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Beer like star Corncrake Ale

  • Typ Pale Straw Ale
  • Alkohol 4.1% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 61% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#9718

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
61% Avatar von Felix

61% Rezension zum Corncrake Ale

Avatar von Felix

Aus der Flasche riecht es zuerst extrem untypisch für ein Ale, es besitzt schon hier eine deutliche Heunote und mit verbundenen Augen hätte ich sofort gesagt, es ist ein ganz klassisches Lager, vielleicht sogar im Pilsener-Stil gebraut.
Farblich ist es ziemlich hell, jedoch noch golden mit einer gut ausgeprägten, rein-weißen Schaumkrone, die Appetít macht. Eine leichte Trübe besitzt es darüberhinaus ebenso.
Im Geruch ist es nun in der Tat deutlich lager-typisch, es ist erst heuig, entwickelt sich aber im Glas rapide in andere Richtungen. Zuerst wird es grasig und man denkt an ein Pilsener, danach kommen blumige Noten von duftigem Flieder dazu und man wird in dieser Annahme bestätigt. Doch plötzlich erhebt sich daraus eine ordentlich fruchtige Zitronennote, schon richtig seifig und etwas cremig, nicht so spitz wie Zitronat, mit ihr verwandelt sich die süße Blumigkeit in eine dunkle Holunderbeere mit etwas Säure. Auf dieser Holunderbeere bleibt das Bier dann vorerst, es erinnert mich an heißen Holunderbeersaft, den man bei Erkältung gern trinkt. Ein wirklich toller Duft, den ich unheimlich anders finde, als alles, was ich bislang kennengelernt habe, es ist wie eine Mischung aus Ale und Lager, ich bin mir bis zuletzt nicht gänzlich sicher, was ich da eigentlich im Glas habe.
Im Mund ist das Bier dann sofort heuig-herb mit der fruchtigen Zitronennote, die nun aber doch als Zitrussäure auftritt und das Cremige nicht zeigt. Auch die Holunderbeere verbleibt, sie geht mit der Zitrone einher, verstärkt die Säure und wird wunderbar durch die Herbe ergänzt, kommt aber nicht so deutlich wie im Geruch hervor. Für mich kommt die anfänglich erahnte blumige Süße wieder durch und vermittelt erneut das Bild eines Lagerbieres. Insgesamt ist der Antrunk recht herb und ziemlich leicht.
Das kommt wahrscheinlich in erster Linie von dem schwachen Körper. Er ist frisch und angenehm süffig, aber bei dieser Aromakraft (und das Corncraker hat wirklich erstaunlich viel Potenzial für schlappe 4,1%ABV) könnte ich mir noch etwas mehr Boden vorstellen, gar nicht unbedingt eine stärkere Textur, die ist, was die Frisch angeht, wunderbar, es ist mir nur im Mund noch ein kleines bisschen zu wässrig für die Holunderbeernote, die Zitrone und das Heu werden toll getragen.
Der Nachtrunk hält dann erneut die Holunderbeere bereit, diesmal in deutlicherer Verbindung mit der Fliedernote, auch das Heu kommt wieder hervor und Blumigkeit und Herbe verbinden sich zu einer harmonischen Bitterkeit mit sanftem Fruchteinschlag, Aber auch hier fehlt mir etwas die Kraft. Die Bitterkeit dagegen finde ich schön, nur im Vergleich zum Einstieg vielleicht etwas schwachbrüstig - das ist ohnehin sehr interessant bei diesem Bier: Es ist im Einstieg bitterer als im Abgang! Zusätzlich dazu wird es mit der Zeit enorm trocken, obwohl der Abgang sehr kurz geraten ist.
Ansonsten aber insgesamt ein ganz nettes Bier, das dadurch hervorsticht, dass es wirklich anders ist. Obgleich es im Stil eines Ales gebraut ist, schmeckt es sehr nach Lager, geht sogar in Richtung Pilsener tschechischer Brauart. Ich persönlich mag den Lagerstil sehr gern und kann deswegen etwas damit anfangen. Die Grasigkeit hätte unter diesem Aspekt das Heu ablösen können.
Ein schönes Leichtes, sehr süffig und unkompliziert und trotzdem ein kleines Abenteuer, weil es nicht ganz eindeutig ist, es besitzt sehr eigenwillige Aromen, während es nämlich mit Zitrone und Heu noch so klassisch daherkommt, überrascht es mit dunkler Holunderbeere, die ich noch nie - vor allem nicht bei einem so hellen Ale - im Aroma festgestellt habe. Im ersten Moment war ich sehr angetan von diesem Bier, letztlich urteile ich eher in Richtung:
Ein recht intensives aber auch kurzweiliges Ale. Ganz lecker, doch nicht überwältigend.

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