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Beer like star Ostheimer Bürgerbräu Vollbier

  • Typ Untergärig, Helles
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 67% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 4 Rezensionen

#19930

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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67%
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
81% Avatar von Felix
75% Avatar von ren1529
64% Avatar von deadparrot
63% Avatar von Schluckspecht
50% Avatar von remus456

63% Bio - logisch!

Avatar von Schluckspecht

Das Vollbier zeigt sich kristallklar, perlig sprudelnd und tief golden bis hinein in ein kräftiges Orange. Von der lockeren, offenporigen, weißen Schaumkrone ist jedoch nicht viel zu sehen - und das bisschen, was es zu sehen gibt, verschwindet leider recht schnell restlos.

Es riecht sehr malzig und ausgesprochen kräftig würzig, wie etwa nach Muskatnuss. Entsprechend malzig gerät auch der stämmige, kohlensäurestarke Antrunk mit fruchtiger Tendenz. Bis hin zum etwas seifigen, süßlich werdenden Körper gewinnt das Vollbier deutlich an Fahrt und wird ausgeprägt würzig, sogar leicht pfeffrig. Der Aromahopfen bleibt jedoch sehr mild und verliert schnell an Aroma. Überraschend erfolgt also die Einleitung in den viel zu frühen Abgang, der sich noch an der Würzigkeit festklammert und ein wenig an den Alkoholgehalt von 5,2 % erinnert.

Nach dem kurzen Abgang verbleibt der extrem würzige Nachhall mit gewisser Bitternote, der nicht so recht verfliegen mag, sich jedoch geschmacklich leider nicht weiter variiert. So wird der nächste Antrunk ersehnt, der Nachgeschmack stößt auf wenig Gegenliebe.

Eine gewisse Frische lässt sich nicht wegdiskutieren, jedoch irritiert die ausgeprägte Würzigkeit und die leichte Seifigkeit im Körper. Das Bier erscheint leider nicht so rund, wie es beworben wird. Insbesondere der viel zu kurze, zu früh in den Vordergrund tretende Abgang verhindert einen harmonischen Genuss.

Fazit:

Trotz guter Anleihen - Herkunft, Brauereiprozess, Zutaten - ernüchtert das Ergebnis ein wenig. Das Aroma gerät kräftig und äußerst interessant, vermag es jedoch auch ein wenig zu irritieren. Besonders dieses „Seifige“ stört und ruiniert ein ansonsten außergewöhnliches Bier. Der Aromahopfen setzt zudem bisweilen strenge Geschmacksnoten an.

Bewertet am

75% Rezension zum Ostheimer Bürgerbräu Vollbier

Avatar von ren1529

Gekauft habe ich dieses Bier wegen der Aufschrift "100% Aromahopfen". In dieser Hinsicht wurde ich total enttäuscht. Von Hopfenaroma merke ich hier kaum etwas. Dennoch ist das Ostheim Bürgerbräu Vollbier ein sehr leckeres, malziges Bier. Kein anspruchsvolles, komplexes Bier, dafür aber ein herrlich rundes, süffiges.

Bewertet am

64% Unkompliziertes, dicht gepacktes Helles

Avatar von deadparrot

Viele Worte möchte ich zu diesem Bier gar nicht verlieren: Es ist lecker. Es ist unprätentiös, unkompliziert und schmackhaft. Der Körper ist schön dicht und komplex geb(r)aut, ohne dabei zu überfordern; die Malznoten überwiegen, im Abgang kommt eine leichte, angenehme Bitterkeit zum Vorschein. Alles in allem ist dieses Bier zwar durchaus süffig, allerdings aromatisch so interessant gestaltet, dass man doch lieber bei dem einen oder anderen Aroma verweilen möchte, als es einfach so wegzutrinken: Entsprechend schwer gestaltet sich denn auch der Körper, schafft es aber dennoch, schön erfrischend blumig zu bleiben.

