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Beer like star Heelch O'Hops Double India Pale Ale

  • Typ Imperial/Double IPA
  • Alkohol 8.7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 9-11°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 4 Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 7 Bewertungen und 6 Rezensionen

#20765

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 7 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Dirk
94% Avatar von Felix
90% Avatar von Dirk
90% Avatar von bromfiets
88% Avatar von Bastus
83% Avatar von FBier
64% Avatar von madscientist79
43% Avatar von pvitt

94% Rezension zum Heelch O'Hops Double India Pale Ale

Avatar von Felix

Tieftrübes Orangegold mit hinreißend gelblichem, schmalem, aber sehr cremigem Schaum.

Der Duft ist - das lässt sich kaum anders formulieren - ein Traum von amerikanischer Hopfung. Tiefsaftige Früchte füllen den Geruch mit Orange, Grapefruit, Blutorange, Mango, Papaya (sehr dominant), Lychee, Pfirsich. Ein gebündelter Duft, der dennoch vielseitige Einzelaspekte hervorzuheben versteht. All diese Kraft ist derartig komprimiert nur aufgrund der hervorragenden Qualität des darunterliegenden Malzes möglich. Ein weicher, süßer Malzteppich ist von mindestens genauso starker Präsenz, und der perfekt eingebundene Alkohol löst schließlich alles gemeinsam in den hinreißenden Duft auf.

Im Mund ist das Bier vollmundig und extrem saftig. Ein Schwall von Süße, sehr malzig mit pointierten Fruchtakzenten, übernimmt den Gaumen und zieht eine glasklare Hopfenbitterkeit hinter sich her, wie Flugzeuge gelegentlich Banner am Heck tragen. So ein satter Geschmack, speicheltreibend süß und danach trocken-herb wie ein edler Rotwein. Der Alkohol flimmert allerdings durch.

Der Körper ist sehr ölig. Saubere, dichte Textur überzieht Wangen und Zunge mit einem seidigen Film. Viel Schwere und ein nicht zu unterschätzende Alkoholstärke sind hier vorhanden. Das Bier setzt sich regelrecht in den Gaumen hinein, ach, es lässt sich fallen wie ein Erschöpfter nach hartem Tag in seine Bettlaken.

Der Abgang ist von sehr klarem Hopfen gekennzeichnet. Grasige Bittere, sehr herbale Aromatik zwischen nassem Klee und Salbeiblättern. Das DIPA hat einen langen Abgang mit ausgeprägter Papaya-Aromatik.

Charakter: Dieses IPA ist von einem gewaltigen Wesen. Es setzt sich mit all seinem Gewicht in den Mundraum, legt sich in die SPeicheldrüsen, räkelt sich und drückt sich in den Rachen. Es schlummert am Halseingang ein und zieht mit seiner Schwere den ganzen Körper des Trinkenden in seinen jeweiligen Sitz hinein. Dieses Bier kann man vielleicht kaum im Stehen genießen. Doch ist es mit diesem Auftritt auch selbstbewusst? Die Frage ist gar nicht mal einfach zu beantworten. Seine Vielseitigkeit stellt es selbst wenig in den Vordergrund, sie wirkt epiphänomenal.
Dieses Bier ist vielleicht noch am ehesten schlichtweg ein Schlummerer, ja ein wirklicher Träumer, der fern jeglicher Realität weilt.

Das Heelch O´Hops DIPA ist ein wirklich überwältigendes Bier. Zuerst einmal wunderbar wie ausgewogen es trotz seiner Kraft daherkommt. Es ist sehr bitter aber nicht überbittert, sehr süß aber nicht zugekleistert, alkoholisch, aber nicht sprittig, seine Trockenheit geht ins Pelzige. Seine einzelnen Trinkphasen sind wunderbar für sich und in sehr organische Überführung zueinander gelegt. Ich bin begeistert davon, wie dieses Imperial IPA wirklich alles rauslässt und an jeder Stelle 110% gibt, aber trotzdem kein einziges Mal den inneren Spannungsbogen vernachlässigt. So viel Kraft und so viel Kontrolle - das ist Professionalität.
In ihm findet sich eine grandiose Liason zwischen komplexer Hopfung und butterweicher, gewaltiger Malzigkeit. Selten habe ich Amerikaner mit solch intensiver Einheit erlebt. Beide Aspekte sind absolut direkt und zugleich in bester Weise miteinander vermählt. Tiefsüßes Malz regt den Speichelfluss an und fundiert den gesamten Mundbereich wie ein Parkett, auf dem dann bunte Hopfennoten eng umschlungen tanzen. Da ist Mango, Saftorange und Grapefruit, Lychee und Pfirsich und sie alle zerfließen ineinander. Und in der Vermischung von herbaler Hopfung und süßer Malzigkeit geht schließlich die Papaya als Königin des Anderson Valley hervor und verbleibt in heroischer Größe. In ihr findet sich die Frucht und die malzige Süße, zugleich die kräftige Bittere und die pelzige Trockenheit, die den Sud zu einem edlen Fruchtmalzwein werden lässt. Ja, mit diesem Wort muss ich die Rezension beschließen.

