Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Brlo Helles

  • Typ Untergärig, Helles Lager
  • Alkohol
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 55% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 2 Rezensionen

#23805

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
D
E
55%
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
63% Avatar von Bier-Klaus
62% Avatar von remus456
54% Avatar von Bierkules
41% Avatar von Felix

63% Rezension zum Brlo Helles

Avatar von Bier-Klaus

Verkostung von internationalen und deutschen Lagerbieren mit dem Sam Adams Boston Lager, Greene King Noble English Craft Lager,
Brlo Helles und Schroll Urtrunk.

Eine riesige aber leider nicht stabile Krone bedeckt das lichthelle Bier von Brlo. Es hat wenig malzigen Geruch. Der Körper ist mittel vollmundig. Es schmeckt schön nach Malz, das bringt leicht rauchige und dezent röstige Aromen ins Bier. Würde mir gut gefallen, wenn es nicht ganz so schlank wäre. Der Nachtrunk endet leicht säuerlich und wenig gehopft. Das wird aber als Helles verkauft und damit ist keine explizite Hopfennote vorgesehen.

Bewertet am

41% Rezension zum Brlo Helles

Avatar von Felix

Filtriertes Helles mit geringer Schaumbildung.

Der Geruch ist sofort ungewöhnlich, wenn auch sehr traditionell. Hier mengt sich die kernige Würzigkeit des deutlichen Getreides mit einer dichten, besonders kräftigen Hopfennote. Es entsteht eine wirklich nicht ganz typische Aromatik, die etwas Schwefeliges hat - aber gut! -, oder auch nach heißem Gummi riecht, oder so wie wenn Gase von sich zersetzenden, gärenden Früchten aufsteigen. Natürlich eindeutig als Zusammensetzung aus Getreide- und Hopfennoten zu erkennen. Auch Fruchtigkeit ist klar vertreten, wobei der Tettnanger sehr bemerkbar ist. Das Bier hat über diesen genannten Noten eine unwahrscheinliche Frucht, die regelrecht saftig ist; Birne, Marille, Ananas. Sehr ungewöhnlich und doch vertraut.

Im Mund eine aufschäumende Säure, völlig unerwartet. Könnte das Bier gekippt sein? Nein, diese Säure ist wie bewusst gesetzt und nicht überbordend. Zugleich verbleibt diese gerstige Würze. Aromatik tendiert zum grünen Apfel.

Der Körper ist mir zu leicht. Das Bier ist zwar filigran, aber dabei nicht elegant. Die Kohlensäure sticht heraus, obwohl sie eher schwach ausgeprägt ist. Wirkt ein bisschen wie zugesetzt; wie man es von Limonaden kennt.

Der Abgang ist nicht besonders aromatisch. Etwas Säure, Röstbittere (woher die auch kommen mag) und Erdigkeit. Fast schon deftig. Das Bier könnte ein toller Essensbegleiter zu sehr süßen Salaten.

Das BRLO hat mir schon gefallen bevor ich die Flasche aufgemacht habe. Einfach weil es für mich ein regionales Produkt ist, dessen Hersteller bewusst wert auf Regionalität und soziale Projekte legen, die sie mit ihrem Bier unterstützen oder denen sie von den Einnahmen spenden. Ich finde diese Herangehensweise wunderbar, es sollte fast schon Standard sein und dennoch freue ich mich darüber. Schade fand ich allerdings von vornherein, dass so manches noch nicht ganz ausgereift zu sein schien. Beispielsweise benutzen sie Bio-Malz aus Unterfranken, aber scheinbar keinen Bio-Hopfen. Zumindest handelt es sich bei dem Hopfen um das Produkt eines Familienbetriebes. Ihr Pale Ale ist nicht filtriert, ihr Helles aber schon. Ich finde die drei jungen Künstler sind auf dem richtigen Weg, aber es gibt auch noch was zu tun.
Nun aber zum Bier. Das Helle ist qualitativ leider nicht wirklich überzeugend, dafür hat es mir noch zu viele Macken. Ich finde den Körper zu dünn und irgendwie das Mundgefühl irritierend. Das Bier wirkt wässrig und dennoch gibt es das leichte Ziehen von zu starker Kohlensäure. Es geht ähnlich gut runter wie Leitungswasser.
Die Aromatik dagegen ist ambivalent zu betrachten. Während der Abgang auf mich dünn und kunstlos wirkt, ist der Geruch erstaunlich vielschichtig. Kräftige Fruchtigkeit mit einer birnigen Aromatik und Noten von Marille und Ananas schweben auf radikal würziger Getreidigkeit, so wie man sie von manchem Hellen schon kennt. Der Aromathopfen ist eindeutig am Werk. Es entsteht dadurch ein faszinierendes Gemisch aus Frucht, Würze und etwas bitter-öligem, herb-erdigem, ein bisschen wie Gas an der Tankstelle, schwefelig. Ich bin wirklich erstaunt, wie bei einem Bier so klassische Noten zu einer solchen Aromatik vermengt werden können. Wie das dabei raus kam ist mir schleierhaft, aber es gefällt.
Im Mund wird das Bier dann deutlich spitzer. Es prägt eine schlanke Säure aus, die sonstige Aromatik geht leider zu Gunsten dieser unter. So nimmt das Bier im Trinkverlauf leider stetig ab.
Ich finde die Intention hinter diesen jungen Produkten toll, doch man merkt, dass hier noch mehr Erfahrung hinzukommen muss, damit ein Schuh draus wird. Aber das traue ich den jungen Künstlern zu. Bitte mit dieser Einstellung weitermachen. Danke.

Bewertet am