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Beer like star North Coast Old Rasputin Russian Imperial Stout

  • Typ Obergärig, Imperial Stout
  • Alkohol 9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 68% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 3 Rezensionen

#23930

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
81% Avatar von FBier
78% Avatar von Bierkules
75% Avatar von Felix
38% Avatar von Biertester84 aus GE

38% Ahhhhhhhhhhhh

Avatar von Biertester84 aus GE

Vorab, auch Geschmack ist Geschmacksache :). Hier kann ich nur sagen, ich trinke mich durch viele verschiedene Biersorten aber dieses hat zumindest ein Alleinstellungsmerkmal: nach 2 Schluck weggekippt.
Es war mir a viel zu stark und b eine reine Salmiak Bombe.

Bewertet am

81% Die dunkle Seite der Macht...

Avatar von FBier

Schwarz mit minimalen brauntönen liegt das Bier schon optisch schwer im Glas. Der dichtporige, braune Schaum ist sogar eine ganze Zeit haltbar. Im Geruch wird man von sehr kräftigen Röstmalznoten begrüßt, die an Kaffeebohnen und dunkle Schokolade erinnern. Würziges Getreide, sowie Vanille ist ebenso zu erschnuppern. Der Geschmack geht in eine ähnliche Richtung: Sehr bittere Schokolade dominiert, wird aber von würzigeren Tönen unterstützt. Süße blitzt vor allem im Antrunk auf – im schokoladigen Anteil. Danach nimmt die kräftige Kaffee-Bittere immer weiter zu und wird im Abgang sogar von bitteren Hopfennoten unterstützt. Die Süße ist jetzt gänzlich verschwunden. Das Bier schafft es dabei enorm rund zu bleiben. Obwohl dies hier wirklich ein schweres Geschützt ist, schmeckt der Alkohol nicht vor, sondern wärmt lediglich nach. Der Imperial Stout ist dickflüssig, aber eher sämig als ölig. Mir hat das sehr gut gefallen. Zusammen mit der milden, aber spürbaren Kohlensäure steigert es meiner Meinung nach die Trinkbarkeit. Nach einem Bier ist hier aber ganz klar Schluss. Dazu ist der kräftige Geschmack dann irgendwann zu überwältigend. Vom Alkohol ganz zu schweigen…

Bewertet am

75% Rezension zum North Coast Old Rasputin Russian Imperial Stout

Avatar von Felix

Tiefdunkles Stout mit cremiger, mokkafarbener, flacher Blume.

Der Duft ist tief wie die Weite des Nachthimmels über dem Meer mit vereinzelten Sternen. Dunkler Schokoladenschmelz, warme Zartbitterkouvertüre und Rohrzucker, herber, aber feiner Espresso und hopfige Blumigkeit auf Ahornsirup. Das Stout hat ein sehr dichtes und süßes Aroma und zeigt sich äußerst intensiv.

Im Geschmack ist der Sud unwahrscheinlich säuerlich und bittersüß. Gezuckerter Kaffee kommt hier auf mit einer sich ellenlang ziehenden Säuerlichkeit, die Sekunden braucht, um sich würgeschlangenartig um die Zunge bis in den Gaumen zu wickeln. Doch darunter liegt eine röstig-buttrige, die zwar nicht geschmacklich, doch aber texturell Ahornsirup sehr nahe kommt. Auch Bitterkeit ist von vornherein sehr präsent, aber gemäßigt und eingebunden. Ich bin durchaus überwältigt von einer so balancierten Wucht aus Süße, Bittere und Säuerlichkeit.

Der Körper ist kaum anders als mit "Wow" zu beschreiben. So sehr "Wow", dass ich noch gar nicht weiß, wie ich das zu bewerten habe. Das Old Rasputin ist wirklich unwahrscheinlich sirupig. Die Textur erinnert an angewärmte Milch mit Honig. Die Kohlensäure ist in Ordnung, doch nicht großartig auffallend.

Der Abgang des Old Rasputin ist etwas alkoholisch mit ein bisschen zu starker Note - durchaus lässt sich dieses Bier einige Zeit im Keller nachreifen. Man sollte die Flasche vielleicht nicht zu früh öffnen, denn es kann so einige Jahre verkraften. Sauerteigbrot, geröstete Walnüsse und Kakao erwarten einen im Abgang, der noch immer von einer Spur Säure gezeichnet bleibt.

Das Old Rasputin - das einzig wahre, erste Rasputin! - ist ein Bier, von dem ich sofort verstehe, wieso es in die junge Geschichte eingegangen ist. Es zeigt ein überwältigendes Trinkerlebnis, das vor allem durch den unfassbar dicken, doch nicht klebrigen, sondern eher milchigen Körper gekennzeichnet ist. Die Textur des Bieres macht es einem schon fast schwer, es zu schlucken, saugt auch einiges an Aroma in sich auf. Dennoch verbleibt so viel Aroma, dass ich keineswegs enttäuscht bin.
Das Rasputin riecht und schmeckt intensiv nach Bitterschokolade, nach Kakao und Espresso mit Zucker; es zeigt dabei noch tiefsüße Noten von Ahornsirup oder Vanille, sowie einer blumigen Hopfung, die aber weniger im Duft, als vielmehr im Geschmack durchkommt. Es würde mich sehr interessieren, welche Hopfensorten hier verwendet sind. Interessanterweise erinnert mich das Bier stilistisch vor allem an die sehr starken deutschen Imperial Stouts, die jedoch deutlich jünger sind. Auch der noch ungezähmte Alkohol passt eher zu einem Propeller Nachtflug oder einem Schönramer Imperial Stout. Beim Old Rasputin habe ich ihn jedoch nicht erwartet.
Für mich ist der Einstieg schon zu abrupt würzig und der Abgang durch Alkohol und Hopfung etwas zu bitter geraten. Der Körper saugt bis dahin die ganze Süße aus dem Bier, die im Nachtrunk durchaus irgendwie fehlt. So könnte man das Bier auch als in jeder Trinkphase irgendwie nicht ganz sinnvoll erachten.
Dennoch verhält sich der Sud wie ein echt edles Nobel-Produkt und sofort wird die Bekanntheit verständlich. Ich persönlich finde es nicht so gelungen wie vielleicht so manch anderes Imperial Stout, gebe aber trotzdem zu, dass es mich zumindest im ersten Moment sehr überrascht und überwältigt hat. Es bringt eine unheimliche Kraft auf, die man auch mögen muss. Mir ist es aber zu wenig feinsinnig und eine ganze Flasche davon zu trinken erscheint mir schwierig.

Bewertet am