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Beer like star Köstritzer Kellerbier

  • Typ Kellerbier
  • Alkohol 5.4% vol.
  • Stammwürze 12.7%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 55% von 100% basierend auf 25 Bewertungen und 19 Rezensionen

#21129

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 25 Bewertungen
73% Avatar von Bastus
73% Avatar von Baron-von-Gerstensaft
70% Avatar von Arne999
68% Avatar von Oliver Torres
68% Avatar von Dunkel-Fhyrst
67% Avatar von Schmallo
66% Avatar von Kuh’ler Klaus
64% Avatar von Bier-Sven
63% Avatar von LordAltbier
63% Avatar von Konjugator
59% Avatar von tonne
59% Avatar von madscientist79
58% Avatar von ren1529
55% Avatar von deadparrot
54% Avatar von bleppo
52% Avatar von Schluckspecht
48% Avatar von Biergroßmeister_Kevin
47% Avatar von HansJ.
45% Avatar von Schmalzlocke
42% Avatar von Hobbytester
40% Avatar von Jeuni
39% Avatar von remus456
38% Avatar von dreizack
33% Avatar von Bier-Klaus
29% Avatar von Felix

52% Mit dem Mehr an Wasser

Avatar von Schluckspecht

Optisch eifert das mitteltrübe Kellerbier im orangestichtigen Bernstein den kupferfarbenen Etiketten der edel aufgemachten Reliefflasche nach. Das sieht durchaus stimmig aus - inklusive der mikroskopisch kleinen Schwebstoffe, die davon berichten, dass dieses Bier nicht nach allen Regeln der (legalisierten) Kunst bis ins Charakterlose gefiltert wurde. Der helle Schaum erweckt trotz ausbaufähiger Stabilität nicht den schlechtesten Eindruck. Köstritzer wollte ein naturbelassenes Bier auf dem Markt bringen - und diesen Eindruck bekommt man dann auch. Es ist durchaus erstaunlich, wie eine Großbrauerei wie eben jene Schwarzbierbrauerei diesen Wandel durchaus erfolgreich absolviert hat.

Im zarten Duft kommt in erster Linie die bananige Hefe zum Vorschein sowie etwas Karamell, Malz und dezente Fruchtnoten. Ich störe mich ein wenig am modrigen Eindruck - wie angefaultes Obst -, den diese Komposition hinterlässt. Das bleibt seltsamerweise im ziemlich wässrigen Antrunk immer noch genauso, auch hier ist das Arrangement aus süßen, fruchtigen und würzigen Noten zweifelhaft. Diese gewisse Nuance Röstmalz sorgt für etwas Unwucht, die Hefe liefert fruchtige, angegärte Geschmacksaromen, aber nicht das dazugehörige Mundgefühl. Der schwachhefige Körper macht es in Abwesenheit von geschmacklicher Intensität zumindest etwas besser, die malzigen Noten kommen etwas besser durch. Immer wieder lösen sich Wässrigkeit, Fruchtigkeit und malzige Würze gegenseitig ab - mit eingeschränkter Harmonie. Getreidig und mit nicht sonderlich edel anmutender Bitterkeit schließt das Kellerbier zufriedenstellend ab. Genuss und Süffigkeit sind eher unterdurchschnittlich.

Schade, sehr schade. Vom Fass ist das Köstritzer Kellerbier weitaus weniger fürchterlich, so zumindest mein Eindruck - obgleich auch dann kein besonderes Geschmackserlebnis geboten wird. Das Köstritzer Pale Ale ist mittlerweile sehr manierlich und mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis gesegnet, den anderen Sorten muss ich leider diese Wässrigkeit ankreiden. Die Schale funktioniert ja bereits, jetzt muss der Inhalt folgen. So, wie es sich hier präsentiert, werden wir keine Freunde.

