Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Firestone Walker Parabola

  • Typ Obergärig, Imperial Stout
  • Alkohol 13% vol.
  • Stammwürze 29.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei bis zu 15°
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagen 8 Benutzer

Bewertet mit 89% von 100% basierend auf 10 Bewertungen und 4 Rezensionen

Das Bier Firestone Walker Parabola wird hier als Produktbild gezeigt.

Dieses Bier wurde mit folgenden Tags versehen:

  • Bier des Monats 12/2012
  • Braufactum Kollektion Epilog
  • Hafer
    #5364

    Probier mal

    Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

    Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

    Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

    Aktuelle Bierbewertung

    Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
    A
    B
    89%
    C
    D
    E
    F
    G
    H
    I
    J
    Bewertungsdetails
    Basierend auf 10 Bewertungen
    Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
    A
    100%
    B
    C
    D
    E
    F
    G
    H
    I
    J
    Bewertungsdetails
    Basierend auf 3 Bewertungen von Florian, Robert und Dirk
    100% Avatar von Florian
    100% Avatar von Tobieras
    100% Avatar von Dirk
    100% Avatar von Robert
    100% Avatar von Noxi
    99% Avatar von Felix
    93% Avatar von gerdez
    87% Avatar von woerdey
    73% Avatar von Brini
    38% Avatar von .txt

    100% Redaktionsbewertung

    Avatar von der Redaktion

    Unglaublich! Es ist wirklich passiert! Ein Bier hat es geschafft, all die Meckereien auf hohem Niveau verstummen zu lassen, und die Redaktion mit glücklichen, entspannten Gesichtsausdrücken in die Kissen sinken zu lassen.

    Wir haben unser erstes, einhelliges Hunderter!

    Eine Parabel ist entweder eine Ellipsenart oder eine Geschichte, die über eine Gleichstellung zu belehren sucht. Eine geschmackliche Geschichte erzählt das Parabola auf jeden Fall:

    Sie beginnt in nächtlicher Finsternis. Bräunliche Schaumkronen gleiten über die öligen Wellen der schwarzen See. Der Wind trägt den Geruch von Treibholz heran. Ein zerschelltes Bourbon-Fass vielleicht, womöglich aber auch eine kaputte Kiste mit Vanilletabak, Kaffee- oder Cocoabohnen
    Während das Meer mit sahnig-weicher Sanftmut die Füße unserer drei Protagonisten umspült, fragen sie sich, von welch fernen Küsten Amerikas die Ladung wohl aufgebrochen ist, und wie viel Imperial Stout der Steuermann wohl intus hatte, als er das Schiff in sein Verderben steuerte.
    Schwermut erfasst unsere Helden, nur gemildert durch das leichte Kribbeln des trocknenden Wassers auf ihrer Haut. Dann aber kommt ihnen ein wärmender, durchdringender Gedanke:
    Was, wenn ein Fass dieses Imperial Stouts den Schiffbruch unbeschadet überstanden hat und unweit, an diesem Strand, seiner Rettung harrt? Die lange Suche, die unsere Helden vor dem Ende der Geschichte erwartet, ist bitter und trocken, doch stets hält süße Hoffnung ihre Stimmung hoch, und so werden sie am Ende mit tollen Röstnoten und dem bisher bestbenoteten Bier auf dem Index belohnt.

    Alle Schönschreiberei beiseite: Ein derart komplexes, starkes und dennoch unerhört weiches Imperial Stout ist uns bisher noch nicht untergekommen, und wir hatten schon einige Hochkaräter dabei. Geniale Textur, grandiose Länge, fantastisches Bier, besonders zum Dessert.

    Ihr Armen harret der Geschicht’ Moral indes?
    Parabola - hast du es nicht, dann brauchst du es!

    Bewertet am

    100% Gaumenschmaus

    Avatar von Noxi

    Vor ein paar Wochen hab ich mir das sündteure Parabola gegönnt und bestellt und heute ist es so weit...

    Das Bier ist recht dunkel im Glas, ich finde aber dennoch, dass man es noch mit dem Label "braun", genauer schwarzbraun mit leichtem Rotstich belegen kann. Die Schaumkrone ist nicht sehr groß, der Schaum feinporig, fällt schnell zusammen (was ja bei so hochprozentigen Bieren die Regel ist) und hellbraun/cappuchino-farben.

