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Beer like star Kronator Dunkler Doppelbock

  • Typ Untergärig, Dunkler Doppelbock
  • Alkohol 7.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 57% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#21943

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
57% Avatar von Felix

57% Rezension zum Kronator Dunkler Doppelbock

Avatar von Felix

Farbe unbestimmbar zwischen Bernstein und Rot. Ziemlich klar und kaum Schaumbildung.

Der Duft ist wie der Klang eines Kontrabasses: Je näher man dem Sud kommt, desto mehr entzieht er sich. Obgleich er von Weitem stärker riecht, ist der Geruch trotz allem nicht besonders intensiv.
Was aber zu spüren ist, das ist sehr malzig und süß. Was sonst als Karamell erscheint, ist hier mehr Krokant. Hinzukommen zuckrigsüße Beerennoten und Aromen dunklerer Trockenfrüchte. Erdbeere und Rohrzucker geben hier den Ton an, in einen Mantel von Toffeesahne eingehüllt.

Im Mund ein bisschen mehr Trockenbeere und ein Aroma von Sahne-Karamell-Bonbon, das wirklich schön ist. Ansonsten nur eine leichte Säuerlichkeit, die hinzukommt.
Das Bier schmeckt relativ dünn, im Verhältnis zum ohnehin schon zu milden Duft leider trotzdem noch ernüchternd. Es kann sich nicht aus dieser Krise befreien.

Der Körper ist ganz schön leicht für einen Bock dieser Art.
Der Doppelbock ist ziemlich dünn, versucht aber trotzdem noch klebrig zu sein. Er scheint überhaupt kein Verhältnis zu sich selbst zu haben, dass er sich so etwas zumutet. Alkohol kommt nur am Rande durch, ist selbst gut eingebunden, aber unnütz in seiner Funktion. Denn unter der malzig-milden Aromatik wirkt er wie verschleudert. Die 7,5%ABV haben gar nichts, was sie tragen könnten.
Ich denke, ein dunkler Doppelbock dürfte ruhig noch mehr Mut zur Fülle aufbringen.

Der Abgang ist von leichter Hopfenbittere und Rohrzuckernoten, es klingt also durchaus etwas nach. Doch die starke Zucker-Sahnebonbon-Aromatik buttert ihn ziemlich zu. Etwas Röstung wäre hier schön gewesen, oder auch ein prägnanterer Hopfen mit fruchtigen Obertönen - Mandarina Bavaria könnte ich mir sehr gut vorstellen - hätte dem Bier gut getan.

Insgesamt tut der Kronator aus Kronach niemandem weh, aber bereichernd finde ich ihn ebenso wenig.
Der Doppelbock ist ein süffiger, leichterer Begleiter, der nirgends hervorsticht, dafür aber mit seinen Volumenprozenten sehr geschickt umgeht. Leider ist das ein Zug, den ich vor allem bei den hellen Böcken eher schätze. Dieser hier ist im Kern wohl eher hell, wartet aber mit süßlich-dunklen Noten auf. Sein Körper ist grundsätzlich leicht angelegt. Trotzdem ist er ölig und klebrig. Da fehlt mir einfach die Fülle unter der Textur.
Im Aroma ist das Bier (vielleicht durch mangelnden Hopfen) schlichtweg zu unauffällig. Die Malze geben zwr hübsche Noten ab, doch können nur wenig wirklich transportieren. Etwas Krokant, Zuckererdbeere, Karamell-Sahnebonbon und zum Schluss noch das Wissen, das hier irgendwo mal eine Hopfendolde drin gewesen sein muss. Wenn die Aromatik doppelt so intensiv wäre, dann könnte ich zufrieden sein, so aber wirkt das eher unsicher.
Und ein Doppelbock sollte nun wirklich nicht schüchtern sein, wie ich finde.
Also letztlich hat man hier ein ziemlich durchschnittliches Bier vor sich stehen, das so wie die allermeisten Biere Deutschlands (wenn wir es global betrachten) gute Grundlagen aufweist, die die Standards der meisten Länder übertreffen, aber daraus kaum etwas macht. Die 100 Tage Kellerreifung dieses Sudes haben ihm wohl weniger geholfen, als es vielmehr noch charakterloser gemacht.
In Ordnung aber die Welt dreht sich auch ohne diesen Bock weiter.

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