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Beer like star Methusalem Strong Sour Altbier

  • Typ Obergärig, Altbier
  • Alkohol 10% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 86% von 100% basierend auf 7 Bewertungen und 6 Rezensionen

#14054

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 7 Bewertungen
99% Avatar von bromfiets
94% Avatar von S-Vicious
90% Avatar von Wuwu2000
87% Avatar von Felix
83% Avatar von LordAltbier
83% Avatar von Bierkules
63% Avatar von Bier-Klaus

83% Interessantes Bier!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist hopfig-spritzig, ein bisschen sauer und recht hefig - eine leicht schokoladige Note ist erkennbar welche an Zart-Bitter-Schokolade erinnert, eine gewisse Fruchtigkeit ist ebenfalls erkennbar. Der Mittelteil ist recht sauer. Der Abgang ist sehr stark malzig mit Röstmalz-Noten welche an Kakao und Zart-Bitter-Schokolade erinnern. Die ersten paar Schlücke sind sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, hat man ein sehr interessantes und kräftiges Adamsbier im Glas welches nicht viel mit einem typischen Altbier zutun hat. Das Bier wird von Schluck zu Schluck schmackhafter und die zu Beginn sehr stark sauren Noten werden wesentlich milder. Mir schmeckt es ganz gut! Es ist kein Alltagsbier aber ab und an kann man ruhig mal eine Flasche davon trinken...

Bewertet am

63% Braukunst Live 2014

Avatar von Bier-Klaus

Der Methusalem hat einen hellbraunen Cappuccino-Schaum.
Der Antrunk ist schlank und wenig rezent. Im Geschmack mischen sich süßliche und säuerliche Noten, was dem Körper Tiefe gibt und dem schlanken Antrunk eigentlich widerspricht. Zusätzlich kommen röstige bzw. rauchmalzige Noten auf. Trotzdem bleibt das Bier schlank und säuerlich spritzig.
Bei dem Bier kommt man nie und nimmer auf die 10% Alkohol, wenn man es blind verkosten würde.

Als Fazit bleibt ein sehr frisches und spritziges Sauer-Stark-Altbier, das mich mit der Kombination aus so vielen, auch gegenläufigen, Geschmackskomponenten einfach überfordert. Nochmal verkosten!

Bewertet am

94% Wo ist meine Zeitmaschine?

Avatar von S-Vicious

Natürlich lebe ich gerne im hier und heute aber für ein Methusalem wünsche ich mich doch heimlich zurück in die Zeit wo das Adam-Bier seine Hoch-Zeit hatte.

Auch wenn das Methusalem eine saure Abart des normalen Adams ist, gerade das macht es zu einem meiner Favoriten.
Bereits im Glas verbreitet es Harmonie, eine satte tief-dunkelbraune, leicht rötliche Farbe, ein frischer, malzig-saurer Geruch der an einen guten, schweren Rotwein erinnert.
Kommt es dann endlich im Mundraum an entfalten sich Malznoten, die herrliche Säure sowie das Aroma von getrockneten Früchten zu einer einzigartigen Komposition. Überraschend und erfreulich auch, dass von dem hohen Alkoholgehalt nichts zu bemerken ist.
Die Säure legt sich sanft aber bestimmt auf den hinteren Gaumenbereich, der Malz läuft kräftig über die Zunge. Auch Minuten nach dem letzten Schluck bleibt ein wohliges Gefühl zurück.

Fazit: Methusalem ist eine fantanstische Art um es sich vor dem Kamin mit einem Stückchen herzhaften Käse und einer guten Zigarre oder Pfeife gemütlich zu machen. Kein Bier von dem man viel trinken sollte sondern wirklich etwas zum geniessen.

Bewertet am

87% Rezension zum Methusalem Strong Sour Altbier

Avatar von Felix

Dunkles, trübes Bordeaux. Tolle, hellbraune Schaumkrone.

Im Geruch eine runde Rauchnote á la Bamberg in Verbindung mit Seifigkeit, maritimen Noten von Algen oder Seegras, zarter Süße, von der ich noch nicht weiß, ob sie eher beerig oder malzig ist, und bitterer Trockenheit mit Tendenz zum Staubigen eines Rotweines.
All dies aber erscheint noch ziemlich verhalten, ist nur angedeutet.

Ich bin ein wenig überrascht von der Zurückhaltung dieses so besonderen Bieres. Die Aromatik ist ungewöhnlich feinsinnig und so in sich verstrickt, dass ich kaum klare Nuancen filtern kann. Eine wirkliche Glanzleistung an Komposition.
Das Bier zeigt nun seine zarte Säure, die zwar merklich durch eine Milchsäurekultur gemacht ist, aber dafür unwahrscheinlich hintergründig agiert. Hier hat man es in keiner Weise mit einem wirklichen Sour Ale zu tun.
Das Bier schmeckt eher malzig-süß, rauchig-trocken, leicht fruchtig und hält noch eine für Alt so charakteristische Röstnote bereit. Ein ausgewogener Geschmack aus Bronze in jeglicher Hinsicht.

Der Körper des Bieres ist weit leichter, als man bei 10%ABV vermuten könnte. Vom Alkohol bekomme ich ehrlich gesagt kaum etwas mit. Die Textur ist seidig und glatt und schmiegt sich regelrecht in den Mund ein. Das Bier ist keineswegs banal und doch angenehm weich geworden. Ein grandioser Körper, der ganz viel Stimmigkeit auf unwahrscheinlich wenig Masse setzt. Das Bier ist dadurch ziemlich trinkbar.

