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Beer like star Hausbräu im Ballhaus Watzke Schwarzbierbock

  • Typ Untergärig, Dunkler Bock
  • Alkohol 7% vol.
  • Stammwürze 17.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 88% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#27780

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
88% Avatar von Schluckspecht

88% Grandios!

Avatar von Schluckspecht

Die Enttäuschung vorweg: Statt des formidablen Schwarbieres gibt es dieses Jahr das Schwarzbierbock als Watzke-Sonderbier im Januar. Aber das muss ja zunächst zum Glück nichts Schlechtes bedeuten, daher nun auch dieser Test. Ein Bock kann ja generell sogar noch ein paar Pfunde drauflegen, auch wenn das angesichts des tollen Schwarzbieres der vergangenen Januare wirklich schwer fallen dürfte...

Optisch darf sich das Schwarzbierbock aber wirklich gar nichts vorwerfen lassen. Schwarz? Check! So schwarz wie die Nacht, so dass kein Lichtstrahl je das andere Ende erreichen dürfte. Schaum? Viel und reichlich, dazu feinporig, fest und schön cappuccinobraun gefärbt. Der Duft liefert viel Röstmalz (Kaffee, dunkle Schokolade), karamellige Süße und eine Idee waldfruchtiger Hopfennuance. Den Bockbierstatus kauft man diesem Gebräu ab, doch für 7,0 % ABV erscheint es geradezu harmlos.

Der feinperlige Antrunk darf sich ähnlich wenig vorwerfen lassen, Röstmalz und Hopfennoten formieren sich elegant zusammen und bevorteilen bei angestrebter Vollmundigkeit weder Säure noch Süße. Gut! Noch besser jedoch wird es im leicht waldfruchtigen, malzig-süßen Bockkörper, der eine tolle Cremigkeit offenbart. Jawoll, das ist ein Bock! Dabei kommen die kaffeetypischen Röstnoten wahrlich nicht zu kurz, die Schwärze im Auge bekommt auch die Zunge zu spüren. Ähnlich röstmalzig und lieblich-cremig geht es hinüber in den weichen Abgang, der es sich nicht mit einer bitterbösen Herbe verscherzen will und stattdessen ein röstmalzbetontes Finale mit einer gewissen Restsüße findet. Das ist wirklich nahe an der Perfektion, sofern diese nicht bereits erreicht wurde. Gerade im Finale kommt die Bitteschokolade stark in Erscheinung, eine leichte Waldfruchtnote (vordergründig Walderdbeeren und Himbeere) erleichtern den Genuss, die Süffigkeit ist im oberen Sektor zu suchen. Wie immer ist das Bier unfiltriert und damit von Haus aus auch mit einer gewissen Hefigkeit ausgestattet - die hier aber angesichts der prägnanten Röstmalznoten nicht vorherrschend ist.

Wenn man denkt, es geht nicht besser, kommt dann doch dieser Bock daher. Den höheren Alkoholgehalt und die deutlich höhere Stammwürze von satten 17,9 % münzt dieses Dunkle in einen exzellenten, vollen Geschmack um, der dem Schwarzbier noch das i-Pünktchen verleiht und andererseits auch die bockbiertypische Süße nicht überstrapaziert. Hier fehlt es es eigentlich an gar nichts mehr - und dennoch tue ich mich natürlich schwer, gleich die "perfekte" Wertung zu geben, die eventuell gar nicht gerechtfertigt ist. Dieses Bier hätte diesen Schritt durchaus verdient, denn es liefert auf dem Niveau der handelsüblichen dunklen Bockbiere wahrlich alles ab, was man als geneigter Genießer verlangen kann - das sind also per se 10 von 10 Punkten. Aber etwas Raum für die wahren Kracher mit impusliver Geschmacksxplosion und mannigfältiger Komplexität muss angesichts meines universellen Bewertungsschemas ja noch bleiben...

Fazit also: Genießen lohnt sich! Besser schnell, denn im Februar wartet im Watzke bereits das nächste Sonderbier...

Bewertet am

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