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Beer like star Lehe Ogar Polski

  • Typ Piwo Grodziskie/Grätzer
  • Alkohol 3.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 86% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#26820

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
88% Avatar von dreizack
83% Avatar von Bier-Klaus

83% Braukunst live 2016

Avatar von Bier-Klaus

Braukunst live 2016:

Den Bierstil hat der "dreizack" ganz hervorragend beschrieben, vielen Dank dafür!

An dem Bier Stil bin ich besonders interessiert, den braue ich selber gerne. Es gibt nichts Besseres im Sommer als ein leicht rauchiges und leicht säuerliches Bier.
Der Ogar ist lichthell und glanzfein. Die Blume ist ordentlich, feinporig aber nicht stabil. In der Nase leichter Rauch, wunderbar. Das Grätzer schmeckt nur ganz wenig sauer, überwiegend leicht rauchig. Ich bilde mir Koriander ein aber das kann auch die Kombi aus Rauch- und Sauermalz sein.
Ein super erfrischendes Grätzer Bier.

Bewertet am

88% Seltene Kostbarkeit: ein Grätzer

Avatar von dreizack

Ogar Polski (oder auch Polnische Bracke) ist eine Hunderasse, die bekannt ist für ihren ausgezeichneten Spürsinn. Einen solchen braucht's bei einem Piwo Grodziskie oder Grätzer eigentlich nicht, denn das charakteristische Hauptmerkmal - das intensive Rauchmalzaroma - ist überdeutlich ausgeprägt und für jedermann klar wahrnehmbar. Ganz ohne außergewöhnlichen Spürsinn. Anders ausgedrückt kann man ein Grätzer auch schlicht als leichtes helles Weizenbier mit Raucharoma bezeichnen. Der Bierstil geht zurück auf ein regionales Bier, das in und um die (heute) polnische Stadt Grodzisk Wielkopolski (zu Deutsch „Grätz“) bereits vor rund 700 Jahren gebraut wurde und der Stadt überregionale Bekanntheit verlieh. Es wurde (und wird) traditionell mit einer niedrigen Stammwürze (also sehr leicht) eingebraut, so dass das fertige Bier lediglich 2-3 Volumenprozent Alkohol hat. Zum Einsatz kam über Eichenholz geräuchertes Weizenmalz, das dem Bier eine deutliche rauchige Note verlieh. Ferner wurde damals (wohl vorwiegend aus verfahrenstechnischen Gründen) über Weidenrinde geläutert. Nach mehr und weniger großen Schwankungen über die Jahrhunderte erreichte das Grätzer seinen Beliebtheitszenit wohl ca. 1890 bis 1910. Danach nahm die Bedeutung und auch die Nachfrage nach dem Grätzer-Bier sukzessive ab. Dies mündete in den 1960er Jahren in der Schließung der letzten traditionellen Grätzer-Brauerei. Durch die Renaissance handgemachter Biere und nicht zuletzt auch durch den Hobbybrauer-Boom in den letzten Jahren, wurden viele historische Bierstile wiederentdeckt. So auch das Grätzer, das mittlerweile wieder kommerziell gebraut wird, wenngleich es nach wie vor eine Rarität unter den Bierstilen ist und man außerhalb des polnischen/baltischen Raums kaum an eine Flasche dieses historischen Gebräus herankommt.

Das Ogar Polski der estnischen Brauerei Lehe habe ich in Tallinn verkostet. Das Raucharoma war sehr ausgeprägt, der Körper war schlank und leicht, es lag eine gewisse spätsommerabendliche Frische in dem Sud. Ein dezenter Kräutertouch und minimale Blumigkeit waren ebenfalls gegeben. Trockenes, knackiges Finish. Lediglich die dezente säuerliche Hintergrundnote war nicht 100% stilecht, tat dem Bier - wie ich fand - aber gut. Auch war es glanzklar, so wie es der Stil vorsieht. Ach ja: und es war rrrrichtig lecker!

Bewertet am