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Beer like star Camba Imperial IPA

  • Typ Imperial/Double IPA
  • Alkohol 8.4% vol.
  • Stammwürze 19.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 9°C
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 5 Benutzer

Bewertet mit 87% von 100% basierend auf 10 Bewertungen und 8 Rezensionen

#23447

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 10 Bewertungen
99% Avatar von deadparrot
89% Avatar von Puck
89% Avatar von Noxi
89% Avatar von Bastus
88% Avatar von Schluckspecht
88% Avatar von Felix
86% Avatar von TasteItAll
83% Avatar von Bier-Klaus
80% Avatar von Schöni
79% Avatar von Bierkules

89% Rezension zum Camba Imperial IPA

Avatar von Puck

Das ist richtig "viel" Bier! Die unglaubliche Aromenvielfalt aber in einer wunderbar gelungen Kombination hebt dieses IPA deutlich aus der Masse hervor. In die Nase steigen bei Einschenken kräftige zitrale Noten. Der Antrunk dann mit einem sehr gut gelungenen Widerspiel von süsslichen Malzen und einer ordentlichen Portion fruchtbetonter Hopfen. Dabei ist das IPA herrlich moussierend, was die Vielfalt noch einmal verstärkt. Keine Bier für zwischendurch, aber mit der nötigen Ruhe ein herrlicher Genuss für alle Liebhaber gut gehopfter Biere.

Bewertet am

88% Viel hilft viel

Avatar von Schluckspecht

Ein Imperial IPA mit satten 8,4 % Alk. und 19,9 % Stammwürze. Mit an Bord sind helle und dunkle Gerstenbraumalze, helle Weizenbraumalze, Hopfen und obergärige Bierhefe. Für die Hopfung waren nicht weniger als sechs Sorten zuständig: Columbus, Chinook, Summit, Crystal, Citra und Amarillo. Immerhin 77 IBU runden das Geschehen ab, die optimale Trinktemperatur liegt (laut camba-bavaria.de) bei 13 °C. Ein Fest der Sinne also für den Hopfenfreund?

Pfirsichorange und trüb mit hefigen Schwebteilchen setzt die cremige, üppige, haftende Schaumkrone einen schönen optischen Kontrast. Der Duft ist voller Exotik über Passionsfrucht, Maracuja, Litchi, Grapefruit, Pomelo, Mandarine und Mango. Aber auch Würzigkeit in Form von Pinie hat ihren Platz. Der Antrunk gerät schön vollmundig mit satten, betont süßen Malznoten und einer herrlichen Fruchtigkeit in Form von Maracuja, Passionsfrucht und etwas Mandarine. Im Körper klingen die 8,4 % ABV zart an, doch haben hier Malz und Hopfen immer das letzte Wort. Gut gefällt mir die hopfige Würzigkeit in Form von Pinie und Pfeffer. Schade ist nur, dass die freizügige Hopfenfruchtigkeit wiederum vom eher schweren Malz erdrückt wird. Überraschend malzbetont klingt das Imperial IPA dann auch aus mitsamt angenehmer Herbe und dezenter Klebrigkeit. Irgendwie hat der Hopfen nach dem starken Antritt dann doch den Schwung verloren, auch wenn noch etwas Exotik durchkommt und man die Bittere im Abgang gewiss nicht abstreiten kann. Aber feiste Bitterkeit? Hier nicht. Um die 77 IBU würde ich zwar ebenso schätzen, aber da ist ein Brewdog Hardcore IPA (150 IBU) noch einmal eine völlig andere Adresse. In einer anderen Stadt wohlgemerkt.

Das Camba Imperial IPA ist ein sehr angenehmes DIPA mit durchaus glaubhaftem Alkoholgehalt und malziger Wucht. Ja, auch der Hopfen überzeugt auf ganzer Linie und zaubert einen leckeren Fruchtcocktail. Allerdings finde ich, dass die Malze nicht perfekt auf die Hopfung abgestimmt sind. Die sehr gelungene Hopfung möchte ich keinesfalls in Misskredit bringen. Außerdem lobe ich mir die würzigen Hopfennoten, die dieses IPA zu etwas Besonderem machen. Ich bin aber nicht restlos begeistert, Potenzial ist noch da.

Bewertet am

89% Ganz Gross

Avatar von Bastus

Wurde schon alles gesagt.Eines der besten DIPAs, das kann man in einem Atemzug mit dem Heelch o hops oder dem brewdog hardcore nennen.Spitzenbier! Ganz klare Trinkempfehlung.

