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Beer like star Buddelship Gotland 1394

  • Typ Baltic Porter
  • Alkohol 6.5% vol.
  • Stammwürze 15.8%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 12°C
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 7 Benutzer

Bewertet mit 87% von 100% basierend auf 8 Bewertungen und 6 Rezensionen

#24532

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 8 Bewertungen
99% Avatar von Bierkules
99% Avatar von Hobbytester
95% Avatar von Puck
95% Avatar von tonne
89% Avatar von Felix
88% Avatar von chri0311
88% Avatar von dreizack
41% Avatar von HansJ.

41% Ausreißer?

Avatar von HansJ.

Aufgrund der vielen fantastischen Rezensionen habe ich mich sehr auf das "Gotland 1394" gefreut. Leider hat mich meine Flasche ziemlich enttäuscht: Röstaromen, Karamell, Toffee in hoher Komplexität wie hier beschrieben: Ja, alles da. Aber stark dominiert von einer unpassenden, überaus präsenten Säure - so stark, dass ich unweigerlich das MHD gecheckt habe: 07.07.2016. Also noch Monate in der Zukunft am Abend des Verkostens.
Wäre die Säure nicht gewesen, oder zumindest ganz erheblich dezenter, dann wäre ich ins Schwärmen geraten. So aber werde ich das Gotland sicher nicht wieder kaufen und überlege, ob ich dieses hier überhaupt austrinke.

Bewertet am

95% Rezension zum Buddelship Gotland 1394

Avatar von Puck

Wow, das Gotland 1394 ist ein Porter, das einem das Biertrinker Herz höher schlagen lässt. Im Glas eine tiefdunkle Farbe, herrlich, und dazu Röstnoten ohne Ende in der Nase. Und genauso ist der Antrunk - Röstaromen in wunderbarer Vielfalt. Dazu gesellen sich Noten von Zartbitterschokolade, Espresso, karamellsierten Zucker. Eine wunderbarer voller Körper mit einem gut balancierten Spiel der Aromen. Auch der Abgang nachhaltig komplex, wunderbar. Um dieses Porter kommt man nicht herum. Probieren!

Bewertet am

89% Rezension zum Buddelship Gotland 1394

Avatar von Felix

Im Guss recht helles, braunes Porter, im Glas dunkelbraun mit hellen Reflexen, trüb, mit durchschnittlicher Schaumbildung.

Der Geruch ist betörend; ausgewogen und weich, Es überwiegen Kaffee- und Schokoladenelemente, zartbitterummantelte Kaffeebohne ist eine sehr eindrückliche Assoziation. Das Bier hat die Kraft eines schwarzen Espressos und dennoch eine vanillige Süße dahinter, die wie Mandelgebäck anmutet, erinnert an Vanillekipferl. Dattelsüße ist ebenso dabei, und sogar ein feine Frische, grasig und feucht, der Ansatz des Hopfens zwischen den herben und süßen Röstnoten.

Im Mund zeigt das Porter einen wunderbar geschmeidigen, dichten Raum auf. Schokoladenaspekte von Reismilch bis Zartbitter kommen auf, die tatsächlich tief vanillig den Gaumen betören und sich als Kakao oder süßes Gebäck um die schlanke, aber absolut prägnante Kaffeearomatik bewegen. Das Bier gibt nicht viel mehr Aromen hinzu, aber weitet sich vorbildlich. Zarte Säuerlichkeit kommt hinzu mit feiner Trockenfrucht (Dattel) dahinter.

Der Körper ist wunderbar balanciert, da er eine klar konturierte Kohlensäure präsentiert und trotzdem gewichtig bleibt. Dieses Porter ist schwer und dick, doch zugleich trinkbar. Beide Anteile werden abgesteckt. Einmal wieder möchte ich auf den genialen Alkoholgehalt von 6,5%ABV verweisen, der mir immer wieder aufs neue perfekt für diese texturelle Vielseitigkeit scheint.

Der Abgang ist mild und röstigherb mit Milchkaffeenoten und feiner Bittere.

Das Gotland 1394 Baltic Porter, ein hervorragendes Porterbier mit der Gabe der Ausgewogenheit. Komplex ist das Bier durchaus, es präsentiert seine Komplexität jedoch nicht, man muss danach suchen.
Dieses Porter überzeugt durch die glanzvolle Direktheit im Aroma, die eine Assoziation an schokoummantelte Kaffeebohnen ganz einprägsam statuiert, und durch die ganzen filigranen Nebennoten, die dieses Aroma erst zur Vollendung bringen. Die süße Vanilligkeit, die mich an Puderzucker erinnert, die feine Feuchte des Hopfens, die klebrige Süße der Dattel und die zarte Säuerlichkeit eines Espresso. Dieses Porter ist mit relativ wenigen, aber absolut gezielten Aromen ausgekommen. Vor allem irritiert und freut der klare Hopfenanteil, der im Verlauf des Trinkens immer mehr an Gestalt gewinnt und die Farbe des Röstnotenbieres allmählich ins Grüne wandelt. Auch ist dieses Porter gar nicht so trocken wie manch ein Stilgenosse, sondern legt durchaus auch feuchte Aspekte vor.
Ich finde dieses Bier bildgewaltig, gerade weil so viel Spielraum lässt, weil es sich selbst gänzlich ausfüllt und dennoch so zarte Züge an den Tag legt. Es verweist nicht auf einzelne Aromen oder zielt auf etwas bestimmtes ab, sondern gibt eine Landschaft vor, es lässt einen Raum entstehen, in den man sich schlicht hineinlegen möchte. Dieses Bier benötigt keine Definitionen. Es ist eines derjenigen, die gänzlich rund und warm sind, und die man schlichtweg genießt.

