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Beer like star Gulpener Ur-Hop Biologisch India Pale Lager

  • Typ
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 4 Rezensionen

#24088

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Florian
84% Avatar von Schluckspecht
74% Avatar von Florian
74% Avatar von Bierkules
73% Avatar von Daniel McSherman
73% Avatar von Felix

84% Solide Vorstellung!

Avatar von Schluckspecht

Dieses naturbelassene Pale Lager erscheint fast wie naturtrüber Apfelsaft, glänzt jedoch mit der weitaus besseren Farbe. Ein strahlendes, kräftiges, orangestichiges Bernstein wird hier von einer dichten Schaumkrone gekrönt. Diese baut sich zwar auch mit der Zeit ab, ein leichtes Schwenken bringt sie aber wieder zurück. Hier liegt also eine sehr traditionelle Optik vor, die reichlich Appetit macht.

Die Nase nimmt kräftig-grasige, würzige Aromen auf. Man fühlt sich an Grapefruit und Nelken erinnert. Der eher süße Antrunk ist ungemein voll und Hopfen sowie Malz teilen sich den Mundraum unter sich auf. Dann schlägt die Stunde der in der Flasche belassenen Hefe und die im Geruch erfassten Noten treten umso kräftiger in Erscheinung. Eine citrusartige Fruchtigkeit, vordergründig nach Grapefruit, legt sich über eine solide Würzigkeit. Im Abgang wird das Pale Lager dann trockener, ohne jedoch das Grapefruit-Aroma gänzlich abzulegen. Diese feine Bittere gefällt wahrlich. Würde sich nicht eine leichte Klebrigkeit festsetzen, wäre der Nachgeschmack perfekt: Die zu erwartende Bittere ist genauso zu erfassen wie eine fein-fruchtige Grapefruit-Note sowie das grundsolide Gerstenmalz. Wenn überhaupt, sind die 6,0 % Alkohol hier zu spüren, aber sie sind der Sache dienlich.

Das Ur-Hop ist ein sehr unproblematisches Bier: So lecker, frisch und natürlich wirkt kaum ein zweites Bier, bei dem die Hefe eine tragende Rolle spielt. Die 6,0 Vol.% Alk. merkt man dem Bio-Bier praktisch nicht an. Der feinherbe, fruchtige Abgang schließt den Bogen perfekt. Dennoch: So lecker wäre es eine Schande, dieses Bier in schnellen Zügen zu leeren.

Fazit:

Biologisch – und dann noch äußerst lecker. Das India Pale Lager vereinigt die Züge eines natürlichen Bieres und jene eines gut gemachten Pale Ales in sich. Die feine Kohlensäure trägt zum frischen Geschmackserlebnis bei, der Alkohol spielt währenddessen charmant weit weg im Hintergrund. Das Ur-Hop kann alle Erwartungen erfüllen und sogar noch übertreffen.

Bewertet am

74% Gulpener Ur-Hop India Pale Lager – getreidig und gefällig

Avatar von Florian

Getreidig, dicht und süß, und vor allem verträglich: Das klimaneutrale India Pale Lager von Gulpener ist ein gelungenes Bier. Mir gefällt besonders die Konzentration auf das Getreide. Das macht sich breit, als hätte man irgendwas zwischen Getreidebrei und einem Biss in den Getreidesack. Das macht das Bild authentisch und bereitet eine gefällige Basis für den Hopfen, der sich wolkenweich gebettet fühlen darf.

Bewertet am

73% Rezension zum Gulpener Ur-Hop Biologisch India Pale Lager

Avatar von Daniel McSherman

Optik: Strohgelb opal, Schaum schnell zerfallend
Aroma: etwas Frucht, Hefe
Geschmack: auch hier etwas Frucht, aber nicht zu viel, stattdessen Aromen von Getreide. Das Bier klingt mit einer schönen aber recht eintönigen Bitterkeit ab.

