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Beer like star Nörten-Hardenberger Bock

  • Typ Untergärig, Bock
  • Alkohol 6.9% vol.
  • Stammwürze 16.3%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 50% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#14418

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
57% Avatar von Schluckspecht
43% Avatar von deadparrot

43% Rezension zum Nörten-Hardenberger Bock

Avatar von deadparrot

Das Bier hat die Farbe von Eistee, etwas dunkler vielleicht; schon beim Eingießen präsentiert es sich stark sprudelig. Nach Erbrochenem riecht es für meine Begriffe nicht gerade, wenngleich es sich eher diffus malzig-kräuterhaft und nicht unbedingt besonders einladend zeigt. Im Antrunk kommt eine dumpfe, etwas muffige Facette wie von Apfelkompott hinzu, auf der Zunge entwickelt sich eine alkoholisch-bittere Note. Darunter liegt durchaus ein wenig Menthol - ich finde Schluckspechts Kräuterschnaps-Vergleich gar nicht einmal unangebracht, wenngleich ich das Aroma, geprägt von kantig alkoholischen und nur entfernt malzigen Noten, als eher sperrig empfinde. Die Alkoholnote ist nicht wegzudiskutieren, mit jedem Schluck wird sie stärker und unangenehmer. Es gibt nicht genügend aromatische Substanz, um sie in Schach zu halten.

Leichte Röstmalzimpulse im Abgang überraschen mich, da sie sich kaum ins bisherige aromatische Bild einfügen wollen. Davon abgesehen fällt der Abgang ziemlich verhalten aus, lässt kurz neben Röstmalz wiederum Kräutergeschmack aufblitzen, um dann in alkoholischer Bitterkeit zu versinken.

Alles in allem ist dieser Bock für mich viel zu kantig, zu unrund, zu sperrig. Es fehlt ihm nicht nur an Malzaroma, sondern grundsätzlich an Balance und an Charakter. Er vermittelt nichts von der gediegenen Ruhe und Wärme, die ein gutes Bockbier ausstrahlt.

Bewertet am

57% Kräuter und Alkohol

Avatar von Schluckspecht

Aus der MARTINI-Brauerei in Kassel kommt mein nächstes Testobjekt: Das Nörten-Hardenberger Bock. Bersteinfarben, ölig - ja, fast schon wie Waldhonig - präsentiert es sich im Glas und zeigt dabei eine ausreichend stabile, feinporige Schaumkrone.

Der Geruch überzeugt mich weniger: Es erinnert an Erbrochenem, sehr süß wie Honig, aber gleichzeitig auch würzig und fuselig. Nach kurzer Zeit verfliegt aber der negative Eindruck und legt die Nase frei für einen süß-fruchtig-kräuterigen Duft. Da ist Apfel und etwas Menthol im Spiel. Außerordentlich leicht, irgendwie unerwartet, steigt das Bockbier. Das Malzaroma verhält sich mild und glücklicherweise nicht zu süß. Auch der Körper bleibt für ein Bockbier mit 6,9 % ABV ausgesprochen schlank - das ist erst mal keine Kritik, denn bis hierhin benimmt sich das Nörten-Hardenberger Bock harmonisch und freundlich. Apfel, Vanille und Karamell zeigen sich. Die Alkoholnote ist präsent, aber akzeptabel eingebunden und daher kaum störend. Im Abgang lauert sie dann wieder, diese Kräuternote - in Begleitung mit subtilen Röstmalzaromen. Ich fühle mich an Kräuterschnaps erinnert. Dafür muss man nun ein Freund sein, aber das Bockbier verhält sich äußerst zugänglich und weitgehend harmonisch. Das an Menthol und andere Kräuter erinnernde Aroma wurde mehr als rechtzeitig angekündigt. Defintiv kann man sagen, dass das Bockbier zunächst etwas Gewöhnung bedarf. Süffig ist das Bockbier allenfalls auf normalem Niveau.

Frisch aus dem Kühlschrank und damit gut gekühlt wurde getestet, wobei das Bockbier im Vorab-Test bei etwas höherer Trinktemperatur auch nicht den schlechtesten Eindruck machte. Bockbiere vertragen gern eine etwas höhere Temperatur und kommen dann nicht selten besser zur Geltung. Zumindest würde es den hier weniger mächtigen Körper erklären.

Fazit:

Das kräftige Kräuteraroma ist absolut interessant - ein Bock kann also mehr als nur karamellbetonte Süffigkeit! Der Geschmack wirkt dadurch sehr erfrischend und gewissermaßen auch bockbieruntypisch, wenn man mal vom im Abgang dominanten Alkohol absehen mag. Trotz allem ist dieser Bock also kein Bier der Spitzenklasse. Der verwöhnte Bockbierfreund wird ausgeprägtere Malztöne vermissen und sieht sich etwas im Konflikt mit dem kantigen Abgang. Ich finde dieses Bockbier aber gar nicht mal so verkehrt.

Bewertet am