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Beer like star BrewFist Czech Norris Walker Imperial Pils

  • Typ Pils
  • Alkohol 6.7% vol.
  • Stammwürze 15.6%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 6-8°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 75% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen

#23253

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
78% Avatar von tonne
73% Avatar von Bier-Klaus
73% Avatar von Felix

73% Rezension zum BrewFist Czech Norris Walker Imperial Pils

Avatar von Bier-Klaus

Eine hellgelbe sehr hefetrübe Farbe trifft auf eine unglaublich feinporige und stabile Blume.
In der Nase leicht getreidig und sehr fruchtig nach Zitrushopfen.

Im Geschmack ist es mild und hat eine runde Textur, weist nur eine leichte Bittere auf. Der leicht süße Malzkörper wirkt nur im Hintergrund. Im Mittelteil ist die Malz- und Hopfenkombination super süffig. Erst im Nachtrunk wird es etwas bitterer aber die Hopfung ist weniger rund als beim Veldensteiner Imperial Pils.

Das Czech Norris ist nicht so intensiv gehopft und auch nicht so spannend wie das Veldensteiner Imperial Pils aber dennoch hervorragend zu trinken.

Wer's noch genauer wissen will, soll bei Felix nachlesen.

Ich kann allen nur empfehlen, das Veldensteiner zu kaufen, wenn es verfügbar ist, nach meiner Info hat es nur eine limitierte Auflage.
Das Bier ist echt der Hammer unter den Imperial Pilsnern (P.S. ich habe nix mit der Brauerei zu tun!)

Bewertet am

73% Rezension zum BrewFist Czech Norris Walker Imperial Pils

Avatar von Felix

Trübes, helles Bier mit eher feiner Schaumbildung.

Der Geruch ist nur sehr wenig von dem eines tschechischen oder auch süddeutschen Pilseners entfernt, birgt allerdings betont Fruchtkomponenten. Leichter, grasiger Hopfen trifft hier auf mehr als zart-apfelige Noten. Die Fruchtigkeit ist noch nicht so richtig amerikanisch, aber tendenziell schon mit Aspekten von Zitrusfrüchten angereichert. Außerdem eine frische Kühle und eine wirklich ungewöhnliche, sehr interessante und stimmige Nebenaromatik, die ich nur schwer beschreiben kann. Sie liegt nur so zwischen den einzelnen Aromen, etwas süßlich, aber nicht im negativen Sinne. Oh ja, das Bier hat eine klare, sehr schöne, subtile Sauerteignote, die ich in so hintergründiger Form bislang nicht erlebt habe.
Das gibt eine verbesserte, intensivierte Version eines mitteleuropäischen Pilseners ab. Den erhöhten Alkoholgehalt spürt man bis dahin noch kaum.

Im Geschmack ist das Bier weiterhin süßlich und herb mit eher abgefahrener Aromatik. Die Pilsener-Kriterien kommen voll durch, sind vor allem mit intensivem Duft vorgestellt. Auch eine unverkennbare Säuerlichkeit kommt hinzu, durchaus apfelig, so wie es dem Stil angemessen ist. Hierbei schleichen sich vor allem auch Aspekte der Hefe mit ein, was ich persönlich schon wieder etwas zu belastend finde. Auch spüre ich plötzlich Noten von Holunder oder Heidelbeeren. Ansonsten kann das Bier seine Konsistenz des Duftes leider auch nicht zu hundert Prozent im Einstieg übernehmen.
Ich würde den Geschmack schon als ungewöhnlich beschreiben, weil sich in ungewohnter Manier Hopfen und Hefe paaren.

Der Körper ist dementsprechend in Ordnung, aber wirkt, als hinge er zwischen den Stühlen. Er wird der Aromatik zwar gerecht, doch ist bei diesem Bier grundsätzlich nicht so ganz eine Richtung abzusehen, in die es steuert. Der Alkohol ist kaum bemerkbar, aber das Mundgefühl irgendwie lückenhaft zwischen Schwere und Leichtigkeit.

Der Abgang lässt diese besondere Zwischenaromatik des Sauerteiges zu einem deftigen, gerösteten Stockbrot werden. Diese Sauerteigaromatik bildet schließlich den Kern des Imperial Pilseners. Auch herbe Hopfentöne und etwas Fruchtigkeit mischen hier mit. Ansonsten geht das Bier einen stiltypischen Verlauf.

Das Walker Imperial Pils hat ganz tolle aber auch ernüchternde Facetten und ist damit ein perfektes Beispiel für die schwierige Bewertung von eben nicht ganz konformen Bieren. Einerseits bin ich irgendwie begeistert von dieser Zurückhaltung innerhalb der Intensität. Das Pils ist klar stilorientiert und steigt daraus nicht aus, zugleich ist es pointiert und selbstbewusst. Es hat eine gute Herbe, ist ausgewogen und zeigt neben den typischen Apfelnoten noch Ideen südländischer Zitrusfrüchte. Der amerikanische Einfluss ist irgendwie zu bemerken, aber er steht nicht im Mittelpunkt. Und die diesem Bier in einer bestimmten Weise eigene Sauerteignote gibt dann noch den gewissen Charakter hinzu. Das alles macht mir das Bier sehr sympathisch.
Dann gibt aber auch wieder die Dinge, die mich eben nicht ganz zufriedenstellen. Der Körper des Sudes ist nicht völlig schlüssig. Ich empfinde hier einen zu schweren Hefeanteil und zugleich etwas zu geringe Kohlensäure. Dadurch entsteht eine gewisse Schalheit, die sich leider mit zu viel Gewicht mengt. Eine Kombination, die ich als tödlich empfinde. Auch kann ich trotz der stimmigen Balance dem Bier nicht das gewisse Etwas entnehmen, dass es vor allem anderen auszeichnen würde. Es ist eben gut gemacht, aber kann nur bedingt auch begeistern. Ich versuche mir vorzustellen, wie es jemandem ergehen würde, der - nicht so wie ich - dem Pilsener-Stil gar nicht so viel abgewinnen kann. Er könnte irgendwie in seinem Unverständnis zurückgelassen werden.
Auch mir fällt es schwer, dieses Bier nachzuvollziehen. Es ist ganz eigenständig, und das will ich eigentlich immer auch loben, doch in diesem Fall entwickelt sich diese Eigenständigkeit schon auch irgendwie zu einer Unverständlichkeit.
Ich jedenfalls tue mich bei der Bewertung sehr schwer. Irgendwie sehe ich konkret kaum Fehlerhaftes an diesem Bier, zugleich aber ist es mir auch zu schwer und ich bin nur unzureichend in der Lage, mich in diesen Sud hineinzufühlen. Er erscheint mir richtungslos. Ich denke aber, dass es sich dabei um ein persönlich Unverständnis handelt.

Bewertet am