Bewertet am

88% So muss das!

Avatar von Bastus

Dieses DIPA ist herrausragend ausbalanciert.Der Malzkörper ist saftig und weich und lässt den Alk völlig in den Hintergrund treten.
Es riecht nach kandierten Orangen,Papaya mit einem Schuss Zitrone.Diese Leichtigkeit die das Bier mit sich bringt ist für mich ein klares Indiez für gekonnte Braukunst.Intensiv und stark, gleichzeitig sanft und süffig.So weit ich weiss hat dieses DIPA 100 IBU
(korigiert mich wenn ich falsch liege).Zu bitter? Nie und nimmer! Mir fast schon zu mild, aber der Hopfen macht sich gut bemerkbar ohne im Abgang nach zu hängen.Die 100 IBU sind rund und ebenfalls gut verpackt.Dieses IPA macht Laune.Klare Trinkempfehlung!

Bewertet am

64% Rezension zum Heelch O'Hops Double India Pale Ale

Avatar von madscientist79

Einerseits ein Bier mit schönen Aromen nach Früchten und duftig feuchtem Wald nach Frühlingsregen, gefolgt von einem vollem Malzkörper. Andererseits im Abgang viel zu bitter. Vor allem weil dieser nach hinten raus zwar sehr lang ist, aber nahezu nur Bitterkeit liefert ohne die schönen Fruchtnoten vom Einstieg.

Bewertet am

83% Fettes Ding

Avatar von FBier

Tieforange, sehr trüb, grobporiger, halbwegs beständiger Schaum. Ein Duft, dass es einen fast umhaut: Tropischer Früchtekorb meets Nadelwald meets Süße. Der Geschmack ist dann erwartungsgemäß wenig subtil: Die volle Ladung Aromahopfen: Maracuja, Beeren und Piniennadel-Noten treffen auf eine kräftige Malzsüße und eine ordentliche Bittere. Das Bier erinnert mitunter geschmacklich auch an Sirup und Honig, was die dickflüssige Konsistenz zusätzlich unterstützt. Als Double IPA macht es keine Gefangenen – vor allem auch beim Alkohol – der sich aber dankbarerweise keineswegs negativ im Geschmack niederschlägt, sondern nur wunderbar wärmend nachbrennt. Für mich nicht ganz so raffiniert komponiert wie das IPA aus selben Hause, aber dafür auch nicht ganz so unglaublich herb. In jedem Falle: Empfehlenswert!

Bewertet am

90% Rezension zum Heelch O'Hops Double India Pale Ale

Avatar von bromfiets

Ein Double IPA vom Allerfeinsten: Die fruchtige Nase verspricht sogleich Grapefruit und Maracuja. Die dann doch eher ein wenig zurückhaltende Zitrusfrucht, kombiniert mit würzigen Aromen, im Antrunk überrascht minimal. Dann aber folgt ein wirklich schöner, leicht süßer und runder Malzkörper: hervorragend für das Geschmackserlebnis. Die Bittere verdeutlicht, dass man es hier mit einem Double IPA zu tun hat. Dieses Bier kann sich ohne Frage sehen lassen.

Bewertet am

90% Heelch o'flavour from Boonville!

Avatar von Dirk

Anderson Valley, genauer das 700-Seelen-Dorf Boonville im Norden Kaliforniens, hat einen eigenen Dialekt. Dieser heißt "Boontling", und obwohl er auf dem Englischen basiert, finden sich darin auch Lehnbegriffe aus dem Gälischen, Spanischen und den indianischen Pomo-Sprachen der Region.

"Heelch" heißt so viel wie "jede Menge", passend also für ein glänzend messingfarbenes Double IPA mit viel Cascade-, Chinook- und Columbus-Hopfen.

Die Nase bringt vor allem weiche Fruchtnoten wie Mango und milde Grapefruit heraus. Hinzu kommt die Süße von Vanille und die Herbe von Tannennadeln. Der Einstieg fällt etwas ab, bietet aber eine runde Malzigkeit mit knackig-grünem, frischen Unterton der in eine leicht pfeffrige Richtung geht.
Entsprechend malzig-weich ist auch der Körper, fast schon ölig, der Alkohol schmeckt kaum vor.
Früh setzt die Bitterkeit ein, die sich nach und nach in eine Extase der Trockenheit steigert und intensiv zwischen den bereits genannten Noten pendelt: immergrüne Triebe und Grapefruitschale. Schön ist, dass die weiche, ausgleichend süße Malzigkeit lange erhalten bleibt, um hier einen ausreichenden Gegenpol zu bieten.

Ein wirklich tolles DIPA!

Bewertet am