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Beer like star De Molen Geboren & Getogen (Born & Raised)

  • Typ Rauchbier
  • Alkohol 4% vol.
  • Stammwürze 11%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 63% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 1 Rezension

#9393

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Robert
67% Avatar von Robert
59% Avatar von Felix

59% Rezension zum De Molen Geboren & Getogen (Born & Raised)

Avatar von Felix

Das Geboren & Getogen von De Molen riecht sehr deutlich nach Rauch, Erde, Schinken, Asche, besitzt aber dennoch eine schlanke Note säuerlicher, heller Herbstfrüchte, die sich insbesondere durch ein Birnenaroma bemerkbar macht. Darunter webt eine weiche, nicht aufdringliche Malzdecke ein feines Fundament. Schon hier hat man das Gefühl, De Molen wollten zwei gänzlich unterschiedliche Stile miteinander verbinden, ohne Kompromisse einzugehen. Dieses Bier mutet an wie eine Kreuzung aus Rauchbier nach Bamberger Brauart und klassisch westeuropäischem Witbier. Ob diese Verbindung gelungen ist lässt sich leicht sagen (ja, das ist sie schon.), ob sie sinnvoll ist ist eine andere Frage...
Im Antrunk zeigt das Bier einen sprunghaften, aggressiven Charakter, ein Aroma nach dem anderen wird einem da an den Gaumen gepfeffert, nicht wirr, sondern penibel nacheinander, aber keines bleibt für lange Zeit. Erst sprudelt das De Molen kräftig auf und zeigt viel Kohlensäure, sofort dahinter kommt kräftige Säure, dann gleich enorm viel Rauch, der aber nicht mehr den Geschmack nach Salz und Dörrfleisch, sondern mehr den nach kaltem, abgestandenem Rauch im Zimmer und längst verglühter Asche besitzt. Gleich auf diese Note folgt eine zuckrig-karamellisierte Birne, ein wenig Weihnachtsmarktaroma. Ich bin etwas benommen von dieser Entwicklung und weiß sie nur schwerlich zu deuten, mir gefällt aber die Abwechslung wunderbar, gerade die heftigen Kontraste zwischen kalter Asche, Fruchtsäure und karamellisierter Birne sind toll, wenn auch nicht ganz einfach.
Leider verliert das Bier viel im Körper. Es ist sehr leicht und weist eine recht dürftig sprudelige Rezenz auf, hier hätte man deutlich mehr Kohlensäure erwartet. Das passt zwar nicht ganz zum Stil (?), fühlt sich dafür aber recht angenehm an. Etwas mehr Kohlensäure hätte nur vermutlich auch den zu leicht geratenen Körper besser gerechtfertigt.
Im Nachtrunk ist das Bier dann - so schade es ist - viel zu schwach geworden. es bleibt nur ein Wink von kaltem Rauch und Herbstaromen zurück (etwas trockenes Laub und vergorene Früchte). Dann verschwindet das Bier auch sofort und nichts bleibt zurück. Nach langer Zeit macht sich nochmal eine weiche Pflanzlichkeit breit, die an Minzblätter erinnert, man kann hierbei aber auch wirklich nur von einem Hauch, eher einer Assoziation sprechen.
Das De Molen Rauchbier ist somit leider nicht ganz stimmig. Es hat eine spannend gestaltete Aromatik im Einstieg und überzeugt durch Zweischienigkeit, da es einerseits extrem rauchig ist (Asche, Schinken, Salz), andererseits aber auch säuerlich fruchtig (Hefe, Birne, Karamell). So wird die Brücke vom Rauchbier zum Wit geschlagen. Wie aber schon am Anfang angedeutet; Ist das wirklich eine sinnvolle Verbindung? Ich finde, dass die heftigen Aromen zu Anfang im Gegensatz zum zu leichten Körper und der frischen Herbstfrüchte überladen und somit unausgeglichen scheint. Während es erst noch viel präsentiert, nimmt es dann nach hinten gänzlich ab. Das macht das Bier leider unstimmig, obwohl es über interessante Aromen verfügt. Größter Fehler liegt leider im Abgang und auch der Körper konnte nicht richtig überzeugen.
Letztlich lässt sich wohl sagen: Wit und Rauchbier sind gegensätzliche Stile, zusammengelegt sind sie irgendwie nichts Ganzes und nichts Halbes mehr, für ein Wit zu überladen, für ein Rauchbier zu dünn. Trotzdem schöne Idee.

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