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Beer like star Harviestoun Ola Dubh Special Reserve 18

  • Typ
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 78% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#16370

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
78% Avatar von Felix

78% Rezension zum Harviestoun Ola Dubh Special Reserve 18

Avatar von Felix

Das Ola Dubh 18 reifte in einem Highland Park Fass nach, welches zuvor 18 Jahre lang, HP-Whisky bearbeitete.

Die Farbe ist dunkelbraun, die Schaumbildung nicht erwähnenswert. Komischerweise kommt es mir einen Hauch dunkler vor, als das 16er.

Der Geruch zeigt eine enorme Menge an Butterscotch, Karamell, Kuchenteig/Butterkeks und all das getragen von einem satten Malz. Das Bier ist ziemlich süß geprägt und manifestiert seine Malzigkeit als non plus ultra, während darüber Karamell und Gebäcknoten miteinander vermengt werden.

Der Antrunk ist geprägt durch ein organisches Wachstum der Butternote. Hierbei werden nicht nur die süßen Aromen weiter und weiter ausgebildet, sondern ergänzend kommen noch Fruchtnoten und ein Wink vom Alkohol auf. Die hohen Volumenprozente sind merklich, stören aber noch nicht. Obwohl hier bereits ein Konzept erkennbar ist, ruht sich das Bier ziemlich auf seiner Malzigkeit aus, von Hopfen gibt es hier nichts zu spüren.

Der Körper ist dicht und malzig, verfügt aber über eine tolle Rezenz mit feiner Säure. Er ist trotz der hohen Aromendichte erstaunlich mild und hat bereits eine schlank anmutende Ader.

Der Abgang schmeckt nach Kaffeepulver und Malz. Hier kommen Holz und Rauch zwar hervor, aber weniger ausgeprägt, als vermutet, dafür wird die Harmonie zwischen Süße und Herbe besser versucht ins Gleichgewicht zu bringen.

Das Ola Dubh 18 ist sehr orientiert und scheint genau zu wissen, wo es hin will, kann aber trotz seiner harmonischen Konstruktion nicht wirklich mit Vielseitigkeit punkten. Es bemüht sich durchaus um eine Zusammenkunft von sehr süßen und herb-röstigen Noten, weiß da aber noch nicht so richtig einen gezielten Weg einzuschlagen.
Lecker ist es allemal und sicherlich besonderer als so manches andere Bier. Irritierend ist die Stilbezeichnung. Das Bier scheint mir irgendwie zwischen traditionellem, englischen Porter, Scotch Ale und Imperial Stout zu liegen, ohne wirklich eine Ahnung zu haben, was es denn nun sein will.
Letztlich, nachdem nun alle drei Ola Dubh Biere verkostet sind, bin ich ehrlich über dieses Ergebnis erstaunt und so frei, an dieser Stelle eine Schlussfolgerung öffentlich zu machen: Ich hatte damit gerechnet, allenfalls auf sehr feine Unterschiede zu stoßen. Alle drei Biere sollten angeblich identisch sein und sich lediglich durch das Alter des Whiskys unterscheiden, der zuvor im verwendeten Fass gereift war. Obwohl ich wirklich bei allen drei Bieren das gleiche Braufundament vorgefunden habe, unterschieden sich die Aromatiken aber letztlich doch so stark, dass ich vermute, die Abfüllung waren unterschiedlich. Diese Unterschiede können meiner Einschätzung nach nicht einzig von den unterschiedlichen Fassreifungslängen herrühren, sondern müssen bereits im Brauprozess entstanden sein (oder aber, die verwendeten Fässer waren aussortierte Materialien, die vielleicht nicht mehr den Qualitätsansprüchen genügten?).
Ich bin nicht sicher, wie ich diese Biere bewerten kann. In Ordnung sind sie alle. Langweilig sind sie ebenso, jedes auf seine Weise. Nirgends findet sich auch nur ein Deut Hopfen. Die Malzigkeit ist derartig gewichtig, dass die Aromatik völlig eintönig verbleibt und keinerlei Überraschungen entstehen. Während das 12er völlig überladen malzig war und viel zu schwer für 8%ABV, schien mir das 16er harmonisch unstimmig. Es war viel zu holperig und wusste nicht wohin, hat sogar ganz im Gegenteil viel zu wenig Aroma gehabt. Das 18er wirkte dagegen wie eine Synthese aus beidem, profitiert theoretisch am meisten, wird mir aber sicherlich auch wenig in Erinnerung bleiben.
Letztlich sind sie alle trinkbar, sie sind alle besonders, aber keines hat mich wirklich überzeugt. Den viel zu hohen Preis ist keines von ihnen Wert, auch wenn jedes an einer anderen Stelle über Fehler verfügt.
Ernüchternd, denn die Biere scheinen lediglich mit dem Namen Highland Park werben zu wollen.

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