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Beer like star Maxbrauerei Schockerbock

  • Typ Untergärig, Doppelbock
  • Alkohol 7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#24925

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
76% Avatar von Felix

76% Rezension zum Maxbrauerei Schockerbock

Avatar von Felix

Die Optik des Bockes erstaunt. Ein helles Braun, hefig-trüb, wie der mit ordentlichem Satz gefüllte, letzte Rest eines selbstgemachten Apfelmosts. Kaum Schaumbildung, aber eine ganz feine, agile Kohlensäure im Sud.

Der Geruch ist von sirupigen Malznoten dominiert. Das Bier riecht nach Apfelkaramell, Ahornsirup und Krokant. Weiche, aber schnittige Alkoholnote mit angenehmer Fruchtspitze, traubig (grün) und apfelig.

Der Antrunk ist erst angenehm apfelig und legt in rasanter Weise mit buttrigen Toffeenoten zu. Die Aromatik gewinnt schnell und rutscht direkt in den Abgang. Der Einstieg selbst bietet kaum Aromen neben diesem kurzen Apfelstoß.

Der Körper ist weich und gewichtig, doch mit recht geringer Kohlensäure. Es entsteht ein etwas fader Eindruck, da dem Bier noch etwas mehr Spritzigkeit sehr gut getan hätte. So verliert der Sud leider im Körper an Konsistenz, verhält sich aber trotzdem angenehm rund, da kein bisschen Alkohol sticht. Vielleicht hätte an dieser Stelle der Alkohol sogar ein bisschen Sinn gemacht.

Der Abgang ist - ich kann es kaum anders sagen - einfach faszinierend in seiner Einseitigkeit. Der letzte Rest des Bieres schmeckt schlicht nach reinem Butterkaramell. Ich finde keine Nebennoten, keine Bewegung, einfach nur den Geschmack von einem sahnigen Toffeebonbon. Dieses Aroma entsteht bereits im Antrunk direkt nach der Apfelspitze. Die Aromatik des Bieres stürzt sich praktisch in diesen Abgang hinein. Das ganze Bier ist auf dieses Aroma hin gerichtet.

Der Maxbräu Schockerbock ist ein etwas unförmiger, aber liebenswerter Bock. Er ist beileibe nicht perfekt, wirkt bisweilen einseitig und wenig ausgefüllt, hat neben jeder Grandiosität auch einen Aspekt stehen, von dem ich nicht begeistert bin, aber insgesamt kann ich das Bier trotzdem nur mögen. Es ist ungemein süffig, gerade auch für einen Bock fällt das sehr auf. Die Aromatik ist toffee-basiert mit eindeutigen Aromen von Krokant, von Ahornsiurp und vor allem von Butterkaramell zum Anfang und zum Schluss. Aufgelockert wird diese Aromatik nur von der hellen Fruchtsäure (Apfeligkeit), welche stets mitschwingt. Deshalb ist das Bier auch aromatisch nicht sehr schwer, was man bei ebengenannten Aromen ja durchaus vermuten könnte. Nein, diese immerwährende Apfelnote verleiht dem Bier eine unheimliche Leichtigkeit, welche durch Mostnoten gen Abgang ergänzt wird. Der Alkohol zeigt sich ansonsten nicht. Diese Leichtigkeit ist Fluch und Segen zugleich. Natürlich wäre ein Doppelbock, dick und klebrig und nach reinem Butterkaramell schmeckend, wahrscheinlich mehr als eine Bombe. Doch er könnte dadurch auch untrinkbar werden. Dieses Risiko wird hier nicht eingegangen, was ich persönlich bedaure. Doch ich akzeptiere das Bier so wie es ist und kann auch diesem Auftritt etwas abgewinnen.
Aber tatsächlich, dieser Abgang, das ist das reinste Sahne-Karamell-Bonbon. Mehr Dichte wäre wirklich schön gewesen, von mir aus auch auf Kosten der Süffigkeit, doch so ein Aroma sollte - wenn es schon da ist - vollends ausgereizt werden.

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