    Das erste mal die Nase reinhalten... wow, wo soll ich anfangen? Unglaublich viele Aromen bestürmen einen, Kokos, Kakao, leicht Kaffee, getrocknete Pflaume, Vanille, Karamell, aber auch das (Bourbon-)Holzfass macht sich schon bemerkbar.
    Der Antrunk haut einen dann total um: zunächst säuerlich, Sherry (wohl derBourbon), Karamell, "heiße" Schokolade, Lakritze, leicht Kaffee (davon aber eher eine leichte Bitternote), dann v.a. Kokos, süße Trockenfrüchte, Vanille, Walnuss... Ich komme gar nicht mit dem schreiben nach, soviel Geschmack prasselt auf mich ein.
    Am Ende bleibt vom ersten Schluck trockenes Kakaopulver und eine leichter Rauchnote an Zunge und Gaumen sowie eine mäßige Bittere, die mich niemals an 82 IBU denken lassen würden. Der Nachgeschmack im Mund ist, als hätte ich gerade ein Stück Zartbitterschokolade auf der Zunge zergehen lassen.

    Fazit: ein unglaublich vielseitiges, aromatisches und dabei sehr gut ausgewogenes Imperial Stout mit einem gehaltvollen Körper, der Alkohol ist wie alles andere sehr gut eingebunden und schmeckt überhaupt nicht vor. Ein tolles Bier, ich bereue keinen Cent, den es gekostet hat!

