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Beer like star Landskron Maibock

  • Typ Untergärig, Bock
  • Alkohol 6.2% vol.
  • Stammwürze 16.3%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 10-12°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagen 6 Benutzer

Bewertet mit 77% von 100% basierend auf 9 Bewertungen und 5 Rezensionen

  • Bier des Monats 05/2008
    #791

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    Bewertungsdetails
    Basierend auf 9 Bewertungen
    Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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    Bewertungsdetails
    Basierend auf 3 Bewertungen von Florian, Robert und Dirk
    100% Avatar von Tüte
    88% Avatar von Tarfeqz
    78% Avatar von Schluckspecht
    75% Avatar von Florian
    75% Avatar von maecky
    73% Avatar von Felix
    71% Avatar von Robert
    70% Avatar von Dirk
    65% Avatar von deadparrot

    72% Redaktionsbewertung

    Avatar von der Redaktion

    In Görlitz an der polnischen Grenze versüßt man sich den Mai mit diesem schönen Bockbier, und das ist wörtlich zu nehmen!

    Schon die appetitlich rotgoldene Farbe verspricht zugleich Frische und Tiefgang. Der Geruch ist bestimmt von fruchtigen und süßlichen Noten, die an überreife Bananen und Karamell erinnern.

    Diese Aromen sorgen im Einstieg für einen Eindruck von kandierten Früchten, nun jedoch mit mehr Hang zur zuckerwatteartigen Malzigkeit. Überraschend gering sticht der Alkohol durch, zu dominant sind die Süße und leider auch eine gewisse Wässrigkeit. Zumindest aber wird der „Landskron Maibock“ dadurch enorm süffig, rinnt geschmeidiger die Kehle hinunter als vergleichbare Biere.

    Im Abgang überrascht eine plötzlich aufkommende Bitterkeit, die ebenso plötzlich wieder verschwindet. Sie trägt wenig zum Geschmack bei und wirkt daher aufgesetzt, hätte prägnanter ausfallen können. Ansonsten bestimmen malzige Würze und eine leichte Säure den Abgang, auch wenn sich das Bier nie wirklich von seinem süßen Charakter verabschiedet.

    Für seinen (für einen Bock) vergleichsweise geringen Alkoholgehalt und seine hohe Süffigkeit ist der „Landskron Maibock“ überraschend komplex. Nicht nur deshalb eignet er sich nicht nur für Freunde dieser Biersorte, sondern auch für jene, die dazu werden wollen. Der optimale „Einsteigerbock“.

    Bewertet am

    78% Sächsischer Frühling

    Avatar von Schluckspecht

    Darum muss man den Frühling lieben: Es gibt den Maibock. Landskron serviert uns hier eine 6,3 % starke Variante mit erfrischend frühlingshaften hellgrünen Etiketten. "Aromatisch und samtweich" wird er angekündigt, den Hopfenextrakt erspart man uns. Zu sehen gibt es im Glas ein kräftiges Altgold mit Tendenz ins Orange. Darüber thront eine beigefarbene, cremig-dichte Schaumkrone von noch angemessener Stabilität. Soweit, so gut.

    Im Duft kommt so manches zusammen: Hier der Karamellmalz, dort feingliedrige Würze und wiederum woanders harzige Hopfennoten. Es riecht nicht ganz so hochwertig, wie ich mir das wünschen würde. Dafür entschädigt aber schon mal der malzlastige Antrunk, der mit seiner Frische und Samtigkeit begeistert. Dem Körper fehlt zunächst ein wenig die Ausdruckskraft, ehe sich dann doch der Hopfen erbarmt und freudig ins Geschmacksensemble einstimmt. Der Abgang geht ganz nach dem Geruch und bringt verspielte Honigsüße und kräftige Malzwürze mit einer Idee Hopfenbitterkeit unter einen Hut. Der Maibock tritt definitiv anders auf als der weniger süße, dafür säuerlichere Goldbock. Und ja, er schmeckt tatsächlich so, wie man sich landläufig in etwa einen Maibock vorstellt. Mehr Hopfen und einen entschlosseneren Körper setze ich auf meine Wunschliste. Nichts zu meckern gibt es bei der überdurchschnittlichen Süffigkeit.

