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Beer like star Neuzeller Kloster-Bräu Gourmet Pilsner

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 59% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#20741

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Basierend auf 1 Bewertung von Dirk
77% Avatar von Dirk
42% Avatar von deadparrot

42% Rezension zum Neuzeller Kloster-Bräu Gourmet Pilsner

Avatar von deadparrot

Ein "Gourmet" Pilsner also, aha! Heißt das, dass ich kein Feinschmecker bin, wenn's mir nicht schmeckt? Den Begriff "Cuvée", der auf dem Etikett zusammen mit dem Wort "Prestige" auftaucht, kenne ich bislang auch nur im Zusammenhang mit Wein und nicht mit Bier. Und was, liebe Neuzeller Klosterbrauerei, hat dieser Hummer auf dem Etikett verloren? Selten habe ich ein so prätentiös vermarktetes Bier erlebt. Das ist von Satire schon beinahe nicht mehr zu unterscheiden. Wie dem auch sei, die Marketingstrategie ist aufgegangen und ich habe eine Flasche gekauft. Zum stolzen Preis von 1,69€ für den halben Liter.

Etwas voreingenommen also gieße ich das Bier ins Gourmetglas und freue mich über die schöne, strahlend goldene Farbe; weniger über den plump getreidigen und etwas erdigen Geruch. Für ein Pilsner riecht das viel zu malzig. Der Antrunk ist süß und breit malzig, dazu kommt ein Aroma wie von gesüßtem Apfelmus. Kräuterhafte oder grasige Aromen, wie ich sie bei einem Pils schätze, sind nicht festzustellen.

Das Bier hat ausreichend Kohlensäure und ist durchaus vollmundig, aber geschmacklich ist es ziemlich eindimensional, um nicht zu sagen langweilig. Malzig und dabei erdig, auf Dauer auch etwas muffig steht das Aroma im Raum, doch darüber hinaus passiert nichts, auch im Abgang und Nachgeschmack tut sich keine geschmackliche Entwicklung auf. Ich kann mich durchaus auch mit malzbetonten Pilsnern im böhmischen Stil anfreunden, aber die Art von Malzaromatik, die dieses Bier anbietet, ist plump, wenig "bierig", unnötig schwer, und lässt das Bier wenig süffig erscheinen.

Es fehlt darüber hinaus, vor allem im Abgang, eindeutig an Hopfenaromatik! Wo ist die Herbe, die zu einem Pils einfach dazugehört? Insbesondere wenn im Einstieg eine so malzig-süße Aromenpalette präsentiert wird, muss nach hinten hinaus einfach ein klarer Kontrapunkt gesetzt werden. Was hier geboten wird, grenzt beinahe schon an Themaverfehlung. Die Art von Bitterkeit, die sich feststellen lässt, wächst in der Tat, wie Dirk beschrieben hat, aus der vorhergehenden Süße heraus, dabei setzt sie jedoch keinerlei Akzente. Mir reicht das nicht. Ich empfinde das Resultat als unbalanciert. Der Nachgeschmack ist unschön getreidig und ansonsten uninteressant.

Das wäre alles in allem gerade noch ausreichend - wenn das Bier die Hälfte seines Preises kosten würde. Keinem Hummer würde ich es antun, zusammen mit diesem Getränk verspeist zu werden. Dieses bestenfalls durchschnittliche Bier als Produkt für Feinschmecker zu vermarkten, grenzt an Unverschämtheit.

Bewertet am

77% Rezension zum Neuzeller Kloster-Bräu Gourmet Pilsner

Avatar von Dirk

Ein kräftiges Altgold fließt ins Glas, von weißem Schaum gekrönt.

In der Nase ist das Gourmet Pilsner eher verhalten. Es tendiert deutlich Richtung Süße, erinnert an einen sehr reifen Apfel. Auch eine leichte Trockenheit deutet sich an, sanfte Zitrusnoten unterstreichen die Frische.

An der Zunge bemerkt man zunächst die kribbelig-aggressive Perlage. Diese lockert den zwar schlanken, aber weichmalzigen Körper deutlich auf und betont eine gewisse Schärfe in dem sonst zuckrig-süßbetonten Einstieg, der wiederum von Zitrusnoten unterlegt ist.

Die Bitterkeit, schon im Einstieg kräuterhaft anklingend, ist dann im Abgang gut getroffen. Sie entwickelt sich langsam aus der recht lange am Gaumen haftenden Süße heraus und steigert sich zu angenehmer, kreidig-trockener Intensität. Zudem klingt sie lange nach, ohne aufdringlich zu wirken und verdrängt die erst ganz tief im Rachen vollends.

Bewertet am