Bewertet am

63% Rezension zum Köstritzer Kellerbier

Avatar von Konjugator

Ein Kellerbier. Mein Geschmacksorgan ist schlechterdings ein wenig durch den Cross-Test mit Karlsberg Mixery Iced Blue mit Guarana in Mitleidenschaft gezogen. Also, das Köstritzer Kellerbier schmeckt. Nach Bier. Das Karlsberg schmeckt nach Iced Blue mit Guarana (siehe dortige Rezension). Eine genauere Probe kann leider nicht erfolgen, melde mich noch mal.

Bewertet am

70% Kein Kellerbier

Avatar von Arne999

Schöne Optik orange-, bermsteinfarben. Kleine Schaumkrone, die sich recht lange hält. Vom Aussehen gleicht dieses Bier nahezu dem Köstritzer Lager. Für ein Kellerbier ist mir dieses Bier eigentlich viel zu klar.... auch der Geruch ähnelt dem Lager.
Das Bier schmeckt dann aber im Gegensatz zum Lager aus gleichem Hause recht charakterstark, ist spritzig und vor allem hopfig, für ein Kellerbier mmN viel zu hopfig.

Alles in allem ganz schmeckt das Bier gut, aber es sieht weder aus wie eim Kellerbier noch schmeckt es wie ein Kellerbier. Gutes mittleres Mittelfeld.

Bewertet am

64% Rezeptur geändert?

Avatar von Bier-Sven

Keine Ahnung - für ein Massenbier finde ich das aber wirklich nicht schlecht.

Ja - das ist ein wirklich leichtes Kellerbier. Sicherlich habe ich schon mehrere Kandidaten getestet die einfach mal eine Liga höher spielen. Da ich hier jedoch keine Fehlaromen schmecke, ist das aus meiner Sicht doch ein guter Begleiter zum rustikalem evt. jedoch nicht extrem kräftigem Essen und anschließender geselliger Runde, bei der dann auch durchaus mehrere Flaschen geöffnet werden dürfen.

Bewertet am

73% Verdient bessere Wertungen

Avatar von Baron-von-Gerstensaft

Bier ist Geschmackssache. Jeder Bier-Freund interpretiert ein Bier anders. Was den Geschmack der Masse trifft muss nicht den Geschmack einer einzelnen Person treffen und umgekehrt.

Ich bin der Köstritzer Brauerei durchaus nicht abgeneigt (was man an meiner Wertung zu ihrem exzellenten Witbier vermutlich auch erkennen kann). Bereits ihr Schwarzbier hatte damals einen geschmacklich positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Und das Kellerbier zieht da mit.

Von der Farbe her macht das Köstritzer Kellerbier einen verhältnismäßig trüben Eindruck, allerdings nicht so trüb wie es bei manchen unfiltrierten Kellerbieren der Fall ist. Der Antrunk ist mild, es macht sich eine leicht bittere Note bemerkbar und es entfaltet sich ein sehr aromatischer Körper. Im Abgang hinterlässt das Kellerbier auch noch einen recht frischen Geschmack. Hier in den Kritiken ist oft die Rede von "Mineralwasser", dieser Meinung kann ich mich aber ganz sicher nicht anschließen.

Gut gekühlt und eingeschenkt in einen Bierkrug (am besten Stein oder Porzellan in dem die Kühle erhalten bleibt) ist das Köstritzer Kellerbier ein gelungenes Bier. Köstritzer bleibt eine kommerzielle Brauerei die ebenfalls ihr Bier in Massen produziert, ihre Biere kann man aber durchaus von gehobener Qualität bezeichnen.

Bewertet am

68% Gute Idee der Brauerei

Avatar von Oliver Torres

Heut steht das Köstritzer Kellerbier vor mir.
Die Brauerei die mich mit ihrem Edel Pils & dem Schwarzbier begeistert versucht sich nun an einem Kellerbier.
Ich finde es schön das eine solche Brauerei auch den Kunden Abwechslung bietet bzw sich auch mal an etwas neuem versucht.

Im Glas sieht das unfiltrierte Bier schon mal sehr gut aus.
Rostfarbend, mit einem dunklen Schimmer und einer festen Schaumkrone. Am Ende des eingießens vermischt sich die Hefe hervorragend mit dem Bier das eine leichte trübe zu sehen ist.
In der Nase bemerkt man einen Aroma von Röstmalz.
Normal für ein kellerbier.