    Direkt spannend ist der Maibock von Landskron nicht gerade, aber ein stimmiges Bierchen, das beschwingt in die grünende Jahreszeit einstimmt. Schade nur, dass der Körper relativ flach geraten ist. Doch dieses Loch währt nur kurz. Gut gefällt mir die angepriesene Samtigkeit und die bei aller Süße gelebte Würzigkeit, die beide gar nicht mal unstimmig arrangiert sind. Hätte ich vor drei Jahren erst den Maibock mit einer unterdurchschnittlichen Bewertung komplett verrissen, so muss ich jetzt wohl vielmehr eine Empfehlung aussprechen. Damals störten mich in erster Linie die zu starken Alkoholnoten, die hier nunmehr allerdings sehr sauber untergebracht sind. Einen ähnlichen Aha-Effekt brachten mir schon andere Landskron-Biere, also hat sich hier eventuell etwas an der Qualität getan.

    Bewertet am

    65% Rezension zum Landskron Maibock

    Avatar von deadparrot

    An eine Rezension von Felix anzuknüpfen, welcher in gewohnter Eloquenz und mit sagenhaftem Blick fürs Detail auch noch die kleinsten Feinheiten in Worte zu fassen vermag, wird für mich immer zur Übung in Bescheidenheit. Fast kommt es mir müßig vor, auch noch einen eigenen Text zu verfassen - zumal da ich in diesem Fall in vielen Punkten zustimme. Eine bessere Beschreibung für den Duft dieses leichten Bockbiers als "Getreideflocken mit Honig und zartfruchtige Aprikosennoten" wüsste ich nicht zu finden. Meiner Meinung nach liegt auch eine Note von süßem Apfel darin.

    Nicht nur dank relativ geringen Alkoholgehaltes (für den Braustil) zeigt sich das Landskron sehr mild. "Aromatisch und samtweich" verspricht das Etikett: In letzterem Punkt stimme ich auf jeden Fall zu, in ersterem nur bedingt. Denn am Gaumen verwässert das Bier zusehends; nach anfänglicher fruchtiger Süße verliert das Bier allzu rasch an geschmacklicher Intensität - ohne aber dabei an Süffigkeit einzubüßen. Mit Hopfenbittere hält es sich nach hinten hinaus deutlich zurück - ein süßlicher Grundcharakter bleibt insofern, wenngleich in Moderation, bestehen.

    Ich würde diesen Bock als von vorne bis hinten völlig unaufgeregt und unkompliziert beschreiben. Die Redaktion spricht richtigerweise von Einsteigerfreundlichkeit - ich halte das Bier alles in allem, um ehrlich zu sein, zwar keineswegs für schlecht, aber dann doch irgendwie für recht langweilig.

    Bewertet am

    73% Rezension zum Landskron Maibock

    Avatar von Felix

    Grünes Flaschendesign, 6,3%ABV.

    Klar und sehr hübsch. Bernstein mit eierschalenfarbener Perlange, cremig und feinporig. Dabei eine sehr filigrane, rege Kohlensäure.

    Der Duft gibt süße Blumigkeit, Getreideflocken in Honig und zartfruchtige Aprikosennoten her. Ein ausgewogenes, rundes und mildwürziges Bouquet. Der Alkohol ist sehr rein und ohne bittere Zwischentöne.
    Die von den Kollegen angesprochene Bananennote wäre mir nicht aufgefallen, doch - in der Tat - ich verstehe, was gemeint ist.

    Im Mund setzt sich dieser Eindruck sehr gelungen fort und man wird überhaupt nicht mit viel Süße konfrontiert, wie es erwartbar gewesen wäre. Das Bier zeigt sich betont mildfruchtig. In der Tat setzt die Kohlensäure frisch und elegant ein und transportiert Noten von blühenden Aprikosen- und Pfirsichbäumen. Spürbar kommen sie aus einem saftigen Hopfen. Trotzdem liegen süßlich-würzige Blumen- und Honigtöne darunter, ohne auch nur ein bisschen zu drücken, zu schieben oder sonstig schwer zu sein.

