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Beer like star Luther Urtyp Dunkel

  • Typ
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 70% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 1 Rezension

#12858

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
76% Avatar von cupra
71% Avatar von Chris
69% Avatar von Schluckspecht
65% Avatar von roedigenkanter

69% Zu Ehren Luthers

Avatar von Schluckspecht

"Viel Reichtum tröstet nicht so sehr wie ein fröhliches Herz."

500 Jahre Reformation - im nächsten Jahr wäre es schon so weit. Doch zunächst gibt es für mich dieses dunkle Bier der Brauerei Neunspringe in Worbis, mit der ich mit dem Olbernhauer Bier ja schon Bekanntschaft gemacht habe. Die Aufmachung des Schwarzbieres mit 5,2 % ABV ehrt den Reformisten Martin Luther mit einer mittelalterlich anmutenden Darstellung und Zitaten. Herzhaft und süffig soll es sein, ein prämierter DLG-Peis in Gold von 2015 wird mir ebenso unter die Augen gerieben.

Angemessen dunkel steht das Bier im Glas, die Farbe würde ich als Schwarzrot bezeichnen. Darüber gibt es hellbraunen, hauptsächlich feinporigen Schaum, der zum Teil am Glas haften bleibt. Das Luther Urtyp liegt optisch im Mittelfeld. Der Geruch erinnert mich in erster Linie an Schwarzbrot und Pumpernickel - die Röstnoten kommen gut zum Vorschein, das Malzaroma überwiegt. Etwas Kaffeeduft trägt sich dann jedoch doch hindurch. Der Antrunk ist in Bezug auf Süße, Säure, Würze, Malzigkeit und Hopfigkeit wirklich ausgewogen. Langweilig? Vielleicht. Aber schlecht steigt das Luther Urtyp nicht ein. Danach verliert sich leider die Richtung. Es wird etwas säuerlicher, ohne das jedoch der Körper mehr Volumen aufbaut oder die Röstmalzigkeit zunimmt. Es gibt leichte Fruchtnoten von Trockenfrüchten, hauptsächlich Apfel und Rosinen sowie etwas Vanille.

Mit dem säuerlichen, uninspirierten, unwürzigen Abgang kann ich mich weniger arrangieren. Final fehlt mir dann doch die Ausgewogenheit und die typische Röstmalzigkeit. Bis auf einen Hauch dunkler Schokolade und einer Idee Kaffe ist da nichts, mit verbundenen Augen und ohne Geruchstest würde man das Luther Urtyp nicht als Schwarzbier deuten können. Mich deucht, dass da farblich etwas nachgeholfen wurde, was ja auch nach dem dt. Reinheitsgebot von 1516 völlig legal ist. Es scheint so, als ob am Röstmalz gespart wurde, so dass stattdessen der Hopfen nennenswert hervortritt. Ich will nicht ungerechtfertig meckern, das Luther Urtyp ist ein ansprechendes Dunkles mit einer süffig-lieblichen Art und vergleichsweise milder Herzhaftigkeit. Der Geschmackseindruck deckt sich aber gewissermaßen mit der Optik: Mittelmaß.

Bewertet am