Der erste Schluck ist vollmundig und ein vernünftiger Abgang ist zu schmecken. Für mich allerdings ein bisschen zu wenig.
Ein kellerbier darf durchaus kräftiger bzw malziger schmecken. Auch die Hefe rückt immer mehr in Vordergrund.

Im großen und Ganzen aber ein kellerbier das für die breite Masse gebraut ist und bestimmt den ein oder anderen Einsteiger auf den Geschmack bringt.
Für meine Begriffe vollkommen in Ordnung aber kein "vom Sessel Schubser"

Bewertet am

45% Leider nur Durchschnitt

Avatar von Schmalzlocke

Kellerbiere trinke ich ja sehr gerne, aber dieses hier ist leider nicht wirklich spannend. Von der Farbe her schön trüb, so wie ein Kellerbier sein sollte. Der Schaum ist allerdings nicht allzu beständig.
Beim Geruchstest erkennt man aber schon recht schnell, was einen erwartet: Es riecht etwas nach Getreide, und auch eine malzige Note sticht hervor. Vor allem aber riecht es irgendwie... abgestanden. Zwar nicht übermäßig penetrant, aber der Geruch ist da. Und erinnert irgendwie an einen feuchten Keller (gut, ist ja auch ein "Kellerbier", höhö).
Im Antrunk bemerkt man noch so gut wie gar nichts, erinnert ein wenig an Mineralwasser mit mittlerer Kohlensäure, oder verwässertes Malzbier. Trotzdem nicht zwingend unangenehm.
Der Körper entfaltet sich recht schnell, wirkt aber nicht richtig aufeinander abgestimmt. Das Röstmalz kommt nicht wirklich zur Geltung und wird vor allem von bitteren Aromen verdrängt, zu denen sich noch ein leichter Getreidecharakter gesellt, der sich schon im Geruch erahnen lässt. Trotz der Hefe und des Alkoholgehalts von 5,4% ist das Bier lange nicht so schwer wie man meinen könnte, und gerade das raubt dem Köstritzer Kellerbier den Charakter. Denn bei einem Kellerbier erwarte ich Schwere und vollmundigen Geschmack.
Im Abgang gefällt mir das Bier zunächst recht gut, doch anschließend kommt noch mal eine Bitterkeit zur Geltung, die nicht unbedingt zum Rest passt. Diese ist natürlich dem Alkoholgehalt geschuldet, aber ein vollmundigerer Geschmack hätte diese wesentlich milder gestalten können. Trotzdem, süffig ist das Bier allemal.
Fazit: Nicht wirklich empfehlenswert. Ich hatte mir mehr erhofft, gerade da mir das klassische Köstritzer Schwarzbier schon immer gut gefallen hat. Dieses Kellerbier enttäuscht allerdings durch Mittelmäßigkeit und geschmackliche Unstimmigkeiten. Es wirkt einfach unausgewogen und hat lange nicht den Charakter anderer Kellerbiere. Schade.

Bewertet am

33% Rezension zum Köstritzer Kellerbier

Avatar von Bier-Klaus

Orange-braune trübe Farbe mit wenig Schaum, der sehr schnell zusammenfällt. Der Geruch ist sehr muffig und dann röstmalzig.

Im Antrunk wenig rezent aber sehr sprudelig und vollmundig. Der Geschmack beginnt erst röstmalzig, bitter, dazu kommen süße Karamell-Aromen und Getreide. Das Röstmalz ist extrem unrund, dazu kommt die harte stechende Kohlensäure auf der Zunge. Hintenraus wird es dann eher leer und wässrig. Im Nachtrunk ist es hopfig bitter aber wie beim Röstmalz extrem unharmonisch und unrund, ich schiebe das auf das Hopfenextrakt.

