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Beer like star Joup

  • Typ Obergärig, Brune
  • Alkohol 7.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#8201

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
81% Avatar von Daniel McSherman
56% Avatar von Felix

81% Rezension zum Joup

Avatar von Daniel McSherman

mittel- bis dunkelbraun, trüb mit weißem Schaum. Säuerlich, hefiger Geruch, aber auch malzig und schokoladig. Geschmack: teigig, malzig und säuerlich. Etwas Karamell und Trockenfrüchte. Wenig Hopfen.
Gut!

Bewertet am

56% Rezension zum Joup

Avatar von Felix

Das Bier verströmt einen stark malzigen Duft, weich und schokoladig mit leichten Rosinennoten, darunter liegt eine frische Zitrone. Leider ist die Schaumbildung viel zu extrem, sodass allein das Eingießen ewig dauert, dafür steht die Krone schön und ist auch nicht grobporig. Wenn man nur den Schaum kostet so offenbaren sich sehr saure Zitrusnoten, die leider nicht gänzlich fruchtig sind, sondern auch reine Säuerlichkeit mit sich bringen. Farblich ist das Bier trüb, dunkel, dabei aber auch deutlich rötlich.
Im Mund zeigt sich weniger die schokoladige Malzigkeit als vielmehr eine beerige Frucht. Die Zitronennote vermengt sich mit säuerlichen Noten von Johannesbeere und Himbeere. Hinzukommt ein leichter Alkohol, der schlank mit den Beeren harmoniert, meines Erachtens aber nicht allzu gut zu der Frische passt, obwohl er sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern diskret bleibt. Außerdem entsteht im Mund mit der Zeit mehr und mehr eine Trockenheit in Verbindung mit Sektnoten, für mich hat dieses Bier schon etwas von Rotwein. Eine leichte typisch belgische Hefe umrundet all das und verstärkt diese Assoziation durch die Fülle, die dem Bier im Magen dadurch verliehen wird. Man fühlt sich etwas aufgebläht beim trinken. Das Joup macht den Eindruck eines alkoholischen Fruchtkuchens. Die Beeren - und Traubennoten sind weitestgehend so intensiv, dass sie deutlich ins weinige reichen. Toll ist die Verarbeitung des Alkohols, wobei ich auch fragwürdig finde, ob ein solch hoher ABV-gehalt von 7,5%Vol. überhaupt wesentlich gewesen wäre, dieses Bier ist derartig frisch, das ich die Notwendigkeit nicht ganz verstehe.
Der Körper ist frisch und prickelt nur leicht, er scheint mir aber ausgewogen und für die Aromen angemessen herausgearbeitet.
Im Nachtrunk bleibt eine säuerliche Trockenheit zurück, noch immer schmiegt sich die Johannesbeere fest an den Gaumen, Herbe kommt nur in dosierter Menge durch, dafür bleibt die sektartige Bitterkeit zurück. Leider ist es damit auch getan, der Nachtrunk hätte meiner Ansicht nach etwas mehr Abenteuer in sich bergen können.
Das Joup ist somit insgesamt ein ganz anständiger Belgier, wobei er meinen Geschmack nicht sehr trifft. Ich empfinde diese stark weinartige Basis als unangebracht und für mich auch unangenehm, obwohl sie schön dargelegt wurde, Qualität möchte ich dem Bier an dieser Stelle keineswegs absprechen, nur ist die Champagner-Trockenheit am Gaumen nicht so angenehm wie die pflanzliche Herbe eines Hopfens, da sie von zu viel Säure untermalt wird. Diese Säure in Verbindung mit starker Hefe lässt mich auch ein wenig aufjapsen, da sie meinem Magen scheinbar irgendwie nicht wirklich gut tut. Das Weinartige möchte ich persönlich im Bier vermeiden, gerade, weil ich eben Bier trinke und keinen Wein. Dennoch ist das Joup ein relativ klassischer Belgier (diese Noten habe ich schon öfter bei Belgiern erlebt), der qualitativ nicht schlecht ist, mir aber nach hinten hin etwas zu sehr abflaut und auch insgesamt durch die viel zu starke Säure in Kombination mit Hefe und Trockenheit und zu wenig Malzsüße weit zu spitz wird.

Bewertet am