    Bewertet am

    99% Rezension zum Firestone Walker Parabola

    Avatar von Felix

    Heute ist es soweit: Am letzten Tag des Jahres 2012, am letzten Tag des Monats Dezember, in dem das Parabola Bier des Monats gworden ist... Heute wird es aufgemacht und verkostet! Was lässt sich dazu sagen? Allzu viel!
    Im Glas ist das Bier tiefschwarz, der von der Brauerei selbst gewählte und auf die Flasche geschriebene Begriff "Midnight Black" ist keineswegs untertrieben, es ist absolut undurchsichtig, tiefschwarz, die Krone ist von der Farbe her der absolute Hammer. Ein tiefes, dunkles, schokoladiges Braun, wie man es auch bei den besten Imperial Stouts nur sehr selten betrachtet und gerne hätte ich hierfür die 10 Punkte gegeben, leider fiel die Krone aber doch zu schnell zusammen. Wirklich schade, obgleich ich das Bier parallel aus zwei verschiedenen Gläsern (Snifter/Teku) verkostet habe.
    Der Geruch ist der Wahnsinn und schon hier wird der Grundtenor des fassgereiften Imperial Stouts deutlich. Es ist unglaublich harmonisch und weich, so rund, dass die Komplexität nur noch zu erahnen ist. Alle Aromen, die ich im Folgenden aufzählen werde sind nuanciert, dezent zu erkennen, sie alle vermengen sich zu einem einzigen, nahezu undurchdringlichen Aromaportrait:
    Im ersten Moment des Geruches begegnet mir ein süßer, weicher Kaffee, der aber nicht wirklich ins Röstige oder Herbe geht. Dieses Bier ist eine wahre Malzbombe! Unheimlich süß offenbart sich dahinter eine herbe Lakritznote, weich und süßlich (gänzlich ohne Salz), Kakao (weniger die Bohne als vielmehr der Geruch einer Tasse "Heißer Schokolade" mit etwas Sahne), sofort kommt ein wenig Herbe hervor, Tabak, mit dem eine weiche Vanillenote einhergeht, die alle anderen Aromen zu tragen scheint. Bei ihr lässt sich auch die Whiskynote erkennen (wobei Whisky insgesamt in diesem Bier sehr begleitend scheint). Ein weiteres Grundaroma ist eine reife, süße Pflaume, die immerwährend das Bier unterstreicht, sie nimmt noch andere Fruchtaromen mit. Die Süße einer klassischen, englischen Orangenmarmelade (mit Schalenstückchen) sowie reifer Bananen und die Milchigkeit von Kokosnussfleisch (ich fühle mich an Kokosfett erinnert). Außerdem besitzt das Bier noch etwas erdig-würziges, in meiner Nase sind das Weihnachtsgewürze nach Spekulatius und Zimt. Die Süße dominiert deutlich, lässt aber die Assoziation zu herben Noten noch zu. Alle diese Gerüche sind wahnsinnig dezent und vermischen sich zu einem einzigen, runden, weichen Komplex. Es gibt nämlich nicht wirklich eine Trennung der einzelnen Noten, sie sind eins. Das gilt auch für den Einstieg.
    In diesem nämlich kommt die Stärke des Imperial Stouts nun gänzlich zum Tragen. Es ist nahezu perfekt harmonisch. Alles greift ineinander, nichts steht allein da, kein Aroma scheint mir sauber vom anderen zu differenzieren zu sein. Die Süße kommt deutlich hervor, da ist Schokolade und Malzkaffeezucker, dahinter die alles tragende Vanille und noch immer der Fruchtzucker mit der reifen Banane. Einziger Kritikpunkt für mich wäre hier, der Moment kurz vorm Schlucken, wenn das Bier zum Gaumen gelangt. Hier gitb es eine Aromalücke, die gefüllt sein könnte, einen Moment indem das Bier vom alles bedeckenden Körper übertüncht wird.
    Dieser Körper ist das Beste am Parabola, ich habe so etwas noch nie erlebt und kann mir in keiner Weise vorstellen, jemals einen besseren zu entdecken. Das Parabola ist im Mund nicht mal mehr ölig, es fühlt sich geradezu cremig und sahnig an, wie Sirup fließt es dickflüssig über die Zunge. Mich erinnert dieses Gerfühl ein bisschen schon an Honig, Ahornsirup oder Schokoladensoße. Einfach nur perfekt! Leider aber wie gesagt so kräftig, dass die Aromen des Antrunks schon davon übertroffen werden und diese besagte Lücke im Aromageflecht entsteht.
    Der Nachtrunk des Bieres ist wieder wunderbar besonders, daran habe ich nichts zu meckern. Der Alkohol ist bis hier hin in keiner Weise hervorgekommen, weder im Geruch, noch im Antrunk, einzig in der Brust steigt nun eine angenehme Wärme auf, sodass der die 12,5%ABV zwar spürbar aber noch immer nicht schmeckbar sind. Es entstehen nun relativ spontan, wie in einer plötzlichen Aromafontäne starke Bitternoten, die sich binnen kürzester Zeit mehr und mehr ausbauen. Diese Bitterkeit (82 IBUs) ist eine Hopfenbitterkeit, wird aber von der Röstigkeit geschmacklich begleitet. Interessant ist, dass nun erstmalig eine wirkliche Veränderung/Entwicklung zu Tage tritt; das Bier verliert seine Süße, die Bitterkeit wird aber spontan immer mehr gesteigert, die Hopfennote tritt hervor und die Herbe beginnt nun die Aufgabe des Alkohols zu übernehmen und das Aroma zu tragen. Nun kommen erneut Lakritz, Orangenmarmelade und Kokosnussfett hervor. Die Pflaume hält sich als wahrscheinlich einziges Aroma durchgängig im Hintergrund. Bald kommt auch wieder der vanillige Whisky seicht hervor. Interessanterweise ist das Fass so ziemlich nicht zu schmecken, was aber auch keineswegs störend ist, es würde wahrscheinlich die Harmonie und Süße beeinträchtigen.
    Insgesamt muss ich meinen Hut vor diesem Bier ziehen, ein grandioses Produkt der Braukunst. Einzige Kritikpunkte meinerseits (und ich weiß, sie sind auf wirklich hohem, pingeligen Niveau): Die Aromalücke, die kurz vorm Schlucken auftritt, da man sich leicht vom so genial-sirupigen Körper ablenken lässt, sowie das Fehlen eines gelungenen Kontrapunktes zur schokoladigen Süße. Gäbe es im Antrunk vielleicht noch etwas mehr Frucht mithilfe der Orange oder Banane, oder wäre vielleicht die Herbe noch deutlicher Ausgeprägt (Lakritz und Tabak), so hätte dieses Bier noch an Komplexität zugenommen. Genial ist die perfekte Harmonie und Dichte der Aromen, sie sind leider so dicht, dass das Bier über keinerlei Chronologie mehr verfügt, es gibt kein Spiel zwischen den Aromen, keine Lebendigkeit, das Parabola steht auf dem einsamen Fels seiner harmonischen Genialität. Und hier ist der winzige Wermutstropfen, der aber diesem Bier auf keinen Fall seinen Wert absprechen möchte. Das Parabola ist eines der genialsten und besten Biere, die ich je kosten durfte und hat, was Harmonie und Dichte angeht, zurecht die einhellige, 100%ige Bewertung der Redaktion erhalten.

    Bewertet am

    87% Rezension zum Firestone Walker Parabola

    Avatar von woerdey

    Pechschwarz liegt das Bier im Glas, nur gegen das Licht gehalten zeigen sich einige rötlich-braune Farbtöne. Der Schaum zeigt sich beige, fast schon bräunlich. In der Nase whiskyartig, malzig-süßlich sowie Noten von dunkler Schokolade, braunem Zucker und ein Hauch Kaffee. Im Geschmack dann durchgehend schwer, ölig, süßlich (vor allem nach Kakao) sowie wieder an Whisky erinnernde Komponenten und leicht bitter.

    Bewertet am