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Beer like star Lobkowicz Premium Ale

  • Typ Untergärig, Ale
  • Alkohol 4.4% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 1 Rezension

#27999

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
72% Avatar von Schluckspecht
65% Avatar von goldblumpen

72% Das tschechische Session IPA...

Avatar von Schluckspecht

Das Lobkowicz Premium Ale muss mit nur 4,4 % ABV auskommen, aber das muss das hervorragende Pilsener Urquell ja auch. Scheinbar wollten die braune Flasche und die rostbraunen Etiketten bereits andeuten, dass es sich hierbei um ein leicht dunkleres Bier handelt. Die Farbe ist ein wunderschönes rotstichtiges Bernstein. Das Bier wurde zwar pasteurisiert, die Filtrierung ist allerdings moderat ausgefallen - mir gefällt aber gerade dieser Umstand, da diese winzigen Schwebstoffe dem Bier eine Seele geben. Und verführerisch leuchten und sprudeln tut es dennoch. Zu sehen gibt es außerdem einen cremig-dichten Schaum, der eine ziemlich hohe Standfestigkeit aufweist. Das sieht richtig klasse aus.

Der nächste Schritt, der Duft, sorgt ebenso für Überraschungen. Zuerst etwas Zitrus, dann Gewürze (Koriander, einen Hauch Kümmel) und dann wieder Zitrus. Das Premium Ale kommt ohne Zuckerzusätze aus und steuert eindeutig in die würzige, fruchtige Richtung. Der Hopfen macht's. Und beim Malz muss man den Tschechen auch nichts erklären.

Malzbetont, spritzig und eher würzig-trocken steigt das Premium Ale ein. Zu der aufkeimenden Wässrigkeit gesellt sich noch eine leichte Metallnote hinzu - kein grober Mangel, aber unschön. Mit der Kohlensäure hätte man sich etwas zurücknehmen können, sie stört dem Mundgefühl, da sie Malzig- und Hopfigkeit zu dominieren droht. Diese kämpfen sich sporadisch mit feiner Würze und Zitrusnoten durch. Sehr gefällig, wenn auch nicht perfekt. Im Abgang changieren die Zitrusnoten zur Grapefruit, pilsgerechte Bitterkeit stellt sich zur präsenten Säure ein. Ein wenig registriert man hier dann auch den zum Teil verwendeten Hopfenextrakt. Die Süffigkeit ist für tschechische Verhältnisse alles andere als herausragend.

So ganz glücklich hinterlässt mich das Lobkowicz Premium Ale nicht. An den hohen Standard eines Pilsener Urquell kommt es wahrlich nicht heran, aber es hat seine interessanten Seiten, die mich zu einer erneuten Kostprobe motivieren. Langweile Standardgebräus lässt diese Ale hinter sich. Den Aromahopfen schmeckt man schön heraus, übertrieben und unharmonisch stark eingesetzt ist er zum Glück auch nicht. Etwas weniger Wässrigkeit und eine feinere Karbonisierung stehen auf meiner Wunschliste. Für nur 4,4 % ABV ist es dennoch eine bemerkenswerte Leistung, was hier geboten wird. Wie gesagt: Der Hopfen macht's.

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