Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Pharaonenbier

  • Typ
  • Alkohol 5.1% vol.
  • Stammwürze 12%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 60% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#21397

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
D
E
60%
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
60% Avatar von Hobbytester

60% Gebraut nach ägyptischen Überlieferungen

Avatar von Hobbytester

Die Zeit der frühen ägyptischen Hochkultur fasziniert die Menschen immer wieder aufs Neue. Wie auf dem Bieretikett zu sehen, gehören hierzu die Pyramiden und die berühmte Totenmaske Tutanchamuns, der von ca. 1332 bis 1323 v. Chr. regierte. Was aber viele schon nicht mehr wissen, ist, dass das Bier eine altmesopotamische, später ägyptische Errungenschaft dieser Jahre ist. Man kann sich die Entdeckung wohl recht unspektakulär vorstellen: Man nehme Brot, das im Wasser vergoren wird. Von der Entdeckung des Hopfens ist man zu diesem Zeitpunkt noch eine Ewigkeit weit entfernt. Interessant finde ich die Jenseitsvorstellungen der damaligen Menschen: Sie wünschen sich eben Brot und Bier nach dem Tod! Das Bier, das ich nun verkoste, ist nach ägyptischen Überlieferungen gebraut, leistet sich aber einen Anachronismus, der wohl auf die Drinkability zurückzuführen ist: Hopfen ist dabei! Das Bier riecht fruchtig frisch, der Antrunk ist zitrusartig.
Im Abgang werden dann die Fruchtaromen ganz gut deutlich, Feigen und Datteln verleihen dem Körper einen orientalischen Anstrich, das ist durchaus elegant. Bitter wird dieses Bier nicht, aber die Fruchtigkeit ist andererseits auch nicht süß, sondern säuerlich und auf angenehme Weise eigenwillig. Interessant ist auch die Tatsache, dass von den Zutaten her ein Zeitzeuge einer anderen Epoche sich hinzugesellt: Emmermalz. Die Hefe hinterlässt klare Eindrücke. Die Fruchtigkeit ist gut gelungen, aber ich hätte schon noch gerne kräftigere Malzaromen. Ansonsten wirkt nämlich ein Bier mit gar nicht so wenig Alkoholgehalt etwas schwachbrüstig. Klarere Abgrenzung sollte gegenüber dem Ginsengbier, das auch im belgischen Ichtegem gebraut wird, schon möglich sein, andererseits schmeckt dieses „Geschichtsforscherbier“ besser als jenes. Auch gefällt das wunderbar weiche und cremige Mundgefühl. Leuchtend gelbe Farbe trifft auf lang bleibenden Schaum. Das Bier ist recht süffig. Bitterkeit ist hier keine passende Kategorie, das Bier ist eher sauer. Es gibt viel Kohlensäure.

Fazit: Es war interessant zu erfahren, wie man bei der Brouwerij Strubbe ein quellenbasiertes ägyptisches Bier braut. Dabei ist es eigentlich völlig unerheblich, ob es bis in die letzte Konsequenz historisch akkurat zugeht. Es schmeckt eigenwillig und interessant, dabei ist es nicht so wässrig wie das Ginsengbier der gleichen Brauerei. Etwas für den Alltag ist es definitiv nicht, sondern eher eine Kuriosität für Biernerds wie mich, vor deren geistigem Auge biertrinkende alte Ägypter auftauchen.

Bewertet am