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Beer like star Harviestoun Ola Dubh Special Reserve 16

  • Typ Obergärig, Ale
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#2908

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
73% Avatar von Felix

73% Rezension zum Harviestoun Ola Dubh Special Reserve 16

Avatar von Felix

Dieses Ola Dubh durfte in einem HP-Fass nachreifen, in dem zuvor der 16yo gelegen hatte.

Farblich ist es bräunlich, noch längst nicht undurchdringlich schwarz.

Der Geruch verheißt Schokoladenmalz, Litschi, Aprikose und schlanke Fruchtnoten. Dazu zarte Eiche, die durchaus erkennbar ist und dezente Bittere mitbringt. Hintergründig findet sich noch eine fruchtig-marmeladige Süße wie von Pflaumenmuß. Insgesamt bin ich erstaunt, wie verhalten und schüchtern das Bier ist. Nichts ist von den intensiven Scotch Ale-Noten des 12er zu spüren. Gibt es hier wirklich einen so gewaltigen Unterschied?

Der Einstieg bestätigt diese Vermutung. Das Bier zeigt außer etwas Holz und undefinierbaren Malznoten, sowie einem leicht beerigen Alkohol sehr wenig. Lediglich eine zarte Säure kommt hier durch, die ich beim 12er überhaupt nicht erkennen konnte. Bislang bin ich verwirrt, dachte ich doch, die Grundbiere seien identisch.

Der Körper ist ebenfalls merklich weniger voll als das 12er. Er ist verhältnismäßig schlank gehalten und alkoholisch geprägt. Für 8%ABV ist diese Fülle aber völlig gewöhnlich, lediglich der Vergleich mit dem 12er lässt ihn schachbrüstig erscheinen, da darf man sich nicht in Bockshorn jagen lassen.

Der Abgang macht dann mit deutlicher Holzbitterkeit auf, umschmeichelt von einem zarten Hopfen und einer wellenartig wiederaufkommenden Säure. Nun kommt eine prägnante Rauchigkeit hervor, die den Nachtrunk ziemlich lang werden lässt.

Das 16er verwirrt mich ziemlich. Es scheint mir so anders als das 12er, an das ich mich noch lebhaft erinnern kann. Und selbst wenn ich es als Unikat betrachte, schneidet es nicht überragend, sondern geradezu mittelmäßig ab. Ich kann die distinktiven, charakteristischen Highland Park-Noten hierbei nicht mehr direkt filtern und habe das Gefühl, die Hälfte sei im Fass zurückgeblieben. Diesem Bier fehlt es an Süße, an Kraft und an Orientierung, es wirkt eher wie der Überrest einer genialen Idee, bei der man Whisky und Bier miteinander vermengt. Es scheint nicht mehr als ein Schatten dessen zu sein. Zwar gefällt mir die permante, subtile Säure sehr gut und auch die Eichennoten ist angenehm herb, doch kann das Bier selbst mit dem rauchigen, langen Abgang seine Eintönigkeit nicht retten. Der Alkohol überwiegt, die Aromen halten sich zu sehr zurück.
Spannend ist in diesem Kontext der Vergleich zum Ola Dubh 18, das ich parallel zum 16er verkostet habe.
An sich ist das 16er meiner Ansicht nach zwar ein solides Bier, durchaus empfehlenswert, den ordentlichen Preis von über 10€ aber keineswegs wert und erstaunlicherweise ziemlich anders, als das 12er. Es scheint mir nicht am Fass zu liegen, das Bierrezept bereits hat hier seine Macken.

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