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Beer like star Erntebier aus der Hallertau

  • Typ Lager
  • Alkohol 5.3% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 50% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#23728

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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
50% Avatar von deadparrot
50% Avatar von Felix

50% Rezension zum Erntebier aus der Hallertau

Avatar von Felix

Leicht trübliches dunkelgelb mit Goldstich. Schaumkrone fällt durchschnittlich aus.

Der Geruch des Lagers ist sehr stiltypisch ohne Auffälligkeiten. Süßliches Malz, etwas würzig mit der Süße leichten Honigs. Ein Idee von Birne kommt auch hinzu. Schüttelt man das Bier auf, entsteigt eine impulsive Alkoholsüße, die sogleich wieder vergeht.

Im Mund übernimmt eine an Herbstfrüchte angelehnte Säuerlichkeit. Gelber Apfel und Getreidewürze, Cornflakes mit einem Schuss Birnenmost. Es zeigt sich eine ganz hintergründige Hopfennote, deren Bitterkeit deutlicher ist, als ihr Aroma.

Der Körper ist nicht außergewöhnlich. Etwas schwerer durch die Betonung des Malzes, ansonsten relativ süffig und unspektakulär.

Der Abgang ist von einer auffälligen Bitterkeit - allerdings nur im Exemplarvergleich. Grundsätzlich ist das Bier eher mild, wenn auch mit klarer Betonung auf bitterer und würziger Seite. Vor allem die charakteristische Trockenheit der untergärigen Lagerhefen kommt hervor.

Das Erntebier aus der Hallertau ist damit weniger ein Bier, über das sich etwas sagen ließe. Vielmehr erscheint es mir wie ein Stereotyp des Lagerstils.
Aromatisch fügt es dem klassischen Hellen nicht viel mehr hinzu als eine noch deutlichere Hopfennote mit zielorientierterer Bitterkeit. Insgesamt entwickelt das Bier dadurch eine Bewegung von der Süße weg in eine würzige Bittere hinein.
Es findet sich vorerst etwas Süße, die nach und nach von Getreide- und Malzaromen untergraben wird. Höhepunkte - wenn man denn von etwas derartigem reden möchte - sind einzig in gelegentlichen Frucht- und Säureaspekten zu entdecken. Gelber Apfel und Birne lassen sich durchaus als klare Nuancen herausschmecken, bilden aber keine Besonderheiten. Die Bitterkeit von Apfelschalen lässt sich vor allem im Abgang erkennen. Doch leider ist gerade diese Form der Bittere - so ganz frei von Hopfenduft - nicht ausreichend, um einen soliden Nachtrunk zu hinterlassen. Das Bier erscheint schließlich vor allem unausgewogen und platt.
Das Erntebier aus der Hallertau kann mit viel Phantasie als ein Herbstbier gesehen werden. Ich würde es doch eher als stinknormales Lager bezeichnen, dem es deutlich an Schwung, an Merkmal, an Finesse fehlt. Es ist eben ein gewöhnliches Bier mit einem Tick mehr Aromahopfen als die Kollegen aus dem Supermarkt.

Bewertet am

50% Ziemlich mau aus der Hallertau

Avatar von deadparrot

Dieses Bier trägt einen Namen, der eher nach einem Untertitel klingt. Aber immerhin weiß man so, was man hat. Wer's noch nicht sofort versteht, für den ist das Etikett da, das großflächig ein Foto eines mutmaßlich Hallertauer Hopfenfeldes zeigt: Frisch geernteter Aromahopfen wird hier also eingebraut, lautet die Botschaft.

Im Glas sieht das Bier tiefgolden aus, außerdem erkennt man schon grobe Kohlensäurebläschen. Der Geruch ist nicht so stark hopfig wie erwartet, eher malzbetont und ziemlich flach, wäre da nicht ein irgendwie stechendes Aroma, das sofort unangenehm auffällt. Malziger Geschmack dominiert auch den Antrunk, im Körper tun sich dann ein wenig Hopfenaromen auf, die aber sehr verhalten daherkommen. Da stellt sich kein Aha-Effekt ein. Wäre der Hopfen nicht so überdeutlich angepriesen, würde ich nicht auf die Idee kommen, an Aromahopfen zu denken. Schlecht ist das nicht unbedingt, aber alles in allem wirkt dieser Körper, der sich auch noch nahe an der Grenze zur Wässrigkeit bewegt, ziemlich belanglos. Der Abgang lässt dann doch deutlich zu wünschen übrig. Metallisch und leicht beißend an den Zungenrändern, alkoholischer Geschmack am Gaumen – für große Hopfenaromatik ist da leider kein Platz mehr.

Das so spannend klingende Erntebier aus der Hallertau ist ein bestenfalls durchschnittliches Bier.

Bewertet am