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Beer like star BrewDog Tokyo

  • Typ Obergärig, Stout
  • Alkohol 18.2% vol.
  • Stammwürze 1140 OG, 35%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 12-15°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 4 Benutzer

Bewertet mit 92% von 100% basierend auf 6 Bewertungen und 4 Rezensionen

Das Bier BrewDog Tokyo wird hier als Produktbild gezeigt.
#5167

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 6 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen von Florian und Robert
99% Avatar von Johannes
98% Avatar von Florian
98% Avatar von Tobieras
97% Avatar von Felix
87% Avatar von Robert
73% Avatar von Peter E.

99% Rezension zum BrewDog Tokyo

Avatar von Johannes

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll...
das Bier ist schwarz wie die Nacht und undurchdringlich. Es riecht nach geröstetem Malz und ich muss muss Florian recht geben, nach süßem Brot und Alkohol. Es hat aber auch die von Craftbeer gewohnten Hopfennoten.
Diese Vielfalt zieht sich durch das gesamte Bier. Es hat einen unheimlich vielfältigen Körper, so weich und doch nicht ohne Ecken oder Kanten.
Irgendwann wird es dann süß mit Karamellnoten um dann doch wieder bitter zu werden, einfach genial!
Ich muss den anderen Zustimmen, dass man dieses Bier in einer geselligen Runde von Genießern trinken sollte.
Dieser Alkoholgehalt hat es bei einer Bierflasche, die man nicht wieder verschrauben kann wahrlich in sich.

Bewertet am

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73% Rezension zum BrewDog Tokyo

Avatar von Peter E.

Oja, wer sich sensorisch so richtig extrem herausfordern lassen möchte, der sollte unbedingt zu den Produkten der beherzten beerpunks aus Schottland greifen. Yeehaw, BrewDog!

Das intergalaktische, fantastische, eichengereifte Stout hat es jedenfalls in sich. Alleine die machtvollen 18,2% Vol. wirken ein wenig einschüchternd. Was erwartet mich? Der Flaschentext hilft nur wenig: So erfährt der Leser, dass das Bier inspiriert wurde von einem Space Invaders Spielautomaten im Tokio der 1980er Jahre. Soso. Wir erfahren von der Ironie des Existentialismus und der Parodie auf die Widersprüchlichkeit der Postmoderne. Ahja. In der Flasche sollen sich die groben Pixel des alten Videospiels wiederfinden. Dabinichmirsicher.
Endlich enthüllt der (bei BrewDog stets lesenswerte und unterhaltsame Text) harte Fakten: Spezialmalze, Jasmin, Cranberry und Nachreifung auf getoasteten Eichenchips.
Ein Epilog philosophiert über die Mäßigung an sich und dass man sich bei der Mäßigung mäßigen sollte. Ichbindafür.

Vielem von dem, was Verkoster Felix schreibt, empfinde ich ebenso. Insbesondere die Anmerkungen zu Öligkeit, Espressosäure, Fruchtsüße und dem leider raschen Verlust der Spritzigkeit. Ich bin ebenso fasziniert, sensorisch herausgefordert, aber nicht ganz so begeistert. Vielleicht habe ich es zu früh getrunken, das Etikett verrät eine Haltbarkeit bis 2021.

Die Nase hat etwas von Stout, in das jemand Sherry geschüttet hat. Intensives Malz paart sich mit einer Sherry-Note und einer gewissen Kräuterigkeit.
Im Mund überrascht eine fruchtig-alkoholische Säure, anfangs von einer sehr gut balancierten Kohlensäure begleitet. Hier kann ich mir die angekündigten Cranberries einbilden. Den Jasmin vermag ich nicht wahrzunehmen. Das Mundgefühl ist, wieder eine Überraschung, sehr frisch. Danach überwältigt eine mächtige Süße den Gaumen. Malz ringt mit Frucht. Holz eilt mit seinem Adjutanten, der Adstringenz, und seinem Verbündeten, der Bittere, dem Malz zur Hilfe herbei. Sie können den Kampf nicht drehen, die Frucht gewinnt, sekundiert von einer plötzlich auftauchenden Säure. Der Schlachtenrauch verzieht sich und am Ende klingt ein Geschmack nach Traubenkernen und eine dezente Erwartung von Sodbrennen nach. Also wenn das kein aufregendes Bier ist…