Bewertet am

81% Rezension zum Ostheimer Bürgerbräu Vollbier

Avatar von Felix

Das Ostheimer Bürger aus 100% Aromahopfen und komplett aus Zutaten aus der Umgebung Franken, zusätzlich dazu auch noch Bio, das ist ein guter Start, der viel verspricht.

Die Farbe des Suds tendiert ganz leicht nur ins Orangene.

Der Geruch gibt viel Hopfen von angenehm blumiger Süße und eine weiche, aber nicht zu aufdringliche Hanfigkeit her. Das Bier macht einen frischen und süffigen Eindruck, ohne wässrig zu erscheinen.

Der Einstieg gibt eine angenehme Tiefe her, ohne sehr komplex zu sein. Das Bier schmeckt durchgängig strohig, trocken, aber auch leicht fruchtig und hopfig. Das Bier hat zarte Ideen von Rosenwasser und süßem Zitrusfrüchten - noch nicht soweit, dass ich hier von Mandarine reden könnte, aber in diese Richtung gehend. Grundtenor ist jedoch strohig und trockensüß.

Der Körper ist hervorragend gemacht. Selten hat man bei einem klassischen Hellen aus dem bayerischen Raum einen solch dichten, süßen und abgeschmeckten Körper, der süffig bleibt, erfrischend ist, aber viel Gewicht zeigt. Das Bier ist voll und durchaus aus malzig und satt, das mundgefühl ist angenehm sanft und füllig.

Der Abgang schließt sich nahtlos an den Einstieg an, zeigt aber hier und da andersartige Nuancen. Grundsätzlich bleibt er trocken, süß, blumig, leicht fruchtig-hopfig. Trotzdem mischen sich zwischen Hanfnote, Blütensüße und Stroh beim Ausblasen durch die Nase noch würzige Aromen mit rein. Das Bier ist mit dem Wort feinwürzig - zur Abwechslung des Marktes - einmal wirklich treffend umschrieben.

Das Vollbier von Ostheimer Bürgerbräu ist ein wunderbares Untergäriges, das mir von vorn bis hinten gut gefällt.
Das Bier ist einfach und gelassen, macht einen entspannten Eindruck und bietet dabei sowohl stringente Kontingenz wie auch Abwechslungsreichtum. Trotzdem ist es aromatisch nicht ungewöhnlich oder fällt aus dem Rahmen, dieses Bier ist unauffällig und dabei doch an allen Ecken wunderbar gemacht.
Die Aromahopfung kommt definitiv durch, zeigt blumige Süße mit Tendenz zur Fruchtigkeit, könnte zwar noch stärker sein, tut sein Werk aber wirklich toll. Aromatisch wird hier mit klassischen Noten von Stroh, Hanf und Hopfenwürze gespielt, das Bier geht keine völlig ungewöhnlichen Wege, doch kann es das "Gewöhnliche" hervorragend gut zusammenführen und verdichten, sodass seine Präsentation letztlich ungewöhnlich wird. Ein bisschen tiefere Aromatik hätte jedoch noch möglich sein können, da bin ich sicher.
Der Körper ist genial und verdient höchstes Lob. Das Bier ist dicht und füllig in der Textur und gibt ein sehr angenehmes Mundgefühl ab, das umschmeichelt wirkt. Der dicke, süßliche Körper lässt aber noch genügend Raum für angenehm feine Prickligkeit der gelungenen Rezenz. Eine wirklich grandiose Übereinkunft.
Schließlich mündet das Bier in einen weichen, trocken-süß-würzigen Abgang mit Nachdruck ohne zu pressen. Die Bittere ist eher verhalten, aber die Aromatik zeigt Konsistenz, was sehr für die Qualität des Sudes spricht.
Das Vollbier gefällt mir wirklich sehr gut. Vor allem besteht es den wichtigsten Test: Trinkt man einfach einen Schluck, ohne groß darüber nachzudenken, lässt man ihm Freiheit und Luft, sich zu präsentieren und stellt alles Analytische ein, ist es einfach total lecker und überzeugend.
Ein Bier, das es überhaupt nicht nötig hat, groß ungewöhnlich zu sein.

Bewertet am