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Beer like star Neuzeller Kloster-Bräu Stout Beer 1722

  • Typ Imperial Porter
  • Alkohol 8.1% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 80% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#26400

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
88% Avatar von Dunkel-Fhyrst
88% Avatar von Schluckspecht
64% Avatar von deadparrot

88% Viel Alkohol gefährlich lecker verpackt

Avatar von Schluckspecht

Optisch kann man dem Neuzeller Kloster-Bräu Stout Beer 1722 wirklich wenig vorwerfen: Schön tiefschwarz ist es und nur im Gegenlicht leuchtet es dunkelrot. Dazu zeigt sich der beigefarbene Schaum von seiner besten Seite, ist üppig vertreten und stabil. Toller Schaum, tolle Farbe.

Der Duft ist verführerisch und komplex. Meine ersten Gedanken sind Schokolade, Vanille und Malzkaffee. Auch Holznoten sind vertreten. Es riecht kein bisschen nach 8,1 % Alkoholgehalt, vielleicht nach der Hälfte. Samtig und röstmalzig legt das Stout los, serviert hinter den schokoladigen, kaffeeähnlichen Aromen Noten von roten Früchten. Der Körper ist vergleichsweise mild und leicht, auch hier bleibt der Alkoholgehalt unentdeckt. Lecker, leicht fruchtig und nach wie vor malzig und röstaromatisch klingt das Imperial Porter ordentlich süffig und leicht holzig aus. Der Hopfen ist ideal darauf abgestimmt. Im Nachgeschmack kommen Noten von frischer Brotkruste und salzigem Lakritz hinzu, da muss ich deadparrot zustimmen.

Mir schmeckt das feinnervige, komplexe Stout Beer 1722 wirklich hervorragend. Aber darf ein Imperial Porter wirklich so mild und süffig sein? Historisch betrachtet, hätten die Hafenarbeiter an diesem Bier die größte Freude. Eine Röstmalzbombe ist es nicht, dafür sind andere Stouts zuständig. Harmonisch ist es sondergleichen. Es ist eher das große Ganze, das mich hier fasziniert.

Bewertet am

64% Rezension zum Neuzeller Kloster-Bräu Stout Beer 1722

Avatar von deadparrot

"Ein tiefschwarzes kräftiges Stout" verspricht das Etikett. Das "Standard"-Porter aus dem gleichen Hause hat mir sehr gut gefallen. Mal sehen, wie sich das "Imperial Porter" im Test schlägt. Tiefschwarz ist es in der Tat, und schon beim Öffnen der Flasche schlagen mir kräftige dunkle und holzige Aromen entgegen. Da kündigt sich ein Schwergewicht an. Auch etwas Vanille liegt mit in diesem Duft.

Auf der Zunge ist das 1722 dagegen erstaunlich leicht, die 8,1% Alkohol sind gut verpackt. Der Geschmack ist, wie zu erwarten, in erster Linie malzig. Mit rauchigen Aromen hält sich das Bier aber zurück, und auch übermäßig röstig ist das Aroma nicht. Ich empfinde dieses Porter als vorrangig salzig sowie holzig, wie das Aroma von einem Eichenfass. Meines Erachtens ist dieses Bier für seinen Braustil noch viel zu zurückhaltend, ich möchte fast den Begriff "schlank" verwenden, um diesen Körper zu beschreiben, auch wenn das angesichts des Alkoholgehalts bizarr erscheinen mag. Gerade im Vergleich mit so manchen polnischen Konkurrenten, wie z.B. dem Zywiec Porter oder dem Kormoran Warminski, ist dieses Bier ein echtes Understatement - um es positiv zu formulieren. Ich hätte mich über intensivere und vielfältigere Aromen gefreut. Auch die für ein Bier dieses Kalibers recht großzügig vorhandene Kohlensäure will sich nicht so recht ins Gesamtbild einfügen.

Um nicht allzu negativ zu klingen - denn um ein schlechtes Bier handelt es sich hier nun wirklich auch wieder nicht - will ich bemerken, dass das 1722 die Themen, die es einführt, konsequent abarbeitet. Es ist nun einmal weit entfernt von den Röstkaffee- und Bitterschokoladennoten, die andere Vertreter seiner Art kennzeichnen, und beschränkt sich auf das Herbe, Salzige, das mich irgendwie an Meeresluft denken lässt und manch anderen Rezensenten mit unterschiedlichen persönlichen Präferenzen vielleicht viel eher überzeugen wird als die eben genannten Geschmacksrichtungen.

Im Nachhall kommen schließlich röstige, brotige Aromen deutlicher hervor: Das gefällt mir am 1722 eigentlich am besten. Nach einiger Zeit verbleibt auf der Zunge ein Nachgeschmack wie von salzigem Lakritz und von dunkler Brotkruste. Summa summarum bin ich von dem Imperial Porter aus Neuzelle weniger angetan als von seinem "kleinen Bruder", dem Porter aus derselben Brauerei. Wer in der Liga der noch kräftigeren Baltic Porters fündig werden möchte, dem sei nahegelegt, Brandenburg hinter sich zu lassen und die Oder zu überqueren. Zwei konkrete Empfehlungen habe ich im Zuge dieser Rezension schon gemacht.

Bewertet am