Einer weiteren Empfehlung möchte ich mich anschließen: Diese 0,33 Flasche kann man gut zu viert oder sogar zu sechst teilen. Die ersten drei kleinen Schlucke sind die besten, danach verschwindet die geschmacklich wichtige Frische und das Bier ist zunehmend anstrengend zu trinken. Ich wünschte, es gäbe dieses Bier in 5 cl Miniaturen, dann würde ich meinen Gaumen öfter mit dem hervorragend komplexen BrewDog Tokyo herausfordern. Vielleicht gewinnt ja beim nächsten Mal das Malz!?
Verkostet wurde aus dem Verkostungsglas des Biersommelier-Verbands.

Bewertet am

97% Rezension zum BrewDog Tokyo

Avatar von Felix

Vor mir stand das "Intergalactic fantastic oak aged Stout" von Brewdog und ich kann nur sagen: Unglaublich!
Dieses Bier mit 18,2ABV ist unheimlich intensiv und extrem komplex, ich behaupte, das komplexeste Bier, dass ich bisher genossen habe.
Im Glas überzeugt die Optik voll und ganz. Es ist rabenschwarz und die Schaumkrone, die sich bildet hat eine phänomenale Farbe: bräunlich-gelb mit starkem Hang ins Grünliche, in der Tat irgendwo etwas "intergalaktisch".
Wenn man an diesem Bier riecht, steigt einem zuerst der bekannte Grundtenor eines Aromahopfen in die Nase, welcher das ist, kann ich nicht sagen, doch er ist fruchtig und herb, erinnert beinahe schon an ein IPA, was zur Machart des Stouts so gar nicht passt. In diesen Duft mischen sich aber auch die Gerüche eines kräftigen Malzes, etwas röstig und dazu floral mit leichter Säuerlichkeit, es ist sehr weich und gibt wenig von seinem hohen ALkoholgehalt preis. Schon hier schwingt eine undefinierbare Note mit.
Äußerst intensiv und elegant.
Nimmt man nun den ersten Schluck ist man geradezu überwältigt. Dieses Bier scheint so viele Aromen zu beinhalten, man weiß gar nicht wo man anfangen soll zu analysieren. Im ersten Moment sprudelt es mit leichter Kohlensäure auf und ist stark fruchtig. Diese Frucht zeigt sich in Begleitung des nun schon hervortretenden Hopfens als eine herbe Papayanote, wie man sie kennt, wenn man das Fruchtfleisch roh isst. Gleicht danach aber kommt eine heftige Fruchtzuckersüße hervor, das Bier ist unheimlich ölig am Gaumen und schmiegt sich geradezu in die Mundhöhle ein, benetzt den ganzen Raum süßlich und mit einer deutlichen Säure. Man könnte vermuten, dass es sich hierbei um Aromen von Soja handelt, was den Namen noch besser erklären würde. Ich habe nie ein Bier mit derart intensivem Antrunk probiert.
Der Körper ist absolut als stark komplex und schwer zu beschreiben, gleichzeitig aber total weich und mild, der Alkohol ist super eingebunden, man könnte meinen, es handele sich sich nur um 8% ABV.
In der Rezenz ist das Bier wirklich dennoch leicht sprudelig, aber nicht unangenehm und durchweg mild.
Im Nachtrunk wird es nun wirklich interessant: Hier zeigt sich der wahre Charakter dieses Stouts, das einen bislang ein wenig durch alle Aromen der Bierwelt geschickt hat. Dominierend ist eine röstige Espressosäure, die mit sanften Lakritznoten einhergeht, gleichzeitig schlägt aber auch die Herbe des Hopfens voll zu und verteilt ihre Bitterkeit brewdogtypisch am gesamten Gaumen. Zuletzt steigen nun süße Röst - und Malzaromen aus der Kehle wieder auf, was zu einer einzigartigen Verschmelzung sehr süßer und sehr herber Noten führt. AUßerdem kommt nun das Holz des Fasses spürbar heraus und untermalt alles noch einmal mit einer gewissen Würzigkeit.
Besonders löblich finde ich neben der Tatsache, dass hier Welten miteinander vereint werden, die Tatsache, dass dieses Bier noch immer vollends einzig "Bier" ist, es ist keineswegs zum Likör degradiert, wie ich es erwartet hatte. Da es so unheimlich intensiv schmeckt, sollte man sich eine solche Flasche definitiv mit einer oder zwei Personen teilen, es genügt völlig, würde auch zu lange dauern, es allein zu trinken und aromatisch absolut überfordern. Außerdem verliert es relativ schnell seine Kohlensäure, die mir wie das Band scheint, dass alles miteinander verbindet. Steht es zu lange im Glas oder in der Flasche wird es schnell schal und die Aromen können nicht länger als Genuss beschrieben werden.
Das Tokyo ist in der Tat ein geniales Bier. Besonders die Intensität des Antrunks sowie die Komplexität des Nachtrunks haben mich gänzlich überzeugt, inwieweit hier noch von einem klassischen Stout gesprochen werden kann ist schwer zu sagen, unter Stout-Kriterien wäre dieses Bier sicher gnadenlos durchgefallen, das Kriterium macht hier die Bewertung sehr schwierig, aber sein mir mal ehrlich: Reicht es nicht, wenn das Bier einfach geil schmeckt und ein Kunstwerk für sich darstellt? Wer braucht klassische Kriterien, wenn er ein Tokyo trinken will?
Es ist einfach ein saugutes Bier!

