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Beer like star Left Hand Brewing Co. Fade to Black Volume 3 Pepper Porter

  • Typ Obergärig, Porter
  • Alkohol 7.2% vol.
  • Stammwürze 18%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 1 Rezension

Das Bier Left Hand Brewing Co. Fade to Black Volume 3 Pepper Porter wird hier als Produktbild gezeigt.

Dieses Bier wurde mit folgenden Tags versehen:

  • 2-Row-Malz
  • Chili
  • Karamellmalz
  • Kristallmalz
  • Mount-Hood-Hopfen
  • Münchner-Malz
  • Rauchmalz
  • Schokoladenmalz
  • Warrior-Hopfen
    #7211

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    Basierend auf 4 Bewertungen
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    Basierend auf 3 Bewertungen von Florian, Robert und Dirk
    84% Avatar von Florian
    81% Avatar von Felix
    80% Avatar von Dirk
    73% Avatar von Robert

    81% Rezension zum Left Hand Brewing Co. Fade to Black Volume 3 Pepper Porter

    Avatar von Felix

    Bei dem Fade to Black Volume 3 handelt es sich um ein Pepper Porter, da beim Brauverfahren echter schwarzer Pfeffer involviert war, dessen ABV vermutlich auf ca 6-7,5% geschätzt werden kann, demnach ist es zwar noch kein Imperial, aber definitiv schon als Foreign Porter zu bezeichnen.
    Optisch ist es erstmal sehr unspektakulär. Es bildet leider so ziemlich überhaupt keine Schaumkrone, bei schnellem Eingießen kommen nur impulsiv ein paar Bläschen an die Oberfläche, um das Bier sehr kurzweilig hellbraun aufschäumen zu lassen. Es sieht eigentlich ganz genauso aus wie Cola.
    Der Geruch dagegen verspricht schon viel mehr. Er ist intensiv, jedoch von seinen Aromen insgesamt recht zart, da hier nichts wirklich hervorsticht. Die Röstaromen halten sich in Grenzen, sehr weicher Kaffee kommt da nur hervor, dafür aber viel Zartbitterschokolade gepaart mit Trockenfrüchten, wie Pflaume und Rosine. Dahinter bildet sich eine angenehme Würze, die schon viel verspricht. Auf den Pfeffer kommt man bis dahin aber noch nicht, es gibt sich als gewöhnliches Porter.
    Im Antrunk ändert sich das dann kolossal (wobei dazugesagt werden muss, dass dieses Bier seine Aromen nicht sofort beim ersten Schluck preisgibt, sondern sich mit der Zeit immer weiter steigert). Erst kribbelt es kurz an der Zunge, leider nicht sonderlich angenehm und rund, sondern impulsiv, dann kommen sehr süße und gleichzeitig von einer deftigen Säure geprägte Aromen hinzu. Die Säure ist hier allerdings keine wie sonst so bekannte Espressosäure, es handelt sich um eine etwas andere Art des Sauren, das auch nicht im Bereich der Frucht liegt. Ich glaube, ich hatte eine Assoziation zu Phenolnoten. Nachdem das Bier nun im ersten Moment nicht so unglaublich überwältigend wirkt, baut es sich im Mund dann ganz schnell auf und plötzlich hat man es mit Salmiak vom Feinsten zu tun: Es ist heftig lakritzig mit einer mineralischen Salzigkeit, wozu eine heftige Würze kommt, die nun schon - zwar verschwommen, aber erkennbar - als Pfeffer bezeichnet werden kann. Über allem liegt noch immer die weichen Röstnoten mit der bitteren Schokolade. Ein wirklich genialer Antrunk, wie ich ihn sonst selten erlebe! Gerade Lakritzfans wie ich, sollten sich dieses Bier genau deshalb mal angesehen haben.
    Der Körper des Porter ist insgesamt einfach stimmig. Er ist einerseits kurzweilig spritzig, aber vor allem schwer und ölig, wobei auch dies nicht übertrieben wird. Der Körper an sich fällt nicht sonderlich auf, unterstreicht die Aromen gekonnt und steht niemandem im Weg, noch mehr Volumen dagegen wäre noch möglich gewesen und hätte vermutlich auch den Nachtrunk ein wenig gerettet. Was da nämlich abgeht ist schier der Wahnsinn und wirklich nur was für spezielle Geschmäcker.
    Sofort im Moment des Schluckens sticht eine spitze Schärfe direkt über dem Kehlkopf zu und versiegelt praktisch den Hals am Gaumen. Es ist die rauchige, kratzige Schärfe des Pfeffers, die hier absolut natürlich und authentisch rüberkommt, aber von einer wirklich heftigen Stärke gezeichnet ist. Sie überkommt den Kehlkopf, wie wenn man im Moment des Schluckens eine Nadel quer durch den Adamsapfel bohren würde. So etwas ist wirklich speziell. Die Schärfe zeigt sich in keiner Weise im Mund und sinkt auch nur ein wenig in den Hals hinab, sie erscheint und bleibt langanhaltend direkt am Zäpfchen bzw. am Kehlkopf und will auch lange nach dem Schlucken nicht mehr weggehen. Leider überdeckt sich damit ein wenig die anderen Aromen. Im Mund bildet sich nun eine herbsüße Malzigkeit aus, der Hopfen ist überhaupt nicht zu schmecken, wobei eine grüne Note ganz hinten mitschwingt. Auch das Lakritzaroma hält sich noch einen Moment am Gaumen, jedoch wird im Nachtrunk insgesamt einfach alles vom Pfeffer überdeckt. Da finde ich die Bewertung schwierig, dieses Bier hat nämlich alles geschafft, was es sich vorgenommen hat, ich persönlich hätte den Pfeffer nur etwas dezenter eingesetzt. Seine Natürlichkeit muss man ihm aber lassen.
    Bei diesem Bier empfehle ich dringend das Teilen mit MINDESTENS einer anderen Person, da eine ganze Flasche 0,33 für einen Menschen kaum zu schaffen ist, man muss dieses Bier sehr langsam trinken, da es irgendwann im Hals wehzutun beginnt, nicht etwas weil es zu scharf ist, das auf keinen Fall, nur ist es derartig intensiv und sticht wirklich immer genau an dieselbe Stelle, dass man sich daran erinnert fühlt, wie es ist, immer wieder auf denselben Fleck am Arm geschlagen zu werden, falls das noch wer aus seiner Kindheit kennt..
    Dieses Bier ist definitiv keine Erfrischung, es ist speziell und sehr intensiv und etwas ganz Besonderes. Left Hand hat geschafft, was sie schaffen wollten, demnach ist es absolut gelungen und eine Empfehlung wert, mit Bier im traditionellen Sinne hat es dann aber doch weniger etwas zu tun, es ist eine Granate!

    Bewertet am