Bewertet am

80% Fruchtig Herbes Double IPA

Avatar von Schöni

Meiner Meinung nach das beste IPA der Brauerei. Die Farbe ist für mich ein dunkles Bernstein, guter Schaum. Der Geruch ist toll, Noten von Mango, Ananas und Marille. Riecht sehr süß. Der Antrunk bestätigt dies. Extrem rezent und süß im Mund. Noten von Vanille und verschiedenen Zitrusfrüchten, leicht cremige Textur. Finde ich sehr gelungen. Ich persönlich finde es süßer als die anderen IPAs der Brauerei und deshalb vollmundiger und süffiger. Gute Hopiness. Der hohe Alkoholgehalt kommt fast nicht zu Tage, Kompliment. Man muss ehrlicherweise sagen, dass deutsche Brauereien diese IPAs einfach noch nicht so draufhaben, wie z.B. die US-Amerikaner. Ich trinke lieber ein Heelch O`Hops von Anderson Valley Brewing Co. oder das DIPA Detour von UINTA Brewing aus Utah.

Bewertet am

88% Rezension zum Camba Imperial IPA

Avatar von Felix

Mattmilchiges Bier in blassem Rot-roséton mit ausgesprägter, konsistenter Schaumkrone.

Der Geruch des Bieres ist intensiv und von konzentrierter, zielgerichteter Struktur. Sehr süße Zitronennoten wie man sie von getrockneten Zitrusfruchtschalen kennt, entsteigen dem Bier. Außerdem die Kräuterigkeit und Harzigkeit des Nadelwalds. Starke Tannen- oder Kieferharznoten, feucht und kräuterig, Blutorangenmarmelade, Zitrone, Orange mit viel Rohrzucker, deutlich bonbonartig. Der Duft erinnert an Brausepulver.

Der Antrunk ist süß und voll. Orangenmarmelade ist das vielleicht treffendste Wort für die Aromatik des Bieres. Der Duft wird gut in den Mund transferiert. Wenig Komplexität, dafür eine wohlige Fülle mit charakteristischer Deutlichkeit.

Der Körper des Imperial IPAs ist dem Sud sehr angemessen. Das Bier ist reich und etwas zäh. Das vertieft den marmeladigen Eindruck. Die Kohlensäure ist nicht ausreißerisch, sondern erscheint integriert.

Der Abgang des Bieres ist nicht übermäßig bitter, sondern moderat und ausgewogen. Auch hier bleibt vor allem speicheltreibende Süße im Mund zurück.

Das Imperial IPA aus der Camba ist ein ziemlich gutes Bier seiner Art, das definitiv weiterempfohlen werden darf.
Es überzeugt insbesondere mit seiner betörenden Süße, die einnehmend ausfällt und durch ihre eindeutige Fruchtorientierung wie ein Dessert den Genießer zurücksinken lässt. Mit diesem Bier in der Hand will man sich einfach nur zurücklehnen und die Augen schließen.
Dabei werden insbesondere harzige und zitrale Aromen auf sehr originelle Weise präsentiert. Gar nicht so säuerlich oder herb fällt dieses Bier aus, sondern eher so wie bei getrockneten Zitrusschalen oder aus Zitrusfrüchten gemachten Marmeladen. Immer auch mit der Kräuterigkeit von Tannen- oder Kiefernnadeln. Ja, das Bier zeigt vor allem die dichte, klebrige Süße von Orangenmarmelade und getrockneter Pomelo, bestäubt mit geriebener Zitronenschale. Dieses Kompott aus Zitrusfrüchten kommt selten auf solch süßem Wege daher, was ich als Besonderheit bezeichnen würde.
Der sehr füllige Körper spielt dabei natürlich wunderbar mit. Etwas Alkohol stört hier überhaupt nicht, sondern verhilft dem Bier sogar zu angemessenem Gewicht.
Lediglich der Abgang erscheint vielleicht ein wenig vorhersehbar, da er lediglich die süße Linie fortführt. Er tut dies organisch und mit Bravour, doch wenigstens hier wäre ein wenig klarere Bitterkeit oder eine andere Wendung doch auch schön gewesen. So aber will ich ihm keinen Vorwurf machen, denn was er tut, das macht er gut.
So ist das Bier in sich schlüssig und stringent gebraut, doch auch - das soll angemerkt sein - determiniert und ausgerichtet. Dieser Sud ist gewaltig, aber nicht betonenswert vielseitig. Die Facetten jedoch, die er besitzt, sind ebenso durchaus rar. Insofern stört mich seine eher gering ausfallende Komplexität wenig.
Insgesamt empfinde ich das Camba Imperial IPA als einen ziemlich guten Sud, der mich letztlich durch seine Überschwenglichkeit, seine Romantik vielleicht auch, ja eben dieser etwas geschauspielerten Überbetonung einnimmt und zu gewinnen weiß.
Bei solch gewaltigen Stilen mag ich das Pathetische und Überzogene sehr gern. Es geschieht hier nicht explosiv, sondern warm und mit Gefühl. Dieses Bier ist wie eine tiefe, freundschaftliche Geste, ja, es ist dieser in die Weite gehende Atem, diese Öffnung, wenn man den Anderen ehrlich in die Arme schließt.