Bewertet am

98% Rezension zum BrewDog Tokyo

Avatar von Florian

Undurchdringlich, schon fast ölig, rinnt dieses Bier ins Glas und verströmt dabei einen äußerst kräftigen Duft von dunklem Vollkornbrot. Nur, dass dieses Brot mit Zuckerrübensirup bestrichen und mit Wodka getränkt wurde.

Ein wenig beschleicht mich die Furcht, dass mich eine Dampfwalze beim ersten Schluck gnadenlos überrollen wird. Zumindest, wenn man die über 18% Alkohol bedenkt und den Geruch in der Nase hat. Aber nein! Überraschender Weise stoppt der Walzenfahrer für mich und nimmt mich mit auf eine Planierfahrt.

Das BrewDog Tokyo offenbart sich mit einem weichen und sehr süßen Antrunk – dickflüssig. Der Körper wird von dieser Süße und weichem Whiskyaroma dominiert. Das Tokyo wirkt nicht nur wie ein aromatischer Honigwein mit Vanille, sondern ist sogar gehaltvoller. Mich erinnert dieses Bier stark an Met aus Rapshonig mit einer Spur Heidehonig, jedoch gepaart mit Vanille und Tannin. Es ist der Hammer – komplex und anspruchsvoll, aber auch weich und fruchtig. (Die Fruchtigkeit tendiert in Richtung Bratapfel.) Es gibt ähnliche Biere vergleichbaren Charakters, aber keines hatte bisher noch genügend Kohlensäure im Boot.
Erst im Abgang lässt die Süße nach und das Bier wärmt bis in die Eingeweide. Dabei hält diese sympathische Vanille-Süße lange an und erinnert umso mehr an Whisky der Spitzenklasse, jedoch ohne den penetranten Überschluss an Alkohol.

Dieses Bier ist wirklich kein Leichtes, sondern ein harter Brocken – in etwas wie der Mount Everest. Nur wenige können ihn bezwingen und ist man mal oben, ist die Aussicht einfach nur geil. Den gewohnten Pilstrinker wird diese Dampfwalze jedoch gnadenlos überrollen. Dieses Bier erfordert Ruhe und Zeit, um sich zu besinnen und einmal abzuschalten. Wenn man sich darauf einlassen kann, wird man nicht enttäuscht.

Ich kann nur sagen: „Danke Kumpel, dass Du angehalten und mich auf diese Reise mitgenommen hast.“

Bewertet am