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Beer like star De Molen Heaven & Hell

  • Typ Imperial Stout
  • Alkohol 11.9% vol.
  • Stammwürze 26.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 10°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 97% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#28341

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
97% Avatar von deadparrot

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Avatar von deadparrot

Zur Brauerei de Molen stehen ja zig Biere in der Datenbank, alle außerdem mit sehr ähnlich poetisch klingenden Namen, darunter auch bereits einige Imperial Stouts, aber eben noch keines mit genau der auf meiner Flasche angegebenen Bezeichnung - von denen ohnehin einige englisch, einige niederländisch sind. Das "Hel & Verdoemenis" hat jedenfalls die gleichen Eckdaten (Alkoholgehalt, Braustil). Bekommt hier jeder zweite Sud einen neuen Namen, oder hat die Brauerei tatsächlich ungefähr zehn verschiedene Imperial Stouts im Programm? Verwirrend.

Nun gut, aber was letztenendes zählt, ist das Bier selbst, nicht die Bürokratie. In meinem Glas steht eine Flüssigkeit mit dem Aussehen und der Konsistenz von flüssiger Schokolade, und so riecht sie auch. Satt schokoladig-malzige Noten, auf der Grundlage einer ordentlichen Schnapsigkeit kündigen ein Schwergewicht von einem Starkbier an. Das Etikett verzeichnet den absurd erscheinenden Wert von 494 (sic!) EBC. Vermutlich könnte man das Bier zu gleichen Teilen mit Wasser aufgießen und es wäre immer noch blickdicht pechschwarz.

Der Antrunk bringt die kräftige Säure und die Aromen von wirklich dunkler, über 90%iger Bitterschokolade mit. Röstaroma entfaltet sich, und entfaltet sich, und entfaltet sich weiter. Einen solchen umfassenden Spannungsbogen und ein derartiges Crescendo habe ich selten erlebt. Das Bier macht eine langsame Entwicklung durch, im Zuge derer die Kakaonoten langsam und stetig dem Geschmack verbrannter Brotkruste und nussigen Noten wie von gerösteten Haselnüssen Platz machen. Leder, Holz, Pfeifentabak - das Destillat archetypisch "dunkler" Aromen umspielen die Zunge. Dabei hat das Bier wohltuend wenig Kohlensäure. Die 11,9% Alkohol sind richtig gut verpackt.

Im Abgang kommt die notwendigerweise intensive (97IBU!) Bitterkeit durch - notwendig, weil irgend etwas dieser Überdosis Malz ein Gegengewicht entgegenstellen muss. "Langanhaltend" ist ein vielbemühtes Attribut, um den Abgang eines Bieres zu beschreiben - hier ist er zutreffend und geradezu eine Untertreibung. Ich erlebe hier gerade bislang ungeahnte Dimensionen an Geschmacksintensität. Ein Rezensent sollte so etwas nicht sagen, aber: Mir fehlen die Worte.

Auch falls der Bierindex-Wertungsalgorithmus weniger als 100% ausspucken sollte, etwa weil ich unter Kohlensäure "nur" 3/10 Punkten vergeben habe (was aber völlig zum Charakter des Braustils passt) - das ist ein phänomenales Bier, eines der besten, die ich je getrunken habe und hat die Höchstwertung verdient. So. Und nun zu den neun anderen Imperial Stouts von de Molen...

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