Das ganze Bier ist vollkommen unharmonisch und unrund zusammengewürfelt, von Abstimmung und Ausgewogenheit fehlt jede Spur. Das ist doch pervers, wenn Köstritzer ist die Craft-Liga aufsteigen will und dann bei den Zutaten spart, zudem den Prozess nicht im Griff hat, so dass etwas Schreckliches rauskommt. Ich kann nur meinen Kommentar vom Köstritzer Witbier wiederholen: das ist gewollt und nicht gekonnt! Ich werde keine weiteren Köstritzer Experimente verkosten.

Bewertet am

55% Rezension zum Köstritzer Kellerbier

Avatar von deadparrot

Ich kann die teilweise vernichtenden bisherigen Rezensionen ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Zugegeben, das Bier könnte spannender sein, aber schlecht finde ich es eigentlich nicht. Die auf jeden Fall bemerkenswerte Farbe sticht schon einmal heraus: Trüb und dabei aber zugleich orange-golden schimmernd, macht sie schon einmal neugierig: Der Antrunk ist überwiegend malzig-süß. Der Körper ist perlig-cremig, hier treten bittere Aromen hinzu, die das Malzige zwar nicht unbedingt komplementieren; als störend empfinde ich das Bittere aber auch nicht. Der Abgang wird dann stärker röstig-bitter, dabei zugegebenermaßen etwas charakterlos.

Ich gestehe, dass ich diese Rezension unter dem Eindruck der vorausgegangenen überwiegend negativen verfasst habe und meine Erwartungen an dieses Bier dementsprechend gering waren. Wäre das nicht der Fall gewesen, wäre ich vielleicht kritischer.

Bewertet am

42% Skepsis im Vorfeld

Avatar von Hobbytester

Das Bier riecht malzig zu Beginn, der Antrunk fällt sprudelig aus, geschmacksintensiv ist er nicht, er geht ein wenig in Richtung Mineralwasser. Das Bier lässt sich mit dem Abgang Zeit, was ich jetzt nicht so gelungen finde. Im Endeffekt werden aber noch leichte Röstmalznoten deutlich, was mich schon wieder ein wenig versöhnlich stimmt. Der Körper ist aber wirklich nicht gerade über die Maßen gelungen. Von einem Zwickel erwarte ich mir auch deutliche Hopfenimpulse, von denen hier nicht gerade die Rede sein kann, auch die sonst üblichen Zitrusnoten fehlen hier, der Geschmack von Biertreber und frisch gezwickeltem Sud fehlt ebenfalls. Malzgeschmack steht auf der Habenseite, ansonsten ist für mich das Kellerbierthema verfehlt, vollmundig ist dieses Bier auch nicht, man hat den Eindruck, ein verwässertes Dunkles zu trinken. Das Bier besitzt eine dunkle, für Kellerbiere untypische Farbe, Schaum bleibt nicht lang. Es ist nicht sehr süffig. Bitterkeit könnte noch deutlicher ausfallen. Das Bier ist sehr spritzig.

Fazit: Skepsis bestand aufgrund einiger eher negativer Rezensionen im Vorfeld, Skepsis bestätigt sich. Es ist ja löblich, dass Köstritzer so viele verschiedene Braustile in letzter Zeit ausprobiert. Dennoch sollte immer etwas fast schon Abgegriffenes gelten: Qualität statt Quantität! Dieses Bier ist gerade noch o.k., aber sicher kein Kellerbier, wie man es sich vorstellt. Tut etwas gegen diese Wässrigkeit, die mir auch schon beim Witbier begegnet ist und die jeden Bierfreund leiden lässt!

Bewertet am

63% Geht fit

Avatar von LordAltbier

Angenehm herber Antrunk mit einer Malznote im Hintergrund die zum einen weich aber auch etwas röstmalzig ist. Der Abgang ist malzig und somit weich aber zum Schluss kommt noch eine schöne Röstmalznote zum Vorschein. Fazit: Schönes, bodenständiges Bier! Schmeckt mir echt gut, trinke ich gerne wieder!

Bewertet am

48% Gezuckertes Wasser?

Avatar von Biergroßmeister_Kevin

Optik: Schöne orange Farbe, hätte aber ein wenig trüber sein können. Außerdem schweben Partikel in dem Bier. Die Schaumkrone ist recht grobporig und langanhaltend.

Einstieg: Das Bier riecht stark nach Weizen, aber auch ein wenig süß-malzig. Der Antrunk erweist sich als malzig-süß, und legt Teilweise auch Röstaromen frei, welche nicht besonders herausstechen und ein wenig bitter sind.

Körper: Leider äußerst unharmonisch und wässrig. Darüber hinaus ist er ziemlich schmal. Der Körper verfügt lediglich über die süßen Malzaromen und die bitteren Röstaromen, welche sich ziemlich unharmonisch gegnüberstehen und bekriegen, wobei das malzige die überhand gewinnt.

Abgang: Die süße lässt nach, und die Röstaromen "setzen sich durch". Dies steht in Anführungszeichen, weil sie doch sehr unscheinbar daherkommen, und sich nicht gerade in Szene setzten.

Fazit: Süffiges Bier, welches schöner Aussieht als es Schmeckt. Muss nicht noch einmal gekauft werden.

Bewertet am

39% Rezension zum Köstritzer Kellerbier

Avatar von remus456

Finger weg! Katastrophe. Mehr muss nicht gesagt werden

Bewertet am

54% Durchschnittliches Kellerbier

Avatar von bleppo

Das Köstritzer Kellerbier kommt mit einer schönen klaren Bernsteinfarbe daher. Jawohl, überraschend klar für ein unfiltriertes, hefehaltiges Kellerbier...ich konnte jedenfalls keine Hefetrübung feststellen und in der Flasche war leider auch keine sichtbare Spur. Der Schaum ist ok. Der Geruch wirkt leicht nach Hopfen. Auch beim Antrunk dominiert der Hopfen schon. Leider keine besonderen Geschmackserlebnisse wahrnehmbar. Mittellanger Abgang.

Bewertet am

29% Rezension zum Köstritzer Kellerbier

Avatar von Felix

Brackiges Rotgold mit guter, aber rasch zusammenfallender Perlage. Natürlich sieht es auf jeden Fall aus. Gibt schon fast die Vermutung auf, dass es absichtlich etwas hässlich gehalten ist, um authentischer zu wirken.

Der Geruch ist vornehmlich süß-malzig mit zarten Rösteinschlägen und merklichen Getreidenoten. Hat deutliche Gemeinsamkeiten mit diversen Märzenbieren. Karamell und Fruchtzucker finden sich. Die Hefe steuert zusätzliche Fruchtnoten bei (könnten als Aprikose oder vergleichbares Steinobst identifiziert werden). Leider auch eine süßliche Muffigkeit schwebt unter dieser Aromatik.

Im Mund ist das Bier sogleich unerwartet süß. Eigentlich schon penetrant erdrückt das süße Malz den Gaumen und wird dabei auf unangenehme Weise von unheimlich platten, bitteren Röst- und Hopfenextrakt auseinandergezogen. Bitterkeit und Süße sind zugleich belegend und völlig disharmonisch. Die Röstnoten, die im Besonderen mit einer Art Siegel auf der Flasche ausgezeichnet sind (das allein erscheint mir schon annähernd lächerlich) sind eher unangenehm als wohltuend. Das Bier schmeckt nach Pappe.

Der Körper ist von angenehmer Fülle. Leider auch ein wenig klebrig. Kohlensäure ist in Ordnung, aber kann nichts reißen. Die Hefe ist hier tonangebend und ich hadere mit mir, ob ich da nicht etwas Alkohol erkenne.

Der Abgang ist von sehr platter Süße, klebt am oberen Gaumen wie eingebrannt und hält sich verzweifelt an den Röstnoten, die nur so wie Putz von der Decke bröseln. Der Abgang ist noch das charakteristischste an dem Sud, weil hier endlich die Süße nachlässt. Trotzdem konnte das Bier nicht wirklich befreit werden.

Das Kellerbier von Köstritzer ist ein ziemlich mieser Vertreter seiner Gattung.
Ich kann mir zwar vorstellen, dass dieses Bier durchaus auch Freunde hat, doch ich persönlich empfinde es als völlig bieder und charakterlos. Es ist eines von denen, bei denen ich wünschte, es würde etwas weniger Aroma haben.
Die auch für ein Kellerbier viel zu überzogene Malzsüße, die zwischen altem Honig und in Zuckerwasser eingelegtes Papier steht, kann sich überhaupt nicht schlüssig mit den Röstnoten und der Hopfenbittere vereinen, die in ihrem Erscheinen wirken, als habe man sich gedacht: "Das ist ein Kellerbier. Hauptsache trüb, dann kauft uns das schon jeder ab. Es muss sein wie ein fettes Märzen nur mit mehr Bitterkeit. Und Röstmalz ist ein Wort, das gut auf dem Etikett aussieht".
Ich gebe ja zu, dass dieses Bier im Duft noch passabel ist, wenn man sich daran gewöhnt hat, aber der ganze Rest erscheint derartig lieblos, dass ich bei diesem Sud keine große Lust habe, ihn auf das Bestmögliche zu untersuchen.
Letztlich zerstört er sich alles durch die aufgesetzten Noten, die völlig willkürlich zusammengewürfelt erscheinen und keinerlei Idee oder télos erkennen lassen. Dieses Bier ist leider einfach unausgewogen.
Mit dem, was ich unter einem guten Kellerbier verstehe hat das nichts zu tun. Es muss allerdings auch beachtet werden, dass Kellerbier ein sehr weitreichender, keineswegs eindeutiger Stil ist. Nichtsdestotrotz kann dieses Bier ihn in keiner Weise harmonisch und konsistent widerspiegeln. Und wenn ich es als Interpretation betrachte, so muss ich sagen: Mir wäre jede Interpretation recht, wenn sie denn in sich stimmig ist. Das ist hier nicht der Fall.

Bewertet am

67% Rezension zum Köstritzer Kellerbier

Avatar von Schmallo

Beim einschenken erscheint ein trübes bernsteinfarbenes Bier ganz Kellerbier typisch. Die Blume ist recht stabil und von Säure und Bitterkeit fehlt jede Spur, würde auch gar nicht passen. Im Duft leicht hopfig und röstig, ebenso der Antrunk wobei sich schon eine leichte Süffigkeit hinzugesellt. Der weitere Genuss bleibt etwas süsslich und röstig und die Süffigkeit steigert sich. Der Abgang ist dann doch recht süffig und sehr lecker. Alles in allem ein gelungenes Kellerbier.

Bewertet am

40% Leichtes süffiges Bier

Avatar von Jeuni

Schöne orange bis braune Farbe. Geruchlich sehr brotig und hefig. Einstieg ist angenehm erfrischen. Wässrig, leicht sauer im Körper. Im Abgang dann vorallem nach mehren Schlücken leichte Bitterkeit. Insgesamt recht süffig, da wenig bitter und recht wässrig.

Bewertet am

66% Ein Kellerbier wie es sein sollte

Avatar von Kuh’ler Klaus

Schöne braun/orange Farbe, naturtrüb, voller frischer Geschmack, für meinen Geschmack im Abgang etwas zu hopfenbitter.

Bewertet am

73% Trinkbar

Avatar von Bastus

Also ich persönlich bin kein Fan von Kellerbieren, aber die Neugier siegt, vorallem wenn sich eine commerzielle Brauerei an etwas neuem versucht.Optisch macht dieses Bier einen guten Eindruck. Ein dunkeles Gold das ins orange geht,Hefetrüb.Geruch eher verhalten, getreidig,brotig,hefig.So ähnlich gestaltet sich auch der Geschmack.Der Hopfen ist vielleicht etwas spürbarer als bei anderen Kellerbieren.
Eine Spürbare Säure schwingt ebenfalls mit.Kein Grund um in Euphorie auszubrechen und auch kein Grund um dieses Bier zu verreissen.Ich persönlich sehe es mit wohlwollen wenn sich grosse Brauereien an etwas neuem Versuchen.Nicht Schlecht.

Bewertet am