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Beer like star Maxbrauerei Spezial Bourbon Barrel Aged

  • Typ
  • Alkohol 9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#7123

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
73% Avatar von Felix

73% Rezension zum Maxbrauerei Spezial Bourbon Barrel Aged

Avatar von Felix

Beim Öffnen der Flasche explodiert sie mir erst einmal fast... Kurz: Abzug in der B-Note ;)
Dieses Bier scheint derartig viel Kohlensäure besessen zu haben, dass von den 0,5l erst einmal gut 0,1 flöten gegangen sind, glücklicherweise aufs Gras der Wiese.
Das Bier ist äußerst trüb mit Hefeteilchen und farblich absolut einzigartig, es zeigt sich nämlich in einem schlickartigen Braun mit deutlicher Tendenz ins Rötliche, sodass ich ein wenig die Assoziation zu Erdbeersirup hatte. Für gewöhnliche Bierverhältnisse mag man es als nicht sonderlich ästhetisch ansehen, ich persönlich finde, dass es einen angenehm natürlichen Charme ausstrahlt.
Besonders interessant ist dieses Bier im Geruch: Das erste, was sich offenbart - und bis zuletzt, auch geschmacklich, vorherrscht - ist (man glaubt es kaum!) Olive. Dieses Bier ist deutlich vegetabil geprägt, jedoch mit einer deftigen Würze, außerdem erinnert es rundherum an fechtes Moos. Unterstrichen wird das durch sehr sauerfruchtige Aromen, sowie Noten von Tabak und Leder, der Weizen im Bier kommt ebenso hervorragend durch, er gibt einem ein wenig die Assoziation zu frisch gebackenem Weißbrot mit einem kräftigen Naturweizen. Ein absolut komplexer Geruch, in dem man beinahe schon versinken kann, da er nicht nur so vielschichtig, sondern auch so wahnsinnig spannend und neuartig ist.
Im Antrunk dominiert dann noch immer die Olive und das Moos, sofort kommt allerdings eine sehr spitze Ananassäure hinzu, die sich durch den gesamten Geschmacksverlauf zieht. Plötzlich sind jegliche dunkle Aromen wie weggeblasen und es bleibt eine hellfruchtige Säure mit unheimlicher Spritzigkeit. Der Körper des Bieres ist höchstens als Medium zu beschreiben, was bei einem ABV von 9% bemerkenswert ist, ich hätte mir hier einen etwas mächtigeren Körper gewünscht. Interessant ist diese fruchtige Spritzigkeit aber dennoch, da sie bei den bisherigen Aromen eigentlich nicht erwartet wird. Wo man das Bier nun im Mund hat offenbart sich sein wahrer Charakter: Noch immer unterlegt von der würzig-essigartigen, erdig-feuchtmoosigen Olive stellt sich nun die Säure absolut in den Vordergrund, die Gärung wird geradezu schmeckbar, was dem Bier einen noch größeren, natürlichen Charme verleiht, sodass es etwas stark Weinähnliches erhält, diese Weinfrucht war schon im Geruch dezent zu bemerken.
Neigt sich das erlebnis "gen Schluck" so offenbaren sich mehr und mehr herbe Noten, die ich jedoch in keinem Falle als vom Hopfen herrührend beschreiben würde. Es ist auch keine Röstmalzherbe, sondern eher eine Bitterkeit, wie man sie von Grapefruit kennt, kombiniert mit der Säure zieht sich einem beinahe schon der ganze Mundinnenraum zusammen, als hätte man in die Schale einer Zitrusfrucht gebissen.
Der Nachtrunk ist dann erstaunlich geschmacksarm. Die Bitterkeit schwingt nach, das Bier ist inzwischen regelrecht trocken im Mund, beinahe schon pelzig und noch immer erdig und moosig, die Säure beginnt nun abzuschwingen und das ganze Biererlebnis klingt sehr weich und ohne großes Trara rasch und zügig aus.
Der Alkohol ist insgesamt erstaunlich eingebunden, von 9%ABV merkt man überhaupt nichts, leider ist dafür aber auch der Körper für meine Begriffe etwas schwach geraten. Ob es einem nun zusagt und man es als positiv bewertet, dass ein so mächtig erdiges Bier dann im Mund plötzlich fruchtig, sauer und spritzig wird, soll jeder für sich entscheiden, ich hätte mir persönlich nur etwas mehr Volumen gewünscht. Enttäuschend war eben vor allem der Nachtrunk, der in der Tat das Erlebnis hat ausklingen lassen und mir zu wenig Eigenwert besaß. Sehr Positiv dagegen ist die unglaubliche Komplexität des Geruches und auch noch des Antrunkes, so etwas erlebt man selten. Es ist wirklich erstaunlich, wie "anders" dieses Spezial ist. Ob es einem nun zusagt oder nicht, das muss jeder für sich wissen. Ich finde, es ist ein wahnsinnig interessantes Bier, würde es mir aber, vor allem auch für den Preis nicht wieder zulegen, dafür finde ich es noch zu unstimmig, doch vielleicht will, es ja auch gar nicht stimmig sein, sondern eben "speziell", das ist es auf jeden Fall.

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