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Beer like star Mikkeller Beer Geek Breakfast

  • Typ Imperial Stout
  • Alkohol 7.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 87% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 2 Rezensionen

#17915

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
94% Avatar von mysland
90% Avatar von dreizack
89% Avatar von Felix
75% Avatar von gerdez

90% Gewohnt hohe Qualität von Mikkeller

Avatar von dreizack

Schon das Mikkeller Mexas Ranger habe ich in den höchsten Tönen gelobt. Ähnlich gut fällt auch mein Eindruck zum Beer Geek Breafast Oatmeal Stout aus.

Tiefschwarz wie ein sehr starker Espresso rinnt das dänische Stout ölig ins Glas. Cremiger, sahniger und voluminöser Schaum der farblich an Crème Brûlée erinnert. Prachtvoll!

Die Aromen in der Nase sind ein Traum für jeden Liebhaber von Stouts. Sehr, sehr intensive Noten von Schokolade, Kaffee, Toffee und Karamell verzaubern. Der erste Schluck raubt einem den Atem, unglaublich weich und cremig schlängelt sich das Oatmeal Stout am Gaumen vorbei. Man spürt förmlich jeden Zentimeter, den es die Kehle hinunter rinnt. Extrem schwere, ölige Textur. Dabei jedoch für diesen Bierstil auffallend rezent.

Vollmundigkeit die ganz und gar einnimmt. Ein Dauerfeuerwerk aus Kaffee, Toffee, Karamell und Schokolade. Hintergründig kommt etwas Lakritz ins Spiel. Minimal salzig. Durchgängig harmonisch.

Es klingt sehr lange nach und bringt am Ende noch einen Hauch von Pflaume und leicht gesteigerte bittere Note mit ein.

Bewertet am

89% Rezension zum Mikkeller Beer Geek Breakfast

Avatar von Felix

Urdunkles Öl mit schokoladiger, tiefdunkler Blume. Nur beim Eingießen bräunliche Reflexionen.

Der Geruch ist tiefröstig und schokoladig. Noten von Mokka, von Kaffeeschokolade, so dicht und sahnig wie bei einer Kaffeetorte. Die Prägung dieser Noten aber tendiert außerdem noch in die zartwürzige Richtung. Leichte Soyasaucenaromen kommen durch, deutliche Mineralität mit Hang zur Salzigkeit und zu rußigem Rauch prägen die Subaromatik. Lakritze bewegt sich darin.

Der Einstieg schmeckt schwer und vermittelt den Eindruck, eine Trinkschokolade im Glas zu haben. Salmiak, Schokolade und Walnuss sind darin recht klar ausfindig zu machen, doch ist der erste Augenblick nicht überwältigend, sondern angenehm zurückhaltend. Sogleich aber entwickelt sich das Aroma und mehr und mehr Kaffeeröstigkeit dringt durch und erhebt sich aus dieser Dichte.

Der Körper ist auffällig rezent und deshalb wird eine gewisse Fruchtigkeit suggeriert. Die Textur dagegen ist divergent mit ihrer öligen Schwere. Ein sehr fülliger Körper, wie man ihn sich erhofft.

Der Abgang ist geprägt von sehr reinen Kaffeebohnennoten. Gewichtige Röstigkeit mit Würze und zarter Säure und sogar einer deutlichen Kakaofruchtigkeit vermitteln den Eindruck echter Bohnen gekonnt. Der Abgang lässt die Mineralität mitsamt der zarten Rauchigkeit nicht versiegen und es entstehen Kaffee und Kakao wie aus der Asche. Die Bitterkeit ist wunderbar balanciert. Röstigkeit und Hopfen gehen miteinander einher, geben klare Töne an, aber fallen kaum auf.

Das Beer Geek Breakfast ist ein Imperial/Oatmeal Stout mit Kaffee, das wirklich hält, was es verspricht.
Dieses Bier verbindet die Reinheit der Kaffeearomatik mit der wunderbaren cremigen, ja öligen Textur der stärkeren Oatmeal Stouts und erweitert diese Eigenart um sehr variable Noten wie Lakritze, Mineralität und Frucht, ohne bei auch nur einer dieser Ausprägungen aber im Mindesten die Aromatik zu überwältigen. Der Kaffee steht im Vordergrund und wird von Frucht und Süße der Schokoladigkeit umschmeichelt, während rauchig-salzig-lakritzige Töne hier und da Farbe in den Sud bringen. Auch die Balance im Körper ist gewährleistet, da Kohlensäure und Textur zugleich betont erscheinen und sich kaum behindern. Zuletzt überzeugt aber vor allem die grandiose Ausgewogenheit des Abganges, in dem die Bitternoten nie überstrapazieren, doch immer präsent sind. Das Bier ist erkennbar herb, aber Süße, Röstigkeit und vor allem die fulminante Aromatik lassen viel Spiel zu, was bei den Schweren Vertretern dieser Stilistik häufig fehlt. Viele stärkere Stouts erstarren oder werden durch ihr Gewicht in die Erde gezogen und verbleiben unbeweglich.
Stellte man sich vor, dieses Bier tatsächlich zum Frühstück zu trinken, so verwundert, dass das gerade wegen der kritisierbaren Frucht und der kohlensäuregeprägten Leichtigkeit in der Tat machbar wäre. Insofern wird meine leichte Kritik durch die Intentionalität des Sudes zerschlagen.
Ein Coffee Stout, das wirklich macht, was man davon verlangt. Vieles ist hier überdurchschnittlich gut gearbeitet.

Bewertet am