Bewertet am

99% Bedingungslos aromatisch und sehr facettenreich

Avatar von deadparrot

Farblich ist das Camba Imperial IPA braustiltypisch – hell bernsteinfarben, mit einem leichten Rotstich, und etwas trüb. Das sieht schonmal schön aus. Der Duft ist überwältigend frisch, fruchtig und blumig: Ich würde ihn als "frühlingshaft" charakterisieren. Das riecht vorrangig nach Mandarine, aber auch nach Litschi, nach Kirschen, nach Holunder, und irgendwie diffus blütenartig. Ein ganz wunderbares, süßes Bouquet. Die Blumigkeit schafft den Sprung auf die Zunge, wenngleich sich dabei auch ein leicht seifiger Geschmack einstellt.

Bereits im Körper greift die an Grapefruit erinnernde Bitterkeit stark zu; zusammen mit der honigsüßen, durchaus malzigen Basis ergibt das einen komplexen und spannenden Körper, der äußerst facettenreiche Aromen dicht gewoben präsentiert. Das ist in der Tat aromatisch so vielfältig, dass ich kaum die richtigen Vergleiche finde: Von tropenfruchtähnlichen Aromen bis hin zu bitteren Kräutern und Waldhonig sind viele Assoziationen denkbar, und jeder Schluck offenbart einen neuen geschmacklichen Aspekt. Ich will nicht verleugnen, dass ich von der Komplexität dieses Bieres ein wenig überfordert bin. Ich fühle mich nicht ganz in der Lage wiederzugeben, warum genau es mir so verdammt gut schmeckt. Die 8,4% Alkohol sind übrigens sehr gut eingebunden: Das Bier schmeckt überhaupt nicht alkoholisch. Das Mundgefühl ist sanft und cremig.

Der Abgang ist unvergleichlich bitter – ich mag das bei IPAs. Diese Bitterkeit ist allerdings kein Selbstzweck, sondern steht voll und ganz im Dienste der weiteren aromatischen Entfaltung. Hier schließt sich der Kreis wieder, und fruchtige Aromen treten erneut hervor, nunmehr unterfüttert von einer kräftig herb-nussigen Note, die unglaublich lange am Gaumen verbleibt. Das ist wirklich ein phänomenaler Nachklang.

Das hier ist ein geradezu explosiv auftretendes IPA: Von der knalligen Fruchtigkeit, die einem schon vor dem ersten Schluck entgegenspringt, bis hin zum minutenlangen Nachhall ist das ein unglaublich aromatisches, herausforderndes Bier. Eines der besten, die ich kenne.

Bewertet am

83% Rezension zum Camba Imperial IPA

Avatar von Bier-Klaus

Das Bier hat einen extremen Zitrusgeruch, das ist eine Fruchtbombe par excellence.

Auf den vollen Malzkörper wird eine derartige Schippe Zitrushopfen gehäuft, dass die Malzsüße in der Hopfenbittere untergeht.
Es schmeckt als hätte man einen Korb voller Zitrusfrüchte im Mund. Der Nachtrunk ist geprägt vom donnernden Nachhall des Hopfens, der durch seine sehr fruchtigen Aromen trotzdem einen ordentlichen Trinkfluss gewährleistet.

Das Imperial IPA ist ein extremes Bier aber in sich ausgewogen und schlüssig komponiert.
Das ist ein Hopfenhammer, der einfach nur Spaß macht.

Bewertet am

89% Ausgewogenes DIPA mit etwas Luft nach oben

Avatar von Noxi

Gestern Abend haben wir mal sämtliche IPAs von Camba parallel verkostet (das German IPA, EI PI AI, Imperial IPA und Imperial Black IPA).

Das Imperial IPA liegt optisch zwischen dem German und dem EI PI AI. Es ist etwas dunkler als das bernsteinfarbene German IPA, hat aber nicht diesen leicht rötlichen Schimmer des EI PI AI. Der Schaum ist nicht ganz so grob wie beim EI PI AI, aber auch nicht so fein wie beim German. Das Ergebnis nach einigen Minuten ist daher dasselbe wie beim EI PI AI: der Schaum ist irgendwann komplett weg.
In der Nase finden sich v.a. blumige Hopfennoten (Veilchen), dann aber auch etwas würziges/harziges, Mandarine und weiße Trauben. Insgesamt riecht es sehr frisch.

Geschmack: der Antrunk ist fruchtig, süßen Früchten folgt etwas leicht malzig-nussiges, würzig-harziges (Kiefern) und die IPA-typische ausgeprägte Grapefruitbittere, die sich aber nicht so lange auf der Zunge hält wie beim EI PI AI oder auch beim German IPA.
Fazit: Fruchtig-würziges DIPA mit einer gut eingebundenen Bittere, der hohe Alkoholgehalt schmeckt nicht vor. Insgesamt etwas spritziger und frischer als die anderen beiden IPAs, gleichzeitig aber auch leicht mehr Süße. Der Nachtrunk ist etwas flacher bzw. kürzer als beim EI PI AI, das könnte man noch etwas ausbauen vielleicht. Durchaus trinkenswert.

Bewertet am