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Beer like star Fuller’s Brewer’s Reserve No. 2 Oak Aged Ale

  • Typ
  • Alkohol 8.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Dieses Bier ist nicht glutenfrei
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 72% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#5933

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
72% Avatar von Felix

72% Rezension zum Fuller’s Brewer’s Reserve No. 2 Oak Aged Ale

Avatar von Felix

Das Fullers Brewers Reserve Cognac Cask Oak aged Ale gehört zu den Limited Edition-Bieren der Brauerei und ist - auch wegen der Fassreifung - im höheren Preisregiment anzusiedeln.
Es ist im vollen Glas trüb-kirschrot, von einer sehr warmen, weichen Farbe, die aber noch einen glänzenden Bronzestich beinhaltet, je mehr sich das Innere des Glases dem Ende entgegenneigt, desto mehr geht die Farbe in Richtung Orange. Die Schaumkrone ist erst groß, nimmt jedoch schnell ab, kann aber durch nur leichtes aufschütteln wieder perfekt erzeugt werden. Optisch ist es eine wahre Augenweide.
Im Geruch offenbaren sich einem sofort Aromen von dunkler Beere, da erkenne ich vordergründig Erdbeere (wie ich es eigentlich nu von deutschen Bockbieren kenne) auch etwas Rhabarber, es ist eine deutliche Zuckersüße vorhanden, das Bier wirkt insgesamt sehr ausgeglichen, weich und süß, bringt jedoch auch einiges an Würze mit sich.
Im direkten Antrunk dann scheint es im ersten Moment nicht sonderlich intensiv zu sein, die Aromen entfaltet das Bier erst mit der Zeit, es bäumt sich geradezu auf in seinem Glas. Es sprudelt erst kurz auf (die Rezenzspritzigkeit verflüchtigt sich jedoch nach wenigen Minuten, die das Bier an der Luft steht, sodass eine gute Ausgeglichenheit eintritt) danach offenbart sich der hopfenbetonte, aber in keinem Fall bittere, bestenfalls dezent herbe Grundtenor des Bieres. Dominant sind nun vor allem Aromen von Schokolade und Orange, gepaart mit einer sehr weichen Holzzuckersüße, das Fass schimmert hier in der Süße gut durch. Hinzukommt eine dezente mineralische Salzigkeit. Besonders auffällig ist, dass der Alkoholgehalt von 8,2%ABV perfekt kontrolliert ist, hier eckt gar nichts an, das Bier ist in sich absolut stimmig. Ein großes Lob an die Braumeister.
Der Körper des Fuller´s ist als sehr rund und stimmig zu bezeichnen, er ist nicht besonders schwer, wobei durchaus eine gewisse Öligkeit vorhanden ist, die jedoch nicht sehr viel Kraft mit sich bringt, insgesamt wirkt das Bier erstaunlich leicht und süffig für ein Starkbier, sehr bekömmlich.
Der Nachtrunk ist dann verhältnismäßig arm, hier schimmert natürlich noch ein wenig die Hopfenherbe durch, vor allem zeigen sich nun aber die süßen Malzaromen. Schade ist, dass das Bier direkt nach dem Schlucken wenig Aromen übriglässt, es vergeht förmlich am Gaumen, was aber auch für eine gesunde Fasslagerung ohne Kunstzusätze spricht. Das Holz des Fasses nämlich ist dezent-würzig aber immer präsent.
Cognac im speziellen konnte ich jetzt nicht ausmachen, die dunkle Beere im Geruch und die Weichheit des Antrunks könnten davon zeugen, auch der herb-würzige Holzzucker spricht für die Lagerung, jedoch nicht im Besonderen für den Cognac. Am offensichtlichsten erinnert daran die weinartige Subnote, die immer mitschwingt.
Ich würde sagen, Fullers ist dem Brewers Reserve NO. 2 ein klasse Wurf gelungen. Ein absolut stimmiges, rundes Ale, das dunkle Wein- und Fruchtaromen mit weicher, schokoladiger Milchigkeit, sowie mit würzigem Holzzucker verbindet und so etwas sehr ausgeglichenes schafft. Es ist ein sehr natürliches Bier, das spürbar auf Basis des Fuller´s London Pride gebraut wurde, der Kern des bekannten Ales ist hier noch deutlich schmeckbar. Insgesamt ist es aber für meinen Geschmack gerade im Nachtrunk dann doch etwas charakterschwach, es ist eben doch unter den Starkbieren noch ein ziemliches Leichtgewicht. Positiv daran ist, dass der Alkohol geradezu perfekt eingebunden ist, negativ jedoch, dass es so wenig RObustheit mit sich bringt und trotz des sehr überzeugenden, stimmigen Antrunks der Nachtrunk dann stark zu wünschen übrig lässt. Mehr Hopfen oder eine augeprägtere Bitterkeit hätten hier Wunder gewirkt.
Ein klasse Bier, bei dem jedoch jeder selbst entscheiden muss, ob es seine 10-15€ wert ist. Es ist eben typisch englisch und dementsprechend leicht und weich, aber auch rund.

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