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Beer like star Ørbæk Indian Pale Ale

  • Typ
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 72% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 1 Rezension

Das Bier Ørbæk Indian Pale Ale wird hier als Produktbild gezeigt.
#8962

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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Florian
81% Avatar von Tobieras
79% Avatar von Florian
72% Avatar von MichaelF
67% Avatar von Felix
60% Avatar von maui

67% Rezension zum Ørbæk Indian Pale Ale

Avatar von Felix

Das Bio-IPA von Orbaek ist leicht trüb und sattgold. Die Schaumbildung ist erstklassig, fein und cremig.

Im Geruch zeigt es sich nicht so sehr als Hopfenkanone, weist aber dennoch die klassischen IPA-Töne auf. Es riecht frisch und fruchtig, weniger stark nach einer Frucht-Colada wie so manche Amerikaner, als vielmehr lieblich-fruchtig nach Pfirsich, Mandarine und Mango. Der Hopfen ist wunderbar weich und vordergründig, das Malz zieht einen dichten Teppich, der nicht zu schwer wird.
Im Geruch macht das Bier einen harmonischen Eindruck, ohne an IPA-Charakter zu verlieren. Es gefällt mir ziemlich gut.

Im Antrunk machen dann die getreidigen Noten auf und stellen sich neben die Fruchtschalenbittere der Hopfensorten. Das Bier schmeckt nach Heu und Maracuja, etwas Orangenschale und süßer Mandarine. Es stellt einen ordentlichen Bezug zum Geruch her, kann dessen Harmonie aber leider nicht tragen. Die Aromen stumpfen ab, werden von Bitternoten dominiert.

Die Textur ist eher Pale Ale-artig. Bei knappen 5%ABV wird hier dann auch klar, dass die Bezeichnung IPA irreführend ist. Lediglich die intensive Hopfung und die noch stärkeren Malze weisen darauf hin. Am Alkohol hätte ich nicht gespart, denn so kann das Ale die Erwartungen des Duftes körperlich nicht decken - jedenfalls nicht, wenn es langsam genossen wird, da es leider zu schnell an Rezenz verliert. Dennoch zeigt es viele dicke Malze, die aber leider auch eher wie ein untauglicher Ersatz für den Alkohol wirken.

Der Nachtrunk bietet Fruchtschalenbittere und hopfig-getreidige Noten. Die Fruchtnoten sind toll präsent, weil sie noch immer nicht kippen und zu intensiv werden, ihre Farbigkeit im Aroma zieht sich gleichmäßig vom Duft bis weit in den Abgang hinein. Die Verbindung von sanft-süßer Mandarine und herbbitterer Orangenschale, die leichten Einschlägen tropischer Früchte und gleichzeitig die mitteleuropäisch deftigen Getreide- und Heunoten machen dieses Bier enorm ausgewogen und selbstbewusst.
Der Makel liegt hierbei in der etwas übertrieben formulierten Bittere, die bereits zu früh einsetzt und durch die Entwicklung ganz zuletzt den sanften Fruchtklängen dazwischenfunkt.

Das IPA von Orbaek überzeugt mich insgesamt. In erster Linie, weil es endlich mal ein grundsolides, schönes, ästhetisch-schwungvollen India Pale Ale ist, das es überhaupt nicht nötig hat, mit viel zu protzigen Noten exotischer Früchte und einer völlig überladenen Bittere um sich zu werfen, aber trotzdem nicht die angenehmen Fruchtsaftnoten vernachlässigt, die uns doch alle zu diesem Stil geführt haben.
Gut gefällt mir auch der europäische Einfluss von Lagernoten, der sich immer wieder ergänzend in die Alearomen mischt.
Die Ansätze dieses IPAs sind so gesehen ganz in meinem Interesse, dennoch hapert es noch an der einen oder anderen Stelle. Die Bittere ist zwar nicht zu stark, aber von der Textur her etwas zu breit geworden, womit sie die Fruchtnoten in ihrer Lieblichkeit stört. Das führt dazu, dass das Ale trotz der spritzigen 5%ABV seine Leichtigkeit etwas einbüßt. Hierbei kommt dann auch noch die schwindende Rezenz hinzu. Das IPA könnte noch direkter sein, mehr einer Linie folgen. Die Malznoten sind stark ausgebaut, was aber zu den vor Leichtfüßigkeit strotzenden Volumenprozenten nicht mehr ganz konform rüberkommt. Es wird nicht deutlich ob das Bier leicht und harmonisch elegant oder doch dicht und bittertönig sein möchte.
Diese Unebenheit könnte noch glattgearbeitet werden, doch finde ich den Weg, den das Bier einschlägt bereits verheißungsvoll. Ich würde mir weit mehr Pale Ales in dieser Art wünschen; Biere, die keine Kanonen sein wollen, sondern mit Eleganz und Rafinesse feine Ausprägungen anbieten, die zielorientiert arbeiten und denen man das Selbstbewusstsein anschmeckt. Auch wenn dieses Bier dahin noch einen weiten Weg hat wird sein Bestreben deutlich.
Danke, Orbaek für diesen gelungen neuen Einblick in diesen eigentlich schon so festgefahrenen Stil.

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