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Beer like star Flying Dog Kujo Imperial Coffee Stout

  • Typ Obergärig, Stout
  • Alkohol 8.9% vol.
  • Stammwürze 22%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 83% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

Dieses Bier wurde mit folgenden Tags versehen:

  • Goldings-Hopfen
  • Northern Brewer-Hopfen

Speiseempfehlungen / Food pairing:

  • Karamelliges
  • Nussiges
  • Schokoladiges
#6278

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
83% Avatar von Felix

83% Rezension zum Flying Dog Kujo Imperial Coffee Stout

Avatar von Felix

Dem Kujo-Imperial Coffee Stout von Flying Dog entsteigt schon beim Öffnen der Flasche ein unglaublich intensiver, sehr süßer Mokkageruch. Verbunden wird dieser süße Kaffee mit einer sehr weichen, frischen Alkoholnote, die leichte Trockenfruchtaromen mit in das Bier bringt. Ein weiche Pflaume ist dahinter zu erkennen, in erster Linie hat man es hier aber mit schoko-ummantelten Kaffeebohnen zu tun, eine weiche Vanille umschmeichelt diese Noten mit einem kräftig-vollem Körper. Besonders schön ist die Schaumkrone, die eine atemberaubende Farbe von schokoladigem Braun besitzt, aber leider viel zu schnell vergeht. Das hätte ein top-Anblick werden können.
Das Bier ist im Mund unglaublich ölig. Es ist dickflüssig und sehr süß. Der Körper ist wahnsinnig sirupig, aber trotzdem schlank und nicht allzu fett. Fühlt sich so Motoröl im Mund an?
Die Kaffeebohnen mit Schokomantel kommen auch hier perfekt zur Geltung. Das Bier überzeugt im ersten Moment wirklich mit Fülle und Intensität. Weiche Trockenfrucht umspielt das alles, süße Vanille und herb-erdiger Tabak (Tonkabohnen?), der sich zum Gaumen hin bitterer verengt, Bitterschokolade und vielseitiger Kaffee mit leichter Espressosäure und trotzdem schokoladigen Mokkanoten. Interessant ist hier vor allem die Entwicklung des Bieres, das meiner Ansicht nach sowohl im ersten Moment des Antrunkes, wie auch im letzten Moment des Nachtrunkes aromatisch am schwächsten ist, sich jedoch genau dazwischen unheimlich aufbäumt und extrem komplex wird. Im ersten Moment fällt der satt-sirupige Körper sehr ins Gewicht und trägt hauptsächlich die süßen Vanille - und Pflaumennoten (eine ganz leicht-würzige Nelke scheint sich dazuzugesellen, es könnte aber auch ein Wink des Alkohols sein). Dann steigt langsam die weiche Säure im hinteren Mundbereich auf, die den Alkohol geschmacklich dezent durchkommen lässt und eine herbe mit sich bringt, welche Tabak und Bitterschokolade (Kakaoanteil 75+) in sich vereint. Eine tolle herbe, die mit der Vanille zusammen sehr ausgewogen wirkt. Es ist ein wenig, als ständen sich zwei Parteien gegenüber (Vanille, Tabak, Schokolade, Pflaume, also eine herbe Süße; und Kaffee, Alkohol, Säure, eine bittere Frische) Wirklich interessant, anzukreiden wäre hier nur der etwas zu dominante Alkohol, welcher die Säure zu stark hervorstechen sowie Pflaume und Kaffee einen Hauch zu aggressiv werden lässt.
Auf diese Weise gehen Antrunk und Nachtrunk weich ineinander über, jedoch immer mit einer leichten Schärfe verbunden, die mir persönlich noch etwas zu unstimmig ist.
Insgesamt ist es aber ein wirklich schönes Bier, das vor allem durch die Vermählung von Süße und Herbe - die sich immer und immer wieder geschmacklich abwechseln - auf einer sehr anderen Ebene, als man es vermuten würde, punktet. Sicherlich ist dieses Bier malzbetont, es ist auch recht herb zum Nachtrunk hin, diese Herbe scheint mir aber röstig und weniger hopfig zu sein. Das Kujo überzeugt durch eine ölige Textur und sahnig-sirupiges Mundgefühl, sowie einer wunderbaren Verbindung unterschiedlichster Aromen. Schön ist vor allem die Deutlichkeit der Vanille und des erdigen Tabaks, die sonst weit nicht so stark in einem Bier ans Tageslicht treten. Auch schön finde ich, dass es noch immer ein klassisches Imperial Stout ist, dem man keinerlei Gepansche vorwerfen kann. Der Begriff Coffee Stout ist also nicht allzu ernst zu nehmen, der Kaffee ist wunderbar harmonisch in das Bier integriert und bereichert es durch die ihm eigenen Geschmacksnuancen (Espressosäure, Mokkasüße, Herbe und Leichtigkeit von schwarzem Kaffee). Sehr gelungen und dennoch: unter den Stouts und Porters von Flying Dog ist es eher eines der schlechteren. Aber Flying Dog macht auch echt verdammt gute Biere in diesem Bereich!

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