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Beer like star Hertog Jan Lentebock

  • Typ
  • Alkohol 7.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 40% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#1855

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
48% Avatar von Felix
42% Avatar von xyzabc
29% Avatar von hightower

29% Rezension zum Hertog Jan Lentebock

Avatar von hightower

Optik:
Ein goldgelbes Bier grinst mich aus seinem Glas heraus an. Die weiße Schaumkrone fällt recht schnell zusammen.

Einstieg:
Der Duft löst bei mir alles andere als Frühlingsgefühle aus. Aromen sind schwer wahrzunehmen, ich könnte fast sagen dass da keine Aromen vorhanden sind. Dafür haut die Schärfe des Alkohols schon gut rein.
Auch im Antrunk fällt die Schärfe des Alkohols quasi gleich ins Auge. Ungewöhnlich, denn das hatte ich bisher noch nie im Einstieg, das der Alkohol so stark zu spüren ist und alles andere quasi überlagert. Daneben ist süßliches Malz ebenfalls sehr dominant. Glücklicherweise meldet sich auch der Hopfen ein wenig mit blumigen Tönen.

Körper:
Der Alkohol hat mit seiner Schärfe das Kommando. Und das ebenfalls penetrante süßliche Malz erleichtert mir nicht das Trinkvergnügen. Generell wirkt der Körper unausgewogen und unharmonisch.

Abgang:
Auch hier dominiert weiterhin der Alkohol sowie süßliches Malz. Ich könnte aber auch schon fast behaupten das hier mein Gaumen sich aus reinem Selbstschutz abgeschaltet hat.

Fazit:
Nee, der Bock ist für mich nichts. Bin irgendwie froh dass das Glas nun leer ist. Der Alkohol ist zu penetrant, für mich nicht genießbar.

Bewertet am

48% Rezension zum Hertog Jan Lentebock

Avatar von Felix

Optisch ist dieser Frühlingsbock im Bereich sattgold, aber filtriert anzusiedeln. Die Schaumbildung scheint dürftig.

Im Geruch zeigt er zwar hopfig-frische Noten, wie man sie bei hellen Böcken kennt, doch ist seine Charakteristik doch schon deutlich belgisch geprägt. Der Bock riecht nach satter Hefe, bereits stark bananig wie von Weißbier, die Hopfennoten runden das nur ab. Auch das Malz kommt bei diesem Spiel hervor und umschmeichelt die frischen Noten mit einem blumigen Sirup. Die Schwere deutet sich durch die Hefe bereits an, der Alkohol ist als leicht medizinisch zu erkennen.

Im Mund zwar ölig und süßlich, trotzdem aber schlank im Geschmack. Vielleicht ist das etwas Hopfen, dazu wieder die Hefe und ein Hauch Alkohol - der aber nicht scharf wird, wenn er sich auch nicht verbergen kann. Auch hier wirkt er medizinisch. Hinzu kommt leichte Säure. Wirklich konzentrierte Aromen kann ich da nicht filtern, es ist, als sei das Bier durch seinen Körper konzipiert.

Der ist leider alles andere als aufregend. Der Lentebock ist äußerst süffig (zugleich trotzdem kein Leichtgewicht), aber auch nicht besonders kohlensäurestark. Er wirkt nicht so geschlossen wie ein Untergäriges sein sollte. Ich muss gestehen, die Hefe gibt dem Bier einen obergärigen Charakter, wodurch erheblich Lücken in der aromatischen Textur entstehen. Das Bier ist zwar durchaus blumig, bekömmlich und weich - wie eben ein Frühlingsbock sein sollte -, aber leider ist es auch totlangweilig zusammengestellt. Der Körper besitzt nur eine Scheintextur, er ist ölig, aber dünn und kann wenig Aroma tragen, dafür liegt er aber letztlich mit der Hefe zu schwer im Magen.

Der Nachtrunk zeigt dann nur eine geringe Bitterkeit, es kommen etwas Holz und Hefe durch. Der Hopfen ist nur zu erahnen, die Malze sind ebenso nicht bedeutend. Das bisschen helles Malz gibt auch nicht mehr als eine Nuance Heu dazu.
Insgesamt ist der Abgang ziemlich lahm und da wo Geschmack durchkommt, ist es eigentlich nur etwas Bittere und das, was vom Alkohol übriggeblieben ist.

Der Hertog Jan Lentebock ist meiner Ansicht nach ziemlich lahm. Das Bier wirkt überhaupt nicht wie ein Bock, sondern eher wie ein dünnes Weizenstarkbier, das filtriert wurde, süffig und alkoholisch ist und letztlich unerwartet wie ein Stein im Magen liegt. Zwar kann man das Bier durchaus trinken, es schmeckt beileibe nicht schlecht, wird aber wohl für ungefähr niemanden eine Bereicherung darstellen. Es verfügt über keinen Höhepunkt, ja, nicht einmal über einen Verlauf. Man hat ein wenig helles Korn hier, etwas Alkohol da, alles zusammen ist bekömmlich gemacht, aber dadurch, dass beinahe nichts an Aroma rüberkommt, scheint der Alkohol - der eigentlich ziemlich gut eingebunden ist - umso stärker durch. Das Bier steht sich selbst im Weg, oder besser: Es steht überhaupt nicht.
Sicherlich eine Alternative zu einem billigen Weißwein beim Essen, doch wenn ich die Wahl hätte, ich würde mich für ein richtig "starkes" Mineralwasser entscheiden.

Bewertet am