Bewertet am

95% Rezension zum Buddelship Gotland 1394

Avatar von tonne

Farbe tiefschwarz, gegen's Licht gehalten leicht rötlich. Schaum bräunlich. Die Optik macht schonmal Appetit.
Der Geruch ist süßlich, malzig, starke Röstnoten, Kaffee, auch etwas nach Brot und leicht säuerlich. Sehr vielfältig und vielversprechend. Im Geschmack spiegeln sich diese Nuancen wider. Die Aromen wechseln sich ab, gehen schön ineinander über, nichts spielt sich in Vordergrund. Im Abgang kommt eine deutliche aber gut passende Bitterkeit auf und rundet dieses Aromafeuerwerk schön ab. Der Alkohol tritt nicht wie bei ähnlichen Vertretern in den Vordergrund. Die Kohlensäure passt auch. Es ist alles perfekt aufeinander abgestimmt. Super Bier

Bewertet am

99% Ein Sommernachtsbier!

Avatar von Hobbytester

Das Bier möchte in die Tradition der Baltic Porter treten, dies wird auch durch den Namen der Ostseeinsel Gotland unterstrichen. Für mich ist es entspannend, dieses Getränk nach dem kräftig durchschüttelnden Clown King zu probieren, seine 6,5 Volumenprozent verleihen ihm im Vergleich zur Ersterem eine fast schon leichte Charakteristik. Der Geruch ist zum Hineinlegen! Hier geht es recht malzig zu, ich fühle mich an den Geruch erinnert, der entsteht, wenn Holz im Lagerfeuer an einem schönen Sommerabend, von dem man heute am 10.4.2015 tatsächlich sprechen kann, vor sich hin brennt und wohlig kracht und knackt. Ganz portertypisch süß ist der gelungene Einstieg. Der Abgang flirrt nur so durch den zur Ruhe gekommenen Nachthimmel, erneut scheint die Lagerfeuermetaphorik angebracht. Ein Porter zum Verlieben. Genau, das, was der rauchige Röstgeruch ankündigt, wird hier geschmacklich umgesetzt. Das ist für mich ein Sommerbier, nicht die zu leichten Kandidaten, die oft gerne so tituliert werden. Ich sollte mich verbessern: ein Sommernachtsbier! Diese betörende Würze und Süße ist unglaublich leicht und dennoch eindrucksvoll, flüchtig wie die ersten Glühwürmchen, die hier und da aufblinken, wenn es langsam spät wird! Hopfen verleiht diesem malerisch wirkenden Kandidaten einen wunderbar bitteren Auftritt, hinzu kommt dieser süße, röstige Malzimpuls, der die äußerst gelungene Komposition schier umarmt. Genau ein solch vollmundiges Getränk mit vielen Geschmacksgeheimnissen und einer herrlich bitteren Nachwirkung, die bei aller sanften Süße eindrucksvoll organisch zustande kommt, stelle ich mir unter einem, ach was, dem Porter schlechthin vor. Schwarzbraune liegt im Glas, der Schaum bleibt lang. Das Bier ist unglaublich süffig. Es gibt so viel Kohlensäure, wie es für die harmonischste aller Porterkompositionen notwendig ist.

Fazit: Hiermit habe ich nach längerer Suche das Glanzstück der Buddelship Brauerei gefunden. Dieses vollendete Porter liegt geschmacklich noch lange im Mund, nachdem es ausgetrunken wurde. Sein Geschmack ist legendär! Mir fällt hierzu ein Sommerabendsong ein, der den Genuss dieses Bieres begleiten könnte, weil er die Stimmung dieser Wohligkeit akustisch auffängt: „Space“ von Martha Tilston, zu finden auf dem Album „Bimbling“! Was für ein Diamant!

Bewertet am

88% Craft Beer im wahrsten Sinne des Wortes

Avatar von dreizack

Buddelship braut auf einer 10hl Anlage in einer alten Fischkonservenfabrik im Hamburger Ortsteil Stellingen. Die obergärigen Biere werden klassisch in offenen Gärbottichen gebraut, die Untergärigen in zylindrokonischen Gärtanks. Abgefüllt wird von Hand an einer eigenen kleinen Abfüllstation. Craft Beer im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Gotland 1394 ist ein röstiges Baltic Porter mit sechseinhalb Umdrehungen und bemerkenswerten 60 IBU. Tiefes Dunkelbraun, rötliche Blitzer. Hammermässige, bräunliche Schaumkrone von gigantischem Ausmaß; cremig-sahnig. Bleibt lange stabil und hinterlässt schöne Schaumränder auf der Innenseite des Glases. Tolle Optik.

Die Textur ist gar nicht mal so ölig wie erwartet, auch die Karbonisierung ist einen Tick höher als bei vielen anderen Porterbieren. Natürlich intensiv röstmalzig, schokoladig, süßliche Nuancen. Daneben wirkt ein Hauch brauner Zucker mit, floral-würzige Nuancen (Liebstöckel?) schimmern durch, Toffee, starker Kaffee. Der Alkohol ist hervorragend dezent in den Körper eingearbeitet. Weich, trocken, rund. Schöne Balance. Enorm langer Abgang mit einer Steigerung in der Bitterkeit, ohne dabei die süßlichen Malzaspekte zu leugnen. Glückwunsch an Simon Siemsglüss, den Macher von Buddelship!

Bewertet am