    Der Körper ist wirklich schön balanciert. Der Bock ist in der Textur leicht ölig, zugleich aber auch von einer unbeschwerten Leichtigkeit, dass er nie klebrig wird. Die zarte Kohlensäure hilft hier das typische Image vom klebrig-süßen Bockbier zu negieren. So entsteht ein feinerer und ausgewogenerer Körper.

    Der Abgang ist hopfig mit anhaltender Honigsüße. Beim Ausblasen durch die Nase blinken zwischen den zartbitteren Hopfenölnoten noch einmal Ideen von Aprikose und Blumigkeit auf. Ein klein wenig drückend erscheint der Hopfen hier dann doch, wenn er auch nicht sehr bitter ist. Er könnte meiner Ansicht nach noch deutlich herber ausfallen. Dennoch ist die Bittere ein bisschen platt. Eine aromatischere Sorte wäre hier angebrachter gewesen, um auch den Abgang duftig zu gestalten. So stellt er nichts eigenes da, ist nur das Ende vom Einstieg.

    Der Maibock von Landskron ist ein grundsolider, ausgewogener, heller Bock, der eine tolle Grundlage liefert, um damit nun noch zu arbeiten. So weit geht die Brauerei dann nicht, sie begnügt sich leider mit einem völlig runden Fundament. Das schmeckt zwar gut, enttäuscht aber ein bisschen, weil schnell klar wird: Auf dieser reinen und runden Basis ließe sich einfach alles erdenkliche verwirklichen.
    Hier hat man es mit einer zarten Aromatik zu tun, ruhig wiegend zwischen Honigkuchensüße, blühenden Frühlingswiesen, Aprikosenbäumen und trockenen Hopfenölen. Ideen von Holzigkeit kommen hinzu. Es zeigen sich blumig-sirupige Süße, gepaart mit Trockenheit und milder Würze, ein Hauch von Alkohol mit fruchtigen Einschlägen. Letzterer ist toll eingebunden.
    Der Bock ist aufgrund seiner Stimmigkeit nicht besonders eindrücklich. Man muss sich schon ein bisschen auf ihn konzentrieren und einstellen, um ihn schätzen zu können, denn er bietet keinen Grund zum Aufjauchzen. Es ist schade, wie hier alles herausgeholt wird, was sich aus den (vielleicht mittelmäßigen) Zutaten einer großen Produktion herausholen lässt. So entsteht ein grandioser Supermarkt-Bock - doch das ist mir natürlich weit nicht genug. Man erkennt sofort, welche Möglichkeiten hierbei freigelegt werden. Jetzt müssten nur noch die 0815-Hopfen und Malze durch richtig hochwertige Rohstoffe ausgetauscht werden und man hätte einen wirklich hervorhebenswerten Maibock!
    Dieses Bier ist ein passender Begleiter für den blühenden Garten am warmen Nachmittag im April oder Mai, wenn der Sommer schon fast gekommen ist, es am Abend aber trotzdem noch etwas kühl bleibt.
    Ich jedenfalls kann dieses Bier schätzen. Es schmeckt mir gut, nur bedaure ich, dass es bei seiner ausgewogenen Anlage verweilt, wo es doch in alle Richtungen etwas aus sich machen könnte. Beispielsweise wäre dieser Bock prädestiniert dafür, einen blumig-zitralen, deutschen Aromahopfen in sich zu entfalten.
    Er ist wie ein frisches, leeres Fass, das nur noch gefüllt zu werden braucht.

    Bewertet am

    88% Rezension zum Landskron Maibock

    Avatar von Tarfeqz

    Man wird zuerst von einem wunderschönen Duft überrascht. Er erinnerte mich sofort an reife, schwarzschalige Bananen. Und man wird beim Einstieg auch nicht enttäuscht. Der fruchtige Geruch steckt auch im Geschmack. Dezent aber sehr gut abgestimmt. Das leichte prickeln im Mund verstärkt den Wohlgeschmack. Der Abgang gleicht sich in abgeschwächter Form dem Einstieg an. Der Nachgeschmack wirkte auf mich ein wenig schaumig. Das Bier ist außerdem sehr würzig. Da die Kombination mit dem Fruchtigen so gut abgestimmt ist, wird es um so leckerer.
    Gehört ab sofort zu meinen Lieblingsbieren.

    Bewertet am