Bewertet am

73% Rezension zum Gulpener Ur-Hop Biologisch India Pale Lager

Avatar von Felix

Tieftrübes, blass-orangenes Bier mit guter Schaumbildung. Ein mattstrahlender, hübscher Sud.

Der Geruch gibt starke Fruchtnoten ab, die ganz mit amerikanischem Duktus vollführt sind. Saftigkeit und Herbe kommen hier zusammen, Aromen erinnern an gepresste Orange und etwas Hefe. Erfrischend und angenehm wirkt das Lager, jedoch sind die Fruchtnoten sind gänzlich authentisch. Ich assoziiere in gewisser Weise auch schon etwas abgestandenen Saft oder verwässerten Saft aus dem Supermarkt, der womöglich noch ein paar Zusätze hat. Trotzdem in Ordnung.

Im Antrunk offenbaren sich erstaunlich trockene Getreidenoten. Das Bier baut rasch Cornflakes- und Gerstenaromen ein, die die Früchte überwiegend ablösen. Dadurch wird das IPL irgendwie rauer, rustikaler. Hier wird nichts eingebüßt, sondern transformiert. Und das auf ganz unerwartete Weise.
Auch die Hefe ist sehr stark, sodass von dieser Seite ebenso der fruchtige Hopfen eingestampft wird.

Der Körper des Bieres ist sehr bauschig und weich, reicht aber auch im Zusammenhang (Konsistenz) durchaus aus. Das Bier ist klar aus dem holländisch/belgischen Raum, das schmeckt man ziemlich durch die Hefe, die stets ein Wörtchen mitzureden hat, obwohl sie aromatisch gar nicht betont wird. Auch die untergärigen Hefen scheinen eine gewisse Fluffigkeit abzugeben, wie ich sie eigentlich nur den obergärigen Belgiern zugetraut habe.

Der Abgang ist erstaunlich vielseitig und kräftig. Hopfenherbe zeigt sich durchaus - auch ohne große Hopfenaromatik - und letztlich überwiegen die getreidigen Aspekte und lassen nur noch dieses säuerliche Gefühl übrig, das man kennt, wenn man von einem Nickerchen aufwacht und zuvor Orangensaft getrunken hatte. Süße ist ebenso dabei und untermauert die Bitterkeit.
Ein wirklich facettenreicher Abgang, dessen Einzelnoten mir weniger zusagen, obwohl die Gesamtheit gut orientiert ist und man auch Bewusstheit spüren kann.

Dieses IPL ist ein wirklich angenehm sortiertes Bier, das wirklich ein Ziel hat und dieses konsequent zu verfolgen scheint. Ich mag seine Strukturiertheit gern und das Bier schmeckt mir.
Trotzdem will ich negative Kritik üben können: Die einzelnen Aromen empfinde ich als ein bisschen wenig inspiriert. An Frucht zeigt sich einzig so etwas wie Orangensaft eindeutig und der ist schon irgendwie kontaminiert - um es ganz besonders bösartig zu formulieren. Nein, er wirkt ganz einfach nicht völlig rein und überzeugt daher nicht auf ganzer Linie. Auch die Bitterkeit ist von dieser Art, die Hefe geschmacklich auch. Theoretisch passt das alles wunderbar zusammen, aber die einzelnen Aspekte wirken durchaus auch etwas lieblos. Nur Theorie reicht eben nicht.
Interessant ist, dass dieses Bier eigentlich eher obergärige als untergärige Merkmale besitzt. Ich persönlich hätte mich hier gut vertun können. Dass eine solche dann aber so eindrücklich getreidig und trocken schmeckt und diese Auftrittsweise sogar deutlich bis in den bitteren Abgang hineintransferiert, das ist in der Tat ebenso beachtlich.
Nun, also insgesamt möchte ich das Bier auf keinen Fall diskreditieren, doch ebenso wenig auch in den Himmel loben. Es ist ein wirklich nettes Bier, angenehm und ungezwungen, mild in Körper und Herbe, aromatisch klar und zielbewusst, wenn auch etwas unsicher auf den Beinen.

Bewertet am