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Beer like star Main Seidla Porter

  • Typ Porter
  • Alkohol 5.3% vol.
  • Stammwürze 12.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 83% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 4 Rezensionen

#22865

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
100% Avatar von Bier-Klaus
85% Avatar von Hirsch
83% Avatar von LordAltbier
65% Avatar von Felix

85% Rezension zum Main Seidla Porter

Avatar von Hirsch

Nach den Ausflügen der letzten Tage in Jörg Binkerts neues Craftbier-Programm (mit dem Summer Ale und dem Harvest Moon) kommt mit dem Porter heute ein Klassiker seiner MainSeidla-Brauerei dran, den es schon lange in der Euroflasche zu kaufen gibt.

Schaum: mokkacremebraun, sahnig und stabil
Farbe: schönstes Kastanienbraun, im Pint-Glas in der Mitte fast blickdicht
Geruch: erst Karamell und Sahnebonbon, dann Röstnoten und Schokokuchen!

Geschmack:
Der Antrunk ist voll und weich. Röstmalznoten, Süßholz, Vanille und mild-harzige Töne. Wenn Schokolade, dann (dank der Vanillenoten) eher Vollmilch. Röstkaffeebohnen sind auch da. Die Süße verbindet sich schön mit einer leichten Säure und den Bittertönen. Fein!
Rezenz: sortentypisch für ein solches dunkles Obergäriges
Beim Nachtrunk kommt wohl viel Bitteres noch vom Röstmalz.

Kommentar: Das eigentlich Beste am MainSeidla Porter, ist dass man es trotz (oder besser: mit) so großer Aromenbandbreite gemütlich wegtrinken kann. Vielleicht haben die fränkische und die britische Mentalität mehr gemeinsam als man denkt?

Bewertet am

65% Rezension zum Main Seidla Porter

Avatar von Felix

Trüber Sud, nicht ganz schwarz, sondern mit rötlich-bräunlicher Färbung. Die Schaumkrone ist wunderbar cremig und etwas dunkler, sodass sie an schöne Cappuccino-Creme erinnert.

Der Geruch des Porter ist betörend süß mit einer außerordentlich starken Tendenz zur Frucht. Hier kommen schokoladig-sirupige Aromen, die sich letztlich als Ahornsirup zu erkennen geben, mit süß-beerigen, warmen, dunklen Früchten zusammen. Außerdem noch eine nach Kaffee tendierende Röstigkeit. Es entsteht ein mit jenem Sirup überzogener Obstsalat aus Heidelbeeren, Erdbeeren und Melone, den man sich neben einem Espresso zuführt. Ganz zuletzt noch ein Wink von Getreide.

Im Mund ergeben angenehm malzige Strukturen ein dichtes Gefüge. Es ist schwer hier noch von einzelnen Aromen zu sprechen, wie das bei der Duftprobe der Fall war. Das Bier sollte keinesfalls zu kalt genossen werden, weil es rasch die Weichheit gegen alkoholische Striemen einbüßt.
Im Antrunk selbst überrascht eher die Abwesenheit der vorher so einnehmenden Süße und Sirupigkeit. Die Früchte verbleiben da deutlicher. Was übrigbleibt ist leider vor allem etwas Alkohol und leichte Bitterkeit.

Der Körper ist zwar für das Verhältnis von Volumenprozenten und Gewicht, als weich und füllig zu beschreiben, doch der so unvorhergesehene Rückzug der Aromatik führt auch hier zu einem Schwundempfinden. Das ist vor allem deshalb schade, weil ja durchaus nicht zu übersehen ist, dass die Technik an diesem Bier absolut stimmt. Die Kohlensäure ist ziemlich ausgeprägt, was aber zu einem harmonischen Trinkgefühl beiträgt. Trotzdem verleitet das Bier stark zum Aufstoßen.

Der Abgang ist etwas röstig und zartfruchtig mit einer unerwartet starken Bittere nach hinten hin. Dabei gibt es auch hier nicht übermäßig viel Aromatik, trotzdem verbleibt eine Schwere. Die gewaltige Kohlensäure und die schwere Schokoladigkeit zeigt offensichtlich ein ausufernd angelegtes Porter, das aber über seine eigenen Beine stolpert.

Charakter: Dieses Porter ist gewaltig und schwer, es trampelt und poltert und sieht dabei geradezu merkwürdig grazil aus. Irgendwie erscheint es sympathisch und weich und bemüht sich darum, einen freundlichen Eindruck zu machen, verhält sich dann aber doch roh und rüpelhaft.

Das Main Seidla Porter ist durchaus kein leicht zu trinkenden Bier für nebenbei. Es ist von einer gewissen Schwere und seine Bitterkeit drückt nach hinten hin. Die Aromatik der Nase ist vielversprechend, wird am Gaumen aber überwiegend nicht adäquat transportiert. Das Bier hat eine ganze Menge zu bieten und ich verstehe den Jubel, teile ihn aber nicht, weil ich das Auftreten des Bieres letztlich doch unharmonisch finde. Es betört die Nase und lässt reinste Zartheit erwarten, doch stolpert anschließend geradezu an den Gaumen und reißt einem dabei das Zahnfleisch ein. Es wirft nur so um sich mit seinem Gewicht, aber konzentriert dieses nicht in überlegter Weise.
Ein sehr gut eingebrauter Sud, der kaum technische Mängel aufweist, dessen Schwächen einzig und allein in der faktischen Umsetzung liegen.

Bewertet am

100% Rezension zum Main Seidla Porter

Avatar von Bier-Klaus

Das Franken-Porter schaut schon beim Eingießen sehr appetitlich aus. Es entwickelt eine riesige Krone aus feinem, dichtem Guinness-Schaum. Die Farbe ist dunkelbraun und blickdicht.
Der Geruch, einfach überragend, da sind süße Schokolade und Vorderwürze sowie ganz zarte röstige Aromen.

Im Antrunk beginnt es vordergründig süß, wobei sofort eine gewisse Säure zur Begleitung eilt, was ein süffig frisches Prickeln auf der Zunge verursacht. Im Geschmack ist es vollmundig wie man es eher nicht von einem Porter gewohnt ist.
Zum Nachtrunk hin kommen wieder die leicht röstigen Aromen verstärkt zum Vorschein.

Ich weiß nicht, ob das Bier genau der Definition eines Porter entspricht aber es ist definitiv das geilste, was ich je unter dieser Bezeichnung getrunken habe.

Bewertet am

83% Top Bier!

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist recht herb, Hefe und Röstmalz sind im Hintergrund zu erkennen. Der Abgang ist malzig-süß hinzu kommen angenehme Röstmalznoten, Hefe ist ebenfalls deutlich zu erkennen und diese bringt eine fruchtige Note mit sich. Fazit: Leckeres Bier, alle Zutaten harmonieren perfekt miteinander. Gerne wieder! Top Bier!

Bewertet am