Im Abgang wird endgültig der Hopfen merklich. Und er ist unheimlich schleichend. Schon im Einstieg ist er zu spüren, doch man ist so abgelenkt von dieser in sich schlüssigen Aromatik, man bekommt ihn kaum mit. Nur eine zarte Trockenheit, die genauso gut vom Rauch hätte kommen können bahnt sich ihren Weg. Zuletzt ist er dann da. Ein trockener, staubiger Hopfen mit verhaltener, stimmiger Bitterkeit und einer ordentlichen, weinigen Trockenheit.
Der Abgang ist nicht besonders lang, aber stilistisch eine tolle Krone für die Entwicklung des Einstieges.

Dieses Bier ist hervorragend. Es hat so viele Möglichkeiten, sich in alle denkbaren Richtungen zu entfalten. Doch vor allem ist dieses Bier bravourös rund und stimmig. Seine Aromatik ist derartig verschachtelt und detailreich, die einzelnen Noten lassen sich kaum voneinander trennen und wollen das auch nicht. Sie bilden gemeinsam ein großes Kunstwerk. Das tendiert schon beinahe wieder in ein Negativurteil meinerseits, weil ich einfach nach kürzester Zeit eingestehen muss: Hier gibt es keine Chance, in den Aromen zu stöbern, das Bier lässt sich wenig Definitives entlocken.
Ich traue mich kaum von eigenen Ideen in der Aromatik zu sprechen. Sicher ist nur, hier finden zarte Säuerlichkeit, rauchige Trockenheit, etwas Malzsüße, öliger Hopfen und feine Röstnoten zueinander. Meine persönliche Assoziation ging sogleich in eine Mischung aus Bamberger Rauchbier, Algen und Röstsäure auf malziger Basis. (In der Tat sehe ich Übereinstimmungen zum Schlenkerla Eiche Doppelbock. Dieses hier ist gewissermaßen die schlanke, säuerliche, fruchtige Version dessen.)
Das Bier ist eindeutig ein Altbier und es erstaunt mich, wie zielsicher es sich diesen Stil trotz der hohen 10%ABV bewahren kann. Der Alkohol bleibt dabei grandios verborgen. Ich hätte das Bier wahrscheinlich blind niemals auf mehr als 7,5%ABV geschätzt.
Mit diesem hervorragend eingearbeiteten Alkohol geht auch ein genauso stimmiger Körper einher. Das Bier entfaltet eine beschwingte Leichtigkeit neben ernstestem Handwerk und bringt beides überein. Wenn es dabei auch bereits erschreckend trinkbar wird.
Ich könnte vielleicht kritisieren: Das Bier ist schon ein wenig zu rund. Seine Leichtigkeit ist schon ein bisschen zu deutlich, damit nimmt es sich selbst die Tiefe. Es überwältigt einen nicht. Ich denke auch, die Genialität dieses Bier wird nicht jedem eindeutig sein aufgrund seiner verschachtelten Erscheinung. Diese Kritik wäre aus meiner Sicht angebracht. Doch hier weiß ich auch: Wo sich eine Tür schließt, da öffnet sich eine Andere. Das Methusalem kann auch einfach so wie es ist angenommen werden. Es ist ein wirkliches Wohlfühlbier zum Zurücklehnen und Genießen und lebt allein im Sich-keinen-zu-großen-Kopf-machen.
Das Methusalem Strong Sour Altbier ist ein - ich kann es nicht anders sagen - fabelhaftes Gebräu zwischen Wahnsinn und Leichtlebigkeit, mit ganz merklichem Traditionsbewusstsein. Es ist damit sehr handwerklich, aber fernab von dem, was so schimpflicherweise mit dem (Un)wort Craftbeer bezeichnet wird.
Dieses Bier will nicht der Analyse unterworfen sein. Es ist ein geschlossener Kreis, ein Weiser, der stumm dasitzt und wirkt.

Bewertet am

99% Was für ein Bier!

Avatar von bromfiets

Ein klassisches Adambier (das leider nicht so heißen darf, weil der Name mittlerweile geschützt ist), so wie es einst in Dortmund gebraut wurde: Ein Jahr in der Lagerung, leicht säuerlich, ein toller ausgewogener Körper, Trockenpflaumen- und Kaffeearomen: der schiere Wahnsinn.
Von den 10 %-Vol. Alkohol merkt man kaum etwas während des Trinkens, umso mehr davon aber im Anschluss. Das macht das Bier aber keinesfalls schlechter - im Gegenteil. Man sagt, die Wirte hätten damals ihre Gäste nach dem Konsum eines Adambiers zum Ausnüchterungsspaziergang vor die Tür geschickt.
Nach der Verkostung dieses Methusalem kann ich sagen: Es dürfte etwas Wahres dran sein. Nichstdestoweniger ist das hier ganz große Braukunst! Ein Hoch auf die Brauer: Sebastian Sauer (Freigeist Bierkultur) und Fritz Wülfing (Ale-Mania). Danke!

Bewertet am

90% Rezension zum Methusalem Strong Sour Altbier

Avatar von Wuwu2000

Sehr starkes, leicht säuerliches Altbier. Man schmeckt stark den Alkoholgehalt, trotzdem sehr rund.

Bewertet am