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Beer like star Camba Dunkel

  • Typ Untergärig, Dunkles
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze 11.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#19764

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
83% Avatar von Bier-Klaus
77% Avatar von Felix
76% Avatar von Tobieras

77% Rezension zum Camba Dunkel

Avatar von Felix

Dunkler, rotbrauner Sud mit ausgewogener Schaumbildung. Trübe Bernsteinreflexe, matter Jadeton. Sehr schön.

Der Geruch ist ausgewogen zwischen herben und süßen Tönen und auf subtile Weise komplex. Malzige Schwere zwischen Röstnoten, Harz, Malzzucker und Kandis baut sich auf. Eine feine Hopfung scheint durch, allerdings wirklich nur am Rande. Schön, wie viel Süße hier durchkommt, ohne dass das Bier in die Plattheit kippt. Ein gutes Stück Getreidigkeit verbleibt nämlich und bringt den Hauch uriger Natürlichkeit, den ein so traditioneller deutscher Bierstil einfach braucht.

Im Mund eine erstaunliche Präsenz der Hefe. Zarte Säure, kein bisschen zu viel. Sogar ein leichter Hang in die zitral-schalige Richtung. Unerwartet, aber eine positive Überraschung. Die dunkelsten Malznoten ziehen sich eher zurück, Weichheit öffnet das Bier und der Sud legt sich in eine liberale Haltung hinein. Leichte Strohigkeit, die Hefe dominiert, der Hopfung scheint noch etwas stärker durch, als nur bei der Geruchsprobe, der malzig-harzige bis zuckerige Grundton verbleibt trotzdem. Weniger in Richtung Schwarzbier, als vielmehr gen "belgisch" orientiert sich dieses Lagerbier.

Der Körper ist bauschig und wohlig. Die Hefe hat das Bier gut geöffnet, sodass nun die Aromen frei fließen können und sich zuweilen auch überkreuzen. Ein gut gezügeltes und kontrolliertes Chaos schafft Freiraum. Der Körper ist ausgewogen und nicht zu kernlos. Die Kohlensäure verhält sich pointiert und kann dadurch die Aromen des Bieres beisammenhalten.

Der Abgang gibt Kräuternoten her, die sehr eindringlich werden. Das Bier nimmt vor allem auf der harzigen Schiene Fahrt auf und zeigt sich mit bitterer Minze, herbem Liebstöckel, etwas Thymian. Durchaus schafft die zuvor so süße Grundaromatik eine Assoziation zu Kräuterlimonaden. Sehr klarer Abgang von gutem Durchhaltevermögen.

Das Camba Dunkel ist sehr abgestimmt und durchaus für die eine oder andere Überraschung gut. Es gibt zuerst ein harmonische Lagerkomposition zum Besten und bringt einen in eine Stimmung, in der man eigentlich nur gedankenlos zurückfallen, aber nicht analysieren möchte. Man denkt sich: Das Bier wird ganz unkompliziert und harmonisch sein, ich brauche keine Antennen ausfahren, ich habe keine Höhenflüge, aber ebenso auf keinen Fall irgendwelche Mängel zu erwarten. Sofort beim ersten Schluck holt es einen aus dieser Stand-By-Phase aber wieder heraus und man weiß nicht recht, ob diese Überraschung nun maßgebend ist. Ist das Bier plötzlich noch besser als erwartet? Ist es vielleicht doch durchgefallen? Man grübelt und grübelt und kommt zu dem Schluss, dass sich am ersten Eindruck gar nichts geändert hat. Es ist eigentlich genauso gut wie zuvor auch, nur eben unerwartet. Gelassen sinkt man wieder zurück. Und plötzlich kommen diese herben Kräuternoten im Abgang und man kann nicht mehr anders. Die Hefigkeit kann nicht mehr nur als Nebennote beschrieben werden, die Getreidigkeit ist eindringlicher als bei anderen Bieren dieses Stiles, die Zurückhaltung der Röstigkeit ist ungewöhnlich, die zuckrige Frische erinnert an belgische Saisons. Irgendwie muss man doch die Besonderheiten dieses Bieres erwähnen und hervorheben. Aber das Ganze des Sudes ist nicht hervorzuheben. Es ist ein ganz normales Dunkles, eindeutig, klar, vorhersehbar, strukturiert. Nur gibt es auf dieser ebenen Fläche sehr, sehr viele winzige Hügelchen, wie bei einem Pflastersteinweg, den man mit einem Fahrrad überquert. Das Rütteln ist bald Normalität und niemand würde von Höhen und Tiefen sprechen.
Was liegt hier also vor? Ein ausgewogenen, weiches Dunkles, ohne Höhen und ohne Tiefen, aber mit ausgiebig interessanten Einzelaspekten, die alle der Betrachtung würdig sind. Und trotzdem bleibt es ein Dunkles; und zwar ein solches, wie man es sich im Gasthaus beim Essen wünscht - es scheint mir sehr kompatibel mit deftigen Gerichten zu sein, die entweder rauchig oder auch sehr scharf sind. Mit Kartoffeln oder Kürbis würde es wunderbar harmonisieren und trotzdem kann es auch im Sommer durchaus als Gartenbier taugen. Diese Vielseitigkeit ist nun durchaus erstaunlich.

Bewertet am

83% Rezension zum Camba Dunkel

Avatar von Bier-Klaus

Farbe dunkel bis schwarz. Im Geruch leichte Röstaromen. Rezenz schwach. Schlankes Bier, leichte Röstaromen und Schokoladengeschmack, kann man auch im Sommer trinken

Bewertet am