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Beer like star Kremlin Crude

  • Typ Obergärig, Russian Imperial Stout
  • Alkohol 10% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 4 Rezensionen

Das Bier Kremlin Crude wird hier als Produktbild gezeigt.
#8990

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen von Florian und Robert
87% Avatar von Robert
87% Avatar von MichaelF
83% Avatar von WeinArte
80% Avatar von Florian
56% Avatar von Blueshawk

84% Redaktionsbewertung

Avatar von der Redaktion

Es handelt sich um einen der wichtigsten Rohstoffe. Aus ihm wird das „schwarze Gold“ gewonnen. Auch wenn sein Verbrauch langsam abnimmt, so versorgt er uns doch mit dem Kraftstoff, der uns durch unser modernes Leben bringt. Und er ist nachwachsend – Malz und das daraus gebraute Imperial Stout.

Was würde man als Schreiberling von Bierrezensionen nur tun, wenn die Craft Brewer einen nicht ständig mit tiefsinnigen Namen für ihre Schöpfungen versorgen würden? Nun ja, den Geschmack beschreiben, aber so ist es doch ungleich unterhaltsamer:
Bei “crude” denkt man im deutschsprachigen Raum vielleicht zuerst an „krude“ oder Worte wie rauh, derb oder grob. Durchaus passend bei diesem Bier, doch abgesehen davon steht „crude“ auch verkürzend für „Rohöl“. Weiß man nun noch, dass die Dänen Bier „Øl“ nennen, kommt man so langsam hinter den Charakter dieses Imperial Stouts. Die Beziehung zwischen „Russian“ und „Kreml“ bedarf dann wohl keiner Erläuterung mehr.

Dann schauen wir mal, wie sich das russische Rohöl im Glas so schlägt.

Es ist schwarz wie die Nacht und hinterlässt am Glasrand einen bräunlichen Film – so erhält man eine Metapher am Leben, Öl pur. Der Schaum ist recht hell, zwischen braun und creme, und grobporig, aber beständig.
Im Geruch macht sich dann der krude Charakter erstmals bemerkbar: salzig, brotig, rauchig wie Schinken.
Im Einstieg gesellen sich zu diesen kräftigen Noten dann einige weichere Klänge, denn Malzsüße mit Kaffee- und Schokoladenröstaromen gleichen die raueren Aspekte gekonnt aus.
Der Körper ist erwartungsgemäß dicht, aber einfach gestrickt und geradlinig, wodurch er einen glatten, klaren Eindruck hinterlässt. Man fühlt sich an kaltes Metall erinnert…hören wir da ein leises „crude“?
Der Abgang verläuft von Rauch über Mokkasüße zu einer vehementen Bitterkeit, prägnant und voll, begleitet von einem Anklang von Jod.
Abgesehen von einer stimmigen Metaphorik ist es schön, dass diesem Bier auch eine stimmige Harmonik innewohnt.

Bewertet am

56% Schöne Noten, viel Alk !

Avatar von Blueshawk

- tiefes Schwarz mit guter, schnell zerfallender Schaumbildung
- Aromen nach Espresso, Röstmalz, Bitterschokolade, Lakritz, Anis, Brot, Rauch und eine Idee zuviel Alkohol
- Carbonisierung könnte für diesen Typ eine Spur weicher bzw. samtiger sein
- sofort im Antrunk ist mir der Alkohol einfach zu wenig „versteckt“
- die Kaffeenote, das Malz und der brotige Rauchgeschmack harmonieren sehr schön im Mittelteil miteinander
- hier tritt die Alkoholnote erstmals wohltuend in den Hintergrund
- im Abgang dann eine leichte Herbe und dann leider wieder der Alk-Hammer

Fazit: Es gibt Imperial Stouts, welche den erhöhten Alkoholgehalt weitwaus besser „verstecken“

Bewertet am

83% Rezension zum Kremlin Crude

Avatar von WeinArte

Das Kremlin Crude zeigt sich fast schwarz im Glas, mit einem dichten, dunklen Schaum. Aus dem Glas steigen dezente Röst-Aromen und feine Malz-Aromen empor. Am Gaumen ist das Imperial Stout ordentlich bitter und herb, die Süße wirkt für mich etwas aufgesetzt, fast künstlich. Ein kräftiger Körper, ausgewogen und nicht wässrig, die Röst-Aromen im Vordergrund. Sehr schmackhaft. Der Abgang ist bitter und weist feine Kaffee-Aromen auf, auch ist der Abgang langanhaltend.

Bewertet am

87% Rezension zum Kremlin Crude

Avatar von MichaelF

Das Russian Imperial Stout von Beer Here steht vor mir und ich merke wieder einmal, wie sehr ich diese handwerklichen Biere liebe. Bei Industriebieren wollen mir manchmal nicht mal einige dünne Zeilen einfallen und hier könnte ich seitenweise über dieses tolle Bier schwärmen. Zum ersten Mal kenne ich bei einem aus den Bierpaketen verkosteten Bier den Braumeister persönlich. Auf der BraukunstLive konnte ich mich mit Christian S. Andersen unterhalten und lernte ihn als sehr sympathischen Menschen kennen – und seine Biere schätzen. Das Kremlin Crude ist mein erstes Russian Imperial Stout und es trinkt sich ungemein gut. Im Glas steht es in einem tiefdunklen, undurchdringlichen Schwarz mit dichtem, grobporigem Schaum, der zwar abnimmt, sich aber standhaft weigert, ganz das Feld zu räumen. Der Geruch erinnert ein wenig an Rauchbiere, ebenso deutlich ist Salz zu erkennen. Diesen nicht alltäglichen Geruch finde ich ziemlich spannend. Die 10 vol. Alkohol nehme ich im Geruch als recht gut versteckt wahr. Im Einstieg kommt zunächst diese Rauchigkeit durch, die von Salz untermalt wird. Nach und nach wird es aber runder und weicher und harmonischer. Zuerst geht das salzige in ein süßes Malzaroma über, dem Kaffee- und Schokoladearomen folgen. Dunkle Beerenfrüchte wie Brombeeren und Stachelbeeren schimmern durch. Für mich ist der Körper das erste große Highlight des Kremlin Crude, wenn alle diese Aromen ihr Lied singen und der Körper unglaublich gekonnt diese Aromen trägt. Fließend und weich – eben wie ein schönes Lied. Verdichtete Aromen, aber in ihrer Einzelheit sehr einfach und zueinander passend. Den Abgang begleitet eine ausgeprägte Bitterkeit, die zuerst leise, leise ihren Anfang nahm und plötzlich zu voller Macht anschwillt. Eine wieder aufkommende Rauchigkeit rauscht hinter der Bitterkeit heran und lässt das Bier ausklingen.
Das Kremlin Crude Russian Imperial Stout hat mich auf voller Linie überzeugt. Es ist von Anfang bis Ende ehrlich und zeigt seinen Charakter offen und warmherzig. Es erinnert mich an die Ehrlichkeit von Christian S. Andersen: „Wer meine Rezepte will, muss fragen“. Voll satter Aromen läuft es weich und rund die Kehle hinab und lässt in den ersten Momenten vergessen, dass dieses Bier 10 vol. Alkohol hat. Definitiv eines meiner Lieblingsbiere. Und damit steigt die Vorfreude auf das neue Bierpaket, in dem mit dem Beer Here Dark Hops und dem Beer Here Amme Stout zwei weitere Biere den Weg zu mir finden werden.

Bewertet am