Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Omnipollo Mazarin

  • Typ Obergärig, Pale Ale
  • Alkohol 5.6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 82% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#23161

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
82%
C
D
E
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
82% Avatar von Felix

82% Rezension zum Omnipollo Mazarin

Avatar von Felix

Eher dunkleres, verrucht erscheinendes Pale Ale. Zeigt sich in saftigem Rot mit sehr guter Schaumbildung und einer bemerkbaren Menge an Kohlensäure.

Der Duft ist hinreißend fruchtig, wie man es auch bei den allermeisten Amerikanern nicht findet. Hier zeigt sich noch keinerlei Bitterkeit, dafür ganz klare Orange, süßer Blutorangensaft und cremige Mango. Hervorragend sind diese Noten präsentiert. Ungewöhnliche, süßigkeitenähnliche Subnoten bestimmen ihre Orientierung.

Im Mund entstehen sofort Bitterkeit und Trockenheit, deren Aroma irritierend anders ist, kerniger, kaum pflanzlich, sondern eher würzig; getreidig doch nicht minder herb und mit erdigen Facetten. Auf der Flasche selbst ist es nicht zu lesen, doch ich habe davon gehört, dass dieses Pale Ale mit Hafer gebraut sein soll. Das ist definitiv etwas, was man vermuten könnte, wenn man es nicht weiß. Der Geschmack ist sofort ziemlich bitter, erinnert an die Blutorange, deren Schale hier durchkommt, rein, erdig und herb.

Der Körper ist überdurchschnittlich schwer. Eine vergleichsweise bauschige bis cremige Textur bietet hier viel Körper. Die Kohlensäure vergeht im Laufe der Zeit spürbar, ist aber nie ganz weg. Das Bier sprudelt stark auf und die so kräftige Fülle suggeriert eher ein IPA als ein Pale Ale.

Der Abgang zeigt eine angenehme Balance zwischen sehr bitterer Hopfung und aber aromatischer Zurückhaltung. Durchaus hätte das Bier gerade zum Ende hin noch spürbarer die Noten des Duftes wiederaufgreifen können. Ich glaube, dann wäre ich sehr geneigt gewesen, hier ohne viel nachzudenken, in den höchsten Tönen zu loben. So zeigt es einen kräftig trockenen Abgang, ohne vollkommen zu übertreiben.

Das Oatmeal Pale Ale von Omnipollo überrascht mich definitiv mit einer tollen Brauleistung. Es hebt sich in mehrererlei Punkten von so manchem anderen Pale Ale ab.
Durch den Haferzusatz gewinnt das Bier exakt das, was auch bei Oatmeal Stouts so verführerisch ist: der Sud bekommt eine gewisse Schwere. Gerade bei diesem Pale Ale ist das wegen der so klaren Aromatik eine tolle Bereicherung. Die Hopfensorten geben reine Blutorange, Orangenschale und Mango ab, wie man es selten so verführerisch erlebt. Und der Hafer gibt sogar noch sein ganz spezielles Aroma hinzu, das hier überraschend spürbar zutage tritt. Es bereichert die Saftigkeit der Früchte mit getreidiger Würze und einer gewissen Kernigkeit.
Im Mund übernimmt er sogar die Aromatik und vermengt sich mit der nun doch ziemlich rabiaten Bitterkeit des Hopfens. Schwere und Herbe kommen zusammen und beweisen, dass auch das möglich ist. Trotzdem empfinde ich diese Bitterkeit als zu stark und damit als ernüchternd. Lieber hätte ich hier eine feinere Fortführung von den himmlischen Fruchtsaftnoten gekostet.
Der Körper ist damit mehr als ungewöhnlich, weil er voll, cremig, saftig und konzentriert zugleich erscheint. Er verhält sich wie eine Wegkreuzung, bei der man als Wanderer durchaus die Wahl erhält, sich eine Route auszusuchen.
Letztlich wird die Trockenheit leider doch ein bisschen übermütig und übertrumpft das so kreative Spiel von Hafer und Fruchtsäften. Das Bier vergeht in beißend erdiger Maracujaschale und ist in Anbetracht der Kohlensäure vielleicht schon etwas zu schwer geraten.
Ich bin sehr erstaunt über diesen Sud, der mein Interesse an den Brauern, aber auch eine kleine Begeisterung geweckt hat. Dieses Pale Ale ist außergewöhnlich gut, eben weil es neben den so typischen American Pale Ale-Charakteristika noch deutlich mehr drauf hat. Die Ausgewogenheit des saftigen Duftes und die Innovation der Textur haben mich überzeugen können. Gerade die diskutierbare Trockenheit macht das Bier zu etwas sehr ungewöhnlichem.
Ich empfehle dieses Bier als Essensbegleiter in kleineren Mengen zu traditionell indischen oder persischen Gerichten.

Bewertet am