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Beer like star Mittenwalder Karwendel Hell

  • Typ Untergärig, Helles
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 10 Bewertungen und 5 Rezensionen

#2042

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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69%
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Bewertungsdetails
Basierend auf 10 Bewertungen
81% Avatar von LordAltbier
78% Avatar von deadparrot
76% Avatar von Bier-Sven
74% Avatar von Felix
72% Avatar von schloemi
72% Avatar von HansJ.
71% Avatar von maui
62% Avatar von Hobbytester
58% Avatar von remus456
43% Avatar von Arne999

43% Naja.....

Avatar von Arne999

Ein Bier direkt aus den Bergen - die höchstgelegene Privatbrauerei.

Mir ist das Bier als Helles zu wenig spritzig und zu viel würzig. Auch der Abgang gefällt mir nicht unbedingt, leicht bitter aber trotzdem zuviel...

Bewertet am

78% Sommerliche Kräuteraromen

Avatar von deadparrot

Helle, appetitliche Farbe. Das Bier riecht würzig, kräuterhaft, aber leicht. Auf der Zunge stellt sich sofort ein recht trockenes Mundgefühl ein, die Kohlensäure ist grob perlend, aber die Aromen sind mild und weiterhin schön kräuteraromatisch und blumig, auf einer angenehmen, aber nicht zu starken Malzsüße ruhend. Der Körper ist sehr leicht und zart, aber dank toller sommerlicher Aromen alles andere als wässrig. Beim Ausatmen durch die Nase ist auch ein Weißbrotaroma festzustellen. Das Bier ist, braustilgemäß, nur wenig hopfenaromatisch. Die von Hobbytester im Abgang beanstandete Fehlnote kann ich nicht auffinden, der Abgang ist malzig und sanft. Insgesamt ist das ein sehr balancierter, milder Körper.

Hier liegt ein Helles vor, das nicht nur wunderbar süffig ist, sondern sich auch aromatisch angenehm vom Einheitsbrei der Konkurrenz abhebt. Es ist völlig frei von dem leider oft bei Hellen anzutreffenden leicht muffigen Geschmack und wartet vielmehr mit wunderbaren Kräuteraromen auf. Größter Kritikpunkt ist für mich, dass das Bier ein wenig zu sprudelig ist. Weniger (oder feinere) Kohlensäure hätte das Bier noch süffiger gemacht. Davon abgesehen aber ist das ein Bier, das ich gerne wieder trinken werde. Es braucht den Vergleich mit einigen deutlich prominenteren Vertretern des selben Braustils nicht zu scheuen.

Bewertet am

81% Süffig, süffig, süffig...

Avatar von LordAltbier

Im Antrunk schon eine ganz leichte Malznote und eine geringe spritzige Herbe, im Abgang wird es dann sehr weich mit einer sehr feinen Malznote. Fazit: Extrem süffig, schmeckt gut, gerne wieder!

Bewertet am

62% Schade!

Avatar von Hobbytester

Das Bier riecht kräftig würzig, dabei leicht pfeffrig. Der Antrunk ist würzig prickelnd. Im Abgang kommt es leider zu einer Fehlnote, die sich nicht wegdiskutieren lässt. Dieser Sud schmeckt leicht metallisch, das ist schade, weil ansonsten ein richtig gutes Helles vorliegt. Der Körper zeigt sich sehr balanciert, gut würzige Hopfenimpulse treffen auf eine schöne Malzaromatik, der Ansatz ist recht vollmundig. Insgesamt gefällt mir das Pikante dieser Würze, die gut ausgeprägt ist. Vielleicht kommen solche Metallnoten auch nicht in jedem Sud vor, hier aber leider schon und das muss für mich deutliche Abzüge geben. Mir schmeckt das Exportbier noch wesentlich besser. Es ist echt zu bedauern, das Bier verspielt damit großes Potential, mir gefällt zum Beispiel dieser für Helle nicht selbstverständliche Röstmalzinput. Der Nachgeschmack ist langlebig und ebenfalls würzig. Goldgelbe Farbe trifft auf Schaum, der länger bleibt. Das Bier ist recht süffig. Es sorgt im Abgang für aromatische Bitterkeit. Es ist genug Kohlensäure vorhanden.

Fazit: Wenn die metallischen Noten nicht wären, an die sich die Geschmacksnerven relativ schnell gewöhnen, so dass es am Ende nicht mehr so stark auffällt, würde hier ein bemerkenswertes Helles wegen des würzigen Aromapotentials vorliegen. So wie sich das Helle hier präsentiert, stellt es mich lediglich zufrieden.

Bewertet am

74% Rezension zum Mittenwalder Karwendel Hell

Avatar von Felix

Das Karwendel hell ist sehr klar und auch für diesen Stil noch als hervorstechend hell zu bezeichnen. Die Schaumbildung ist zuerst äußerst stark, geht aber sogleich zurück, die Krone ist kurzlebig.

Im Geruch zeigt es vor allem stark trockene und kräuterig-herbe Noten. Zuerst finde ich viel Getreide, geht schon in Richtung Dinkel, feinwürzig, Holzspäne, dahinter ein zögerlicher Hopfen. Die Hopfung tendiert ins Hellfruchtige und Süße. Aromen von Aprikose und überreifen Pfirsichen sowie etwas Birne tut sich auf.
Für meine Begriffe ein durch die starke Würze und Trockenheit zumindest erstmal charaktervoller Duft, der auch nicht durch Fehlnoten zerstört wird. Die sanfte Fruchtigkeit dahinter zeigt einen Hauch Aromahopfen, den ich aber nicht ganz zuordnen kann. Vielleicht ein Hallertrauer Tradition oder ein Spalter Select...? Ich spekuliere.

Der Geschmack nimmt die Nuancen des Geruches gekonnt auf und baut sie aus, was sofort zu einem großen Pluspunkt führt. Eine organische Intensivierung beim Übergang von Nase zu Mund ist grundsätzlich eine Glanzleistung.
Hier werden dann die süßfruchtigen Hopfennoten ganz plötzlich verstärkt und in der Tat baut sich der Pfirsich aus, wird verstärkt durch dichte Malzigkeit, die so weich und flauschig im Mund ist, dass ich eher die Assoziation zu einem hefestarken Weißbier bekomme. Außerdem geht auch eine zitral angehauchte Kräuterigkeit mit. Was zuvor als staubig und trocken gedeutet wurde, ist scheinbar eher mildwürzig mit einem Wink in Richtung bayerische Kräuterwiese.
Ein gelungener Einstieg!

Der Körper überzeugt eigentlich fast am Meisten. Durch die unerwartete Dichte wird das Bier voll ohne seine Leichtigkeit zu verlieren. Die sanfte Aromatik macht das Helle spritzig und frisch und die Textur gibt dem lediglich Spielraum. Durch die Hefigkeit jedoch kriegt das Bier auch gewisse Lücken, die man eher bei obergärigen Bieren findet, es büßt sozusagen die wunderbare Geschlossenheit ein, die den Untergärigen zu Eigen ist (was mich vermutlich auf die Idee von Weißbier gebracht hat).
Trotz diesem kleinen Makel aber ist auch diese Trinkphase sehr gelungen. Die Rezenz spielt klasse mit, das Bier ist süffig und leicht bekömmlich, spannend ist, wie es an der fordersten Zungenspitze ganz spielerisch kribbelt und aromatisch knistert, wie als Auftakt oder dramaturgische Introduktion.

Der Nachtrunk ist durch prägnante Kürze wenig fordernd und bestärkt die Süffigkeit enorm. Trotz des dichten Körpers ist das Helle ein perfektes Durstlöscherbier, was zeigt, dass auch diese beiden Welten vereinbar bleiben. Das Bier klingt süß und weich aus, zeigt noch etwas Hopfen ohne nennenswert herb zu sein und verschwindet ganz sympathisch und leicht an den Zungenrändern, es löst sich geradezu auf.
Vielleicht kein besonderer, aber zumindest ein stimmiger Abgang.

Das Karwendel Hell von der Mittenwalder Privatbrauerei (angeblich der höchstgelegenen Privatbrauerei Deutschlands) hat mich stilistisch überzeugt. Es gibt nicht an, ist ein ganz typisches, bayerisches Helles, süffig und mildsüß, nicht sehr stark gehopft, dabei toll ausbalanciert, kommt mir aber weit nicht so gesichtslos vor, wie viele seiner Stilkollegen. Durch die erst deutliche Kräuterigkeit und schließlich den angereicherten Körper beseitigt es Fehlerquellen direkt an der Wurzel. Es hat eine schöne Textur, die nicht wässrig ist und ein harmonisches Aroma, das im Geschmack verstärkt und ausgebaut wird (immer wieder löblich, wenn man dann mal so etwas im Glas hat, denn leider viel zu selten).
Irgendwie will ich dieses Helle gar nicht groß negativ kritisieren, einfach schon, weil es mir sympathisch ist mit seiner Lockerheit, mit der es nichts anderes möchte, als einfach den Durst im Sommer anständig zu löschen und Menschen in den Bergen zusammenzubringen. Die beiden Männer auf dem Etikett, die nebeneinander sitzen und je mit einem Humpen in der Hand einander zuprosten, sind wirklich das ideale Sinnbild für dieses Gebräu. Es strahlt etwas Gemeinschaftliches, Soziales aus.
Vielleicht ist dieses Bier keine Besonderheit, es sticht nicht groß aus der Bierlandschaft heraus, hat aber Qualitäten, die mir bei den meisten deutschen Bieren dieses Stils noch fehlen, nutzt sie jedoch nur soweit aus, wie es sie für das Mindeste benötigt.
Ich jedenfalls mag das Mittenwalder und finde es gelungen, es braucht gar keine große Komplexität aufweisen, seine Stärke liegt in der Unkompliziertheit, die es übermittelt.
Ein richtiges Kumpel-Bier zum ruhigen Anstoß im Sonnenschein.

Bewertet am