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Beer like star Flying Dog Horn Dog Barley Wine

  • Typ
  • Alkohol 10.2% vol.
  • Stammwürze 25%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 80% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 4 Rezensionen

#3447

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
88% Avatar von bromfiets
83% Avatar von Knusper
76% Avatar von Felix
71% Avatar von Crafter

88% Rezension zum Flying Dog Horn Dog Barley Wine

Avatar von bromfiets

"Flying Dog Horn Dog Barley Wine Style Ale" klingt schon geil. Dann kommt auch noch das abgedrehte Design dazu, das die Flying Dog-Biere allesamt mitbringen. Und zusätzlich noch 10 Umdrehungen? Gekauft!

Die braune Flasche ziert ein lila Etikette, das unter anderem einen gehörnten Hund zeigt, der aggressiv die Zähne fletscht. Muss ich Angst vor Tollwut haben oder werde ich nach dem Genuss dieses Tropfens meinen Verstand verlieren? Der künstlerische Anspruch ist jedenfalls hoch und die Botschaft ist klar: Dieses Bier macht dich zum Tier.

Im Glas wirkt es zunächst nicht mehr ganz so bedrohlich. Es ist sehr dunkel, tiefbraun, und auch der Schaum, der sich dicht und fest präsentiert, passt sich farblich dem Gesamtbild an. Es duftet nach Früchten, die allesamt aus dem Wald kommt: Brombeere, Kirsche, Himbeere und auch ein Hauch von Schokolade ist zu erahnen.

Dann folgt der Geschmackstest. Im Mund wird schnell klar: Dieses Ale ist nichts für Weicheier, sondern nur etwas für harte Hunde. Die schwere und sehr süße Malznote versucht den Alkohol zu übertünchen, es gelingt ihr jedoch nicht gänzlich. Dann duellieren sich die verschiedenen Aromen: für den Bruchteil einer Sekunde wirkt es schokoladig, dann spielen die Waldfrüchte eine tragende Rolle.

Lakritz, Pflaume und Karamell sorgen für zusätzliche Verwirrung. Für einen kurzen Moment stellt sich sogar die Frage: War das gerade ein milder Whisky auf der Zunge? Einzig die Bitterkeit des Hopfens hat am Ende ein wenig das Nachsehen, so intensiv waren die verschiedenen Aromen, die dieses rundum gelungene Barleywine Ale ausmachen. Perfekt passt es sicher zu einem Dessert, es lässt sich aber auch hervorragend nach einer edlen Hauptspeise ganz allein genießen.

Bewertet am

83% Das Horn Dog Barley Wine Style Ale der Flying Dog

Avatar von Knusper

Im Bezug auf das Design bin ich natürlich mal wieder sehr beeindruckt. Die Zeichnungen von Ralph Steadman haben wie immer sehr hohen Wiedererkennungswert und repräsentieren das verrückte Hunter S. Thompson Universum, dem die Brauerei ja bekanntlich sehr nahe steht. Ein böser bunter Riesenhund mit Horn auf dem Kopf ziert die Flasche und kündigt ein Ale an, das womöglich nichts für schwache Geschmacksnerven ist.

Barleywine Ales (später auch American Barleywine) haben ihren Ursprung in England und zeichnen sich in der Regel durch einen hohen Alkoholgehalt (zwischen 8 und 12%) sowie einer sehr starken Stammwürze aus. Das Horn Dog bringt diese Eigenschaften mit einem Alkoholgehalt von 10,2% und 25°P Stammwürze schon einmal mit. Im Glas präsentiert es sich opal-schwarz mit einer wirklich sehr schwachen bräunlich-weißen Schaumbildung. Zur Farbe passen die röstig-alkoholigen Geruchsnoten: Lebkuchenherz, Salmiak, Russisch Brot, Schoko-Popcorn und Mon-Chéri, all das liegt zugleich in der Luft und kündigt an, wie es geschmacklich weitergeht.

Im Antrunk trifft als erstes eine unerwartete Süße auf die Zungenspitze. Danach breiten sich angebrannter Pflaumenkuchen, Feigen, Datteln, Toffee und dunkle Beeren im Mundraum aus und ergeben zusammen mit dem wirklich sehr schweren Malzkörper sowie einer schwachen Kohlensäure ein öliges Mundgefühl. Der Alkohol-Pinsel bestreicht ohne Pause den gesamten Mundraum und es wird bis zum Abgang warm um's Lebkuchenherz. Sehr warm. Durch das alles übertrumpfende Malz bleibt wenig Platz für den Hopfen, der bei diesem Bier-Stil jedoch scheinbar eine Nebenrolle zu spielen hat.

Mir gefällt diese Kreation eines Malz-Ungeheuers als Abwechslung zu hopfen-betonten Ales schon ziemlich gut, jedoch wirkt mir das Ganze durch die enorme Stammwürze doch etwas zu verbrannt. Dr.Gonzo würde das vielleicht so formulieren: "This stuff makes pure mescaline seem like ginger-beer, man." Cheers!

Bewertet am

71% Rezension zum Flying Dog Horn Dog Barley Wine

Avatar von Crafter

Der Duft dieses Barley Wine Bieres ist wirklich toll.
Man kann kirschige und brombeerige Aromen wahrnehmen, auch
Nuancen von schwarzwälder Kirsch und Mon Cherie sind hier vorhanden.
Der Kohlensäure wirkt reduziert und Schaumbildung ist eigentlich nicht vorhanden.
Im Antrunk präsentiert sich dieses Bier sehr gut, es wirk sehr fruchtig frisch.
Der recht ölige alkoholreiche Körper transportiert die auch herben Aromen recht gut und wirkt balanciert.
Hier bildet sich eine ölige Seidigkeit die ein recht schönes Mundgefühl erzeugt.
Der Abgang ist recht alkoholisch scharf und entwickelt eine anhaltende Säure, ähnlich wie Sauerkirschen.
Grundsätzlich ist dieses Bier recht besonders und besitzt für mich eine moderate Süffigkeit, was auch an dem recht hohen, für Barley Wine typischen, Alkoholgehalt liegt.

Bewertet am

76% Rezension zum Flying Dog Horn Dog Barley Wine

Avatar von Felix

Das Flying Dog Horn Dog Barley Wine Style Ale zeigt sich in einem sehr dunklen Bordeauxrot, wie Sauerkirschnektar. Es trägt leider nur eine sehr geringe Schaumkrone.
Im Geruch lässt sich sofort der Charakter des Bieres erkennen; Es ist eine Malzgranate, wobei dennoch fruchtiger Aromahopfen sowie Orange und Erdbeere durchkommen, dahinter liegt eine grüne Grasigkeit, die dem Bier noch eine gewisse Frische vermittelt. Besonders interessant ist, dass man von den 10,2%ABV absolut nichts riecht.
Und man schmeckt sie auch nicht... Im Antrunk ist das Bier sofort kräftig malzsüß, leicht karamellig und sehr, sehr seidig am Gaumen. Es umwirbt praktisch den Mundinnenraum mit seiner Glätte, die vor allem daher kommt, dass der Barley Wine über keinerlei Kohlensäure zu verfügen scheint, zu Anfang ist diese zwar noch dezent gegenwärtig, verliert ihre Stärke aber schon nach wenigen Minuten im Glas gänzlich. Das ist sehr schade, da so der gesamte Körper verloren geht. Er ist zwar ölig und weich besitzt nun aber weit weniger Impulskraft. Im Antrunk dominiert vor allem das kräftige Malz mit seiner Süße, die Orange, wie auch süße Waldfrüchte kommen noch immer gut durch, der Hopfen ist dagegen überhaupt nicht präsent und auch die Aromahopfennoten sind verschwunden.
Im Nachtrunk ist es leider etwas aromaschwach, die Süße schwingt noch lange nach, doch bleibt hier davon auch nicht mehr als ein Schatten des Antrunkes. Eine bittere Grünknospigkeit ist nun vordergründig aber keineswegs penetrant. Etwas mehr Bitterkeit hätte mir an dieser Stelle gut gefallen, um dem Nachtrunk Volumen und dem Barley Wine ein zweites Gesicht zu geben. Die dezente pflanzliche Note ist zwar schon ein guter Anfang, mir persönlich aber noch etwas zu schwach. So ist der Nachtrunk leider insgesamt einfach etwas zu schwachbrüstig, wo doch aber die Anlagen so toll sind. Sehr schade an dieser Stelle!
Das Horn Dog Barley Wine Style Ale punktet absolut durch seine Malzsüße, die es zu einem ausgezeichneten Digestiv-Bier macht. Ich habe mir so früher schon eher einen Barley Wine vorgestellt, kräftig malzsüß, ich finde den Begriff "Malt Liquor" ehrlich gesagt an dieser Stelle passender und würde es prompt so umbenennen, wenn ich könnte, als Malt Liquor wäre es nämlich absolut spitze. Vor allem ist hervorhebenswert, wie genial der Alkohol verborgen wird, hier riecht man weder etwas davon, noch liegt er irgendwie im Geschmack, 10,2%ABV, wie verweht. Genial!
Der Barley Wine ist wunderbar malzig, könnte für meine Begriffe aber einen Tick mehr Kohlensäure sowie einen größeren Körper haben, hier ist mir die Seidigkeit zu stark, sodass das Körpervolumen sehr untergeht in der Süße. Auch der Nachtrunk könnte noch etwas Charakter vertragen. Dennoch ist dieses Bier sehr empfehlenwert und ich hoffe, dass die Prozentzahl nicht allzu niedrig fällt, da ich dieses Bier wirklich sehr schätze.
Sollte man es mit einem anderen Barley Wine vergleichen, so fällt auf, dass es - bspw. zum Old Foghorn - absolut gegensätzlich ist. Das Anchor OF ist wirklich kräftig portwein-lastig und zu Kohlensäurestark mit einer kräftigen Note von dunkler Frucht. Dieses hier dagegen zeigt sich von einer sehr süßen und weichen Seite, dennoch ein hervorragendes Bier mit toller Malzigkeit.

Bewertet am