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Beer like star Malmgård Blond Ale

  • Typ Obergärig, Ale
  • Alkohol 4.2% vol.
  • Stammwürze 10%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 6-8°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#12298

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
76% Avatar von Felix

76% Rezension zum Malmgård Blond Ale

Avatar von Felix

Trübes Gelb mit deutlicher Schaumkrone. Erinnert optisch an ein belgisches Blondes.

Auch geruchlich kommt es den Belgiern nahe. Der Geruch zeigt klare Hopfennoten, die zwischen Fruchtigkeit und weicher Zuckersüße wunderbar sacht einhergehen. Für meine Begriffe mengen sich hier geriebene Zitronenschale und karamellisierte Zuckerwatte. Das Bier hat ein Aromavolumen wie man es von belgischen Blonden oder Witbier kennt, liegt aber von seinen Noten her deutlich dichter an einer Art Mischung aus Pale Ale und Saison. Interessant, dass dieses Bier eine klare Zwiebelnote ausprägt, wenn man sich darauf konzentriert. Es würde wunderbar als Essensbegleiter herhalten.

Im Mund zeigt sich eine rasch artikulierte Säuerlichkeit, die aber sehr stimmig ein zügiges Crescendo an den Tag legt, um sich dann auf ihrem Höhepunkt mit Hopfen und Süße zu vermischen. Auch im Mund hält sich die bauschige Zuckrigkeit, mild begleitet von Hopfenbitterkeit und Säure. Das Bier nimmt leicht ab.

Der Körper profitiert ungemein von der dichten Fülle. Wenige Schankbiere mit 4,2%ABV können solch ein Gewicht aufbringen, für mich ist das Bier beinahe schon zu schwer. Es ist damit noch immer schlank, aber keineswegs zart. Während das Mundgefühl wunderbar buttrig ist, wird das Schlucken zunehmend schwerer. Durchaus hat dieser Sud - wie so manches Wit- oder Weißbier - die Angewohnheit im Magen zu liegen. Die volle Süße unterfüttert wuchtig die zaghafte Hopfenbittere und die impulsive Säure. Ein äußerst gelungener Schankbier-Körper, denn wieder scheint hier die belgische Seele durch.

Der Abgang des Blond Ales gibt dann einen knappen Impuls an Hopfenaroma und erneuter Bitterkeit ab. Eine hintergründige, aber konstante Bittere zieht nach, erhebt sich aber nicht noch einmal. Ganz zuletzt erscheint eine etwas unangenehm muffige Note. Hier verschwimmt die Zuckersüße zu einem abgestandenen Zuckerwasser im Plastikbecher.

Das Blond Ale dieser Finnen ist von könnender Hand gefertigt. Es erinnert an eine Art Mischung aus englischem Schankbier und belgischem Saison, von beidem übernimmt es die Vorzüge. Einerseits balanciert es seine zarten 4,2%ABV auf einem wunderbar runden und ausgewogenen Körper, andererseits ist es angereichert von bitteren, süßen, säuerlichen Noten. Beide Stile ergänzen sich wunderbar und stützen den jeweils anderen mit den eigenen Vorzügen. Die Zuckerwatte des Saison verdichtet den Körper, die Leichtigkeit des Pale Ale erfrischt die Zitralität, die Bitterkeit ist weich eingebettet und die Säure impulsiv. So gibt es ein wirkliches Spiel in diesem Ale.
Bemerkenswert ist an meiner Flasche vielleicht, dass sie schon ein wenig ins Alter gekommen sein könnte. Ich wurde gewarnt, dass dieses Exemplar schon ein paar Monate auf dem Buckel hatte, und könnte mir vorstellen, den Charakter der Säure darin begründet zu sehen. Hätte ich diese Information nicht gehabt, wahrscheinlich wäre es mir weniger aufgefallen, doch in der Tat lässt sich von meiner Seite aus sagen, dass das Bier noch deutlich geschliffener wäre, wenn es nicht ganz so in alle Richtungen ausschweifen würde.
Das Bier ist von guter Bitterkeit - was bemerkenswert ist in Anbetracht dessen, dass es nur 20 IBU besitzt -, von Säure und Bewegung, es ist von Aroma und Dichte usw. Ich kann zufrieden damit sein, auch wenn ich hier und da ein wenig Ungleichgewicht zu erkennen meine, das durchaus auch von einer Unerfahrenheit mit diesem Bierstil herrühren kann.
Toll stelle ich es mir in der Tat zu einem deftigen, pikanten Eintopf vor, zu scharfer Linsensuppe, zu Kürbis und Knoblauch in Tomaten, indischem Curry o.ä.

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