig wie ein Witbier, alkoholisch und von Bitterorange und Maracuja durchzogen. Diese Kombination aus Saftigkeit und Trockenheit ist erstaunlich irritierend. Mir persönlich gefällt sie nicht.
Dieses Double IPA stolpert so ein wenig vor sich hin, schlenkert, taumelt und verläuft sich, hat gerade erst laufen gelernt und versucht, sich zu orientieren. Ich will ihm nicht verbieten, seinen Weg zu gehen, doch bisher kann es mich noch nicht auf seine Seite ziehen. Obwohl es mit Anders Kissmeyer zusammengebraut zu sein scheint, wirkt es unbeholfen. Und trotzdem fällt es mir ganz schwer, dieses Bier einzuschätzen. Es hätte mir viel geholfen, es mit jemandem